Wird die Zukunft von denen bestimmt, die das Internet als Instrument ihrer Macht einsetzen?

 


Das Internet, ein riesiger, stetig wachsender Raum, der immer größer wird.Täglich werden viele tausend neue Bilder, Videos, Artikel etc. in das Netz gestellt und auch ihre Bedeutung wächst täglich für jeden Einzelnen.                                                                                                  Doch ist das unbegrenzte „Reich“, welches so viele Freiheiten bietet und eigentlich für jeden anonym zugänglich sein sollte, wirklich so sicher ?

FREIHEIT. Ein unabhängiger Zustand, bei dem man ohne Zwang zwischen allen Möglichkeiten auswählen kann. Dieser Begriff hat wohl für viele eine große Bedeutung, denn Niemand möchte seine Handlungs- und Meinungsfreiheit hergeben, die vor allen Dingen das Internet bietet.
Dabei spielt allerdings auch die Sicherheit eine große Rolle.

SICHERHEIT, ist auf alle Lebewesen und Individuen, als auch reale Objekte und Systeme bezogen, denn Niemand möchte alles von sich preisgeben beziehungsweise ein gewisses Maß an Sicherheit garantiert haben. Dieser Zustand, der frei von Risiken und Gefahren sein sollte, wird häufig durch Schutz- und Sicherheitseinrichtungen und Maßnahmen erhöht, welche eigentlich auch für das Internet gelten sollten.

Im Juni 2013 ist dennoch durch den US-amerikanischen Whistleblower                       EDWARD SNOWDEN bekannt geworden, dass das Internet gar nicht so sicher ist, wie es scheint. Denn die Freiheiten, die viele glauben im Internet zu haben, werden häufig ausgenutzt und zu Überwachungszwecken verwendet. Die Enthüllung über diese weltweiten Überwachungs- und Spionagepraktiken von Geheimdiensten, die Snowden preisgab, waren ein großer Skandal für alle.

Überwiegend wird sie in Großbritannien und vor allem in der USA betrieben.
Eine dieser Geheimdienste ist die NSA(National Security Agency), ein Nachrichtendienst der USA, der für die weltweite Überwachung und Entschlüsselung elektronischer Kommunikation zuständig ist. Sie haben nicht nur die Möglichkeit 100 Prozent der Telefonate eines Landes abzuhören, sondern können auch Videos, den Internetverkehr und Handys überwachen.

Bereits jetzt hat das Internet eine große Bedeutung im Alltag und wird immer häufiger und intensiver genutzt, mit stetig steigender Tendenz.
Aber was spricht denn eigentlich für und gegen das Internet?

Ein klarer, positiver Aspekt ist die schnellere Erkennung von Kriminellen oder Gruppen, die sich verbündet haben. Durch eine bestimmte Haltung und Meinungsäußerung im Internet oder in den Nachrichten auf dem Handy, haben die Geheimdienste Zugang zu der Haltung und Einstellung jedes Einzelnen und können so im Voraus bestimmte Gefahren erkennen.
Dies ist bereits in kleinen Anteilen geschehen und die NSA soll mehrere Anschläge in Deutschland verhindert haben, laut der Welt. Außerdem ist auch Sicherheit ein Menschenrecht, welches allerdings einige Nachteile mit sich bringt.

Durch einen absoluten Überwachungsstaat werden schnell bestimmte Meinungsäußerungen vermieden und andere Verhaltensweisen können auftreten, weil man nicht unter einen falschen Verdacht geraten möchte. Außerdem können Systemkritiker verfolgt werden, obwohl diese für einen demokratischen Staat sehr wichtig sind, weil sie die Techniken hinterfragen und so häufig noch bessere Lösungen gefunden werden können. Des Weiteren kann ein Staat durch Überwachungen viel Macht erlangen und im Zweifelsfall durch eine falsche Entscheidung hohe Schäden anrichten.

Kai Biermanns Beitrag: „Leben im Überwachungsstaat. Oder: warum wir das dunkle Monster nicht länger ignorieren dürfen.“, beschreibt sehr gut ein Leben in einem Überwachungsstaat, welcher allerdings noch ohne Internet funktioniert hat. So einen Überwachungsstaat wie der frühere, der von der „Stasi“ geführt wurde, habe ich bis jetzt nie erlebt und möchte ich auch nicht erleben.
Meine Meinungsfreiheit und Handlungsfreiheit will ich mir nicht nehmen lassen und ich will darin auch nicht eingeschränkt werden. Dennoch glaube ich, dass ein gewisses Maß an Überwachung Niemandem schadet, sondern im Gegenteil sich positiv auswirkt, da es auch einen Teil der Sicherheit darstellt. Dabei ist für mich besonders wichtig, dass jeder einen Teil seiner Privatsphäre behält und es nicht zu einer kompletten Überwachung führt.

Es gibt wohl keine Freiheit ohne Sicherheit und das Abwägen für und gegen einen Überwachungsstaat beinhaltet immer auch negative Aspekte, muss aber letzt endlich von jedem selbst entschieden werden.

