Wird die UNO ihr Ziel erreichen und die Hungersnot besiegen?

Die UNO hat das Ziel den Hunger auf der ganzen Welt , bis zum Jahr 2030, zu besiegen. Also in 15 Jahren. Dieser Teil des Plans gehört zur Agenda 2030, die im September 2015 verfasst wurde. Der Plan beinhaltet 17 Ziele für die nachhaltige Entwicklung (SDGs). Und die beiden wichtigsten Ziele sind die Beseitigung von Armut und Hunger.

Ein positiver Blick in die Zukunft. Ziele die zur Verbesserung der ganzen Welt beitragen. Aber warum stellen wir uns dann diese Frage, ob die Uno dieses Ziel erreichen kann?

Nicht nur weil die Umsetzung schwer ist. Sondern auch, weil ein ähnliches Ziel nicht im Vollen erfüllt wurde.

Die Millenniumziele: Acht Entwicklungsziele für das Jahr 2015. Darunter, dass der Anteil der Hungernden halbiert werden sollte. Dieses Ziel wurde nicht ganz erreicht. Die Anzahl der Hungernden wurde von 24% auf 14% gesenkt.

Immer noch leidet jeder achte Mensch unter Hungersnot, 7.95 Milliarden Menschen sind unterernährt in einigen Regionen mehr in anderen weniger.

Hunger wird als Unterernährung definiert bei der man zu wenig Proteine, Vitamine und oder Kalorien zu sich aufnimmt. Die armen Gebiete wie Tschad, Sambia, Haiti, Madagaskar, Jemen,  Sierra Leone, sowie Afghanistan sind besonders betroffen. Für Länder im Krieg gilt dies auch, es gibt für diese jedoch weniger Angaben, wegen ihrer Situation.

Allgemein ist das Ziel der UNO die Verteilung und die Produktion der Nahrung                                                                  zu fördern.

Was tut die UNO gegen den Welthunger ?

Die UNO kooperiert mit den Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Sie denkt,dass das Ziel zu erreichen ist, weil sie das vollständige Wissen und die technischen Möglichkeiten besitzen.

Rund 1,5 Milliarden Euro werden in die Schwerpunkte Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung eingesetzt.

Mit dem Programm Ernährungssicherung und Resilienzstärkung, verbessert das BMZ in  11 Ländern die Ernährungssituation und Widerstandsfähigkeit, wobei 17 Länder schwer betroffen sind, mit einer Hungerrate von ca. 20 %.

Zur Bekämpfung von Hunger wollen sie Kleinbauern fördern. Deshalb wird zum Beispiel der Boden nutzbar gemacht. Sie sorgen auch für den Schutz des Bodens, damit geerntet werden kann. Zudem wollen sie die Qualität verbessern und die Nahrung vielfältiger gestalten. Für das Programm „Ernährungssicherung und Resilienzstärkung“ stehen bis 2020 knapp 70 Millionen Euro zur Verfügung.

Auch gibt es eine Organisation der UNO die dafür sorgen möchte, dass der Hunger weltweit bekämpft wird:

Die Organisation wird unterstützt von Privatinvestoren,Unternehmen und Staat.

Deren Ziel ist es zum Einem, dass die Verluste und Verschwendungen von Nahrungsmitteln verringert wird. Aber auch dass alle Nahrungssysteme nachhaltig sind und das jeder 100% Zugang zur Nahrung hat.

Sie wollen, wie das BMZ, Kleinbauern fördern, um besseren Zugang zur Nahrung einrichten zu können und bieten Unterstützung in Krisenzeiten an. Außerdem helfen sie ihre Erträge zu verbessern, Ernteverluste zu vermeiden und geben Hinweise wie sie die Nahrung besser auf den Märkten verkaufen können.  Ist das schon eine langfristige Lösung die in 2030 komplett den Hunger bekämpfen kann?

Es gibt aber  leider auch ein Problem, welches die UNO ignoriert oder nicht einbezieht.       Die Aushungerung des Ghetto von Gaza. Dort sind 30% der Kinder schwer unterernährt. Aufgrund der Unterernährung und Anämie mussten 1/3 der Schulen geschlossen werden.  Dies steht aber nicht in der Statistik der FAO (Food and Agriculture Organization), der Organisation der UNO. Die Frage ist nun ob die UNO die nicht erwähnten Problemzonen auch unterstützt und somit den Hunger dort bekämpft.

Warum gibt es eigentlich Hunger auf der Welt?

Um die Frage zu beantworten, ob man den Hunger besiegen kann, schauen wir uns erstmals an, wie es eigentlich  dazu kommt, dass es Hunger auf der Welt gibt.

Viele denken, der Hauptgrund wäre die Armut, aber auch die Naturkatastrophen, denn sie zerstören die Böden und somit die Nahrung. Hat aber jemand daran gedacht,dass  die Politik die Hauptursache sein könnte?                                                                                     Es gibt große Agrarkonzerne, die mit ihrem Marktmonopol den gesamten Markt kontrollieren, wie auch die Nahrungsmittelspekulation und Biosprit. Warum eigentlich Nahrungsmittelspekulation? Anstatt sich zu überlegen wie man den Hungernden Menschen helfen kann, überlegen sie, wie man mit der Nahrung Profit machen könnte. Und die Nahrung wird nicht mehr als Nahrung verwendet.