 

Quellen:

 

http://www.tagesspiegel.de/meinung/spaehprogramme-prism-und-tempora-lieber-nackt-als-tot/8411240.html

http://www.bromba.com/knowhow/sicherh.htm

https://www.nsa.gov

http://argumentia.de/thema/ueberwachung

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Eine Antwort auf Wird die Zukunft von denen bestimmt, die das Internet als Instrument ihrer Macht einsetzen?

  1. Je sagt:

    Liebe Nele,
    in deinem Beitrag stellst du die Frage, ob das Internet wirklich so sicher ist und ob wir generell frei sind.
    Du erklärst vorerst den Begriff „Freiheit“, welchen du als „unabhängigen Zustand“ beschreibst, bei welchem Meinungs/-und Handlungsfreiheit eine große Bedeutung haben.
    Auch den Begriff „Sicherheit“ erläuterst du vorweg, wobei du die Bezogenheit auf das Lebewesen im allgemeinen klar stellst und es ebenfalls als eine Form von „Garantie“, dass man „frei von Risiken und Gefahren“ ist, darstellst.
    Fortgehend erklärst du anhand des Beispiels von Edward Snowden, dass das Internet jedoch zu Überwachungszwecken von Geheimdiensten benutzt wird.
    Diese Überwachung liegt vorwiegend in GB und den USA vor, z.B. durch die NSA.
    Du erklärst, dass diese Überwachungsdienste Telefonate, Videos, Internetverkehr und Handys überwachen können.
    Außerdem stellst du die guten Seiten der Internetüberwachung dar, welche du mit der schnelleren Erkennung von kriminellen Plänen, sowie Kriminellen oder Gruppen selbst begründest.
    Im Gegensatz dazu erklärst du noch einmal, dass ein Staat durch Überwachung viel Macht erlangen kann, was zu erheblichen Schäden führen könnte.
    Zu guter Letzt sagst du, dass es wichtig sei, dass „jeder einen Teil seiner Privatsphäre behält und es nicht zu einer kompletten Überwachung führt“, mit dem Zusatz es gäbe keine Freiheit ohne Sicherheit.

    Jedoch vergisst du, dass Sicherheit nie in ganzem Maße erreicht wird bzw. erreicht werden kann. Es gibt also so gesehen nie eine Garantie dafür, dass man sicher leben kann. Auch ist es undurchsichtig wie viel Sicherheit innerhalb einzelner Staaten und Städte wirklich herrscht, da politisch und wirtschaftlich gesehen, nur die Dinge an die Öffentlichkeit gegeben werden, die preisgegeben werden sollen. Und das entscheiden leider nicht wir Bürger.
    Auch vergisst du zu erwähnen, dass diese Überwachung auch in hohem Maße in Deutschland stattfindet, was ich als erwähnenswert empfinde, da wir hier leben. Als Beispiel hättest du nennen können, dass Angela Merkels Handy ebenfalls von der NSA abgehört wurde. Und dies ist kein ein Einzelfall.
    Ebenfalls vergisst du, dass die Überwachung nicht nur zu einer schnelleren Erkennung von Kriminellen verhilft, sondern auch zu einer Fehlinterpretation in manchen Fällen führt, wodurch vermeintlich „gefährliche“ Personen, zu Unrecht, verdächtigt und teils sogar in Gewahrsam genommen werden.

    Meiner Meinung nach, hast du in deinem Text viele wichtige und wissenswerte Informationen zusammen getragen, jedoch auch manch einen wichtigen Aspekt vergessen.
    Ich denke, dass du dir in manchen Punkten teils selbst widersprochen hast, was ich vollkommen nachvollziehen kann, jedoch hat es Unklarheiten offen gelassen.
    Deinen Aspekt, dass es wohl keine Freiheit ohne Sicherheit gibt, kann man meiner Meinung nach verneinen. Ich würde es umformulieren, denn meines Erachtens nach gibt es Freiheit ohne Sicherheit sehr wohl, jedoch sind Freiheit und Sicherheit im Zusammenspiel nicht möglich. Denn beide Faktoren bedeuten, dass beides teils vorhanden, aber keins komplett.
    Welchem Aspekt ich auch nicht zustimmen kann ist der, dass du sagst, dass jeder letzt endlich für sich selbst entscheiden muss, was er will. Doch der entscheidende Punkt hierbei ist, dass wir als Bürger nur vermeintlich die Möglichkeit haben uns das auszusuchen, denn Überwachung findet immer statt. Wenn nicht muss man auf jegliche, von Medien bestimmte, Kommunikation verzichten.
    Dennoch bin ich auch der Meinung, dass es eine ständige Kombination aus für und wider ist, was eine eindeutige Lösung oder Antwort auf deine oben genannte Leitfrage erschwert, wenn nicht direkt unmöglich macht.

    Liebe Grüße
    Je

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