In den USA beispielsweise werden 183 Millionen Tonnen Reis verbrannt, um Bioethanol und Biodiesel herzustellen. Man könnte in Deutschland und Europa den Zoll von diesen Produkten erhöhen, um nicht weiter das Ausrauben zu unterstützen.

 Die Preise von den Grundnahrungsmittel (Mais,Weizen,Reis) sind erhöht worden. Die armen Menschen können sich das nicht mehr leisten.

Das Problem ist also der Zugang zur Nahrung, nicht die Menge an Nahrung. Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos die ganze Welt ernähren. Es entsteht ein weiteres Problem, da die Bevölkerung ständig wächst und es keine Fortschritte bezüglich des Preises und der Verteilung gibt.

Die Großkonzerne sind also mit schuldig an dem Verhungern der Menschen in ärmeren Regionen.

Identitätsbewusstsein. „Hunger war immer ein Mittel der Politik um Gefahrenländer zu vernichten“- Vizepräsident des UN-Menschenrechtsrates Jean Ziegler

„Schuld am Hunger ist die grenzenlose Habsucht der räuberischen Oligarchen des globalisierten Finanzkapitals. Schuld ist die erdumspannende Macht der transkontinentalen Agrakonzerne und Hedgefonds, die auf Lebensmittelpreise spekulieren. Schuld ist die Wirtschaftsordnung, die den Profit über das Wohlergehen der Menschen stellt. Schuld sind Freihandel und Biotreibstoff und Landgrabbing. Schuld ist: die Gier“ – Vizepräsident des UN-Menschenrechtsrates Jean Ziegler

Wie kann man das Ziel erreichen?

Als Einzelner kann man laut Jean wählen. Wir können zwingen für die Kinder zu stimmen. Deutschland ist eine Großmacht der Wirtschaft. Es könnte Morgen gestoppt werden. Wenn die Menschen es ,,wollen“.

Somit können wir die großen Konzernmächte stoppen und ein Stückchen näher am Weltfrieden sein. Denn Frieden bedeutet auch, dass keiner Angst haben muss, um sein Überleben.

Durch Wahlen, Generalstreiche, Gehorsamsverweigerung, kann man die Regierung zwingen die Nahrungsmittelspekulation zu stoppen. Den Import verbieten.  Allgemein die Gier zu stoppen, die die Menschen haben. So dass man nicht Tonnen der Grundnahrungsmittel verbrennt und verschwendet, anstatt es denen zu geben, die die Nahrung dringend brauchen.

Das Ziel der UNO ist sehr ehrgeizig. Würden sie auch mit der selben Geschwindigkeit (Fortschritt) wie bei den Millenniumszielen vorangehen, würde die Lage immer noch Ernst bleiben. Zum Einem wegen der Globalisierung, zum Anderen auch weil in den, durch den Krieg zerrütelten Ländern, die Situation der Menschen undurchsichtig ist. Es gibt Kriege und Krisen, viele Menschen sind auf der Flucht.  Also wie kann in den kommenden Jahren mehr erreicht werden, als in den vergangenen Jahren, solang die Großkonzerne keine Verantwortung übernehmen und ihren Profil zweitrangig stellen? Es besteht das Problem mit dem Zugang zur Nahrung und der Verteilung, welches trotz der Bemühungen nicht komplett beseitigt ist. Es wird sehr schwer werden, den Hunger komplett zu besiegen.

Wir sind der Meinung , wegen der genannten Sachlage, dass das Problem von Hunger erst in ferner Zukunft bekämpft werden kann, wenn wir bereit sind Menschen über Geld zu stellen.

„Vorsicht und Diplomatie nützen den Armen nichts“ – Vizepräsident des UN-Menschenrechtsrates Jean Ziegler

 

 

Quellen:

[[https://www.youtube.com/watch?v=q49-P3e_JKI]] (10.05.2017)

http://www.sueddeutsche.de/wissen/jean-ziegler-wir-lassen-sie-verhungern-schaebiges-raubgesindel-1.1662004 (10.05.2017)

http://www.sos-kinderdoerfer.de/unsere-arbeit/fokus/entwicklungshilfe/millenniumszieleumsetzung (10.05.2017)

http://www.bmz.de/de/themen/ernaehrung/hunger/loesungsansaetze/index.html (10.05.2017)

https://www.welt.de/politik/ausland/article146885469/Die-17-UN-Ziele-fuer-eine-bessere-Welt-kurz-erklaert.html (10.05.2017)

https://www.nzz.ch/international/europa/uno-ziele-fraglich-erfolge-und-hindernisse-im-kampf-gegen-den-hunger-ld.121384 (10.05.2017)

http://de.wfp.org/hunger (10.05.2017)

 

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