Welche Auswirkung hat der islamistische Terror auf die westliche Gesellschaft?

Eingereicht von A.N. per Mail

Seit Monaten nimmt die Terrorherrschaft der IS kein Ende und versetzt die ganze Welt durch ihre Ideologie und ihren grausamen Taten in Angst und Furcht. Doch die westliche Welt lässt dies nicht auf sich sitzen und geht Hand in Hand, wie in der Demonstration in Paris zu sehen war gegen den Islamistischen Terror vor. Jedoch ist eine Steigerung des Islam Hasses zu Beobachten, welche sich zumeist gegen die Falschen in der Gesellschaft wendet. Muslime in Europa müssen mehrere Attacken seitens der Islamfeinde erleiden und zukünftig vielleicht sogar eine Einschränkung ihrer Religionsfreiheit, durch ein sogenanntes “Islamgesetz“ wie es schon in Österreich der Fall ist, in Betracht ziehen. Doch was sind denn die Gründe der Steigerung des Islamfeindlichkeit in Europa und auf der ganzen Welt? Kann überhaupt von einer Steigerung des Islam Hasses gesprochen werden und wenn ja warum ?. Wer trägt die Schuld an einer Steigenden Islamophobie in der Westlichen Gesellschaft und wie oder von wem kann erreicht werden, dass diese vermindert wird?

Zunächst einmal muss man sich klar machen, dass die Islamfeindlichkeit kein neues Thema von Heute ist, denn der herabwürdigende Blick auf die Muslime fand seinen Beginn schon am 11.September 2001 durch den Anschlag der Al -Qaida auf die Zwillingstürme in den USA. Das heißt ab diesem Zeitpunkt begann eine negative Pauschalisierung der Muslime, die von da an oft als Terroristen bezeichnet wurden. Friedliche Muslime, die kein Problem damit haben mit Menschen zusammenzuleben, die nicht ihrer Religion angehören, wurden aufgrund solcher Anschläge in den selben Topf mit den Terroristen geworfen. Diese Art von Reaktion bringt viele Probleme mit sich. Fraglich ist, ob dies gerechtfertigt ist und was geschehen muss um ein besseres und friedlicheres zusammenleben mit den Muslimen in der Gesellschaft zu erreichen, sodass in der Zukunft Gewalttaten gegen Muslime vermindert werden können.

Auf der einen Seite muss man versuchen die Menschen zu verstehen, die wirklich Angst vor den Muslimen haben, denn schließlich sehen sie leider des öfteren schlechte Taten von den vermeintlichen Muslimen b.z.w. den Terroristen in den Medien, welche meist sehr undifferenziert und nicht präzise genug über Themen wie den Islamistischen Terror berichten und somit Angst und Hass gegenüber dem Islam und den Muslimen in der Gesellschaft hervorrufen. Dies ist auch mit eins der meisten Ursachen dafür, dass ein schlechtes Bild in den Köpfen der Menschen gegenüber den Muslimen entsteht. Gefährlich werden diese falschen Erkenntnisse der Menschen über den Islam und die Muslime, wenn diese keinen Kontakt zu Muslimen oder zu Menschen haben, die sich mit dem Islam auseinandergesetzt haben, welche die Menschen über die falschen oder missverstandenen Informationen aufklären könnten. Denn sonst setzen die Menschen den Terror – Islam, welchen sie in den Nachrichten mitbekommen oftmals mit dem eigentlichen Islam gleich.

Durch Pegida Demonstrationen, wie die am 15.12.2014, wo ungefähr 15.000 Menschen in Dresden eine Anti-Islam Demo durchgeführt haben, lässt sich genau das Phänomen erkennen wovor ich zuvor schon gewarnt hatte. Denn hierbei handelt es sich meist um Gruppierungen die keinen besonders nahen Kontakt zu Muslimen haben und sich von ihren Vorurteilen gegenüber Muslimen leiten lassen.

Zudem ist eine Steigerung der Islamfeindlichen Übergriffe zu beobachten. Seit dem terroristischem Anschlag von IS Anhängern auf die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ in Paris am 7.1.2015 wurden Moscheen in den Städten  Le Mans , Part-La-Nouvelle und Villefranche-sur-Saone attackiert, welche zumeist sehr grausam waren. Ein weiterer Übergriff auf Muslime fand auch am 11.2.2015 in Amerika in North Carolina statt. Hierbei wurden 3 Muslime jeweils durch einen Kopfschuss von einem 46 Jahre altem Mann hingerichtet.

Genau solche Übergriffe sind Zeugnis dafür, was der islamistische Terror in der Gesellschaft hervorruft. Und zwar sorgt dieser für ein schlechtes Bild des Islam und meist sind es auch die friedfertigen Muslime, die für den Ausgeübten Terror bürgen muss.

Um in der Zukunft solche Übergriffe und die Islamfeindlichkeit zu vermindern, ist es von großer Bedeutung, dass Islamische Gemeinden sich zusammen schließen und z.B. mit den jeweiligen Bundesländern gemeinsame Arbeit leisten sollten. Ein sehr passendes Beispiel ist der Staatsvertrag der Schura mit dem Bundesland Hamburg. Die Schura ist ein Zusammenschluss aus mehreren islamischen Gemeinden, welcher seit dem Juli 1999 existiert. Der Staatsvertrag verhilft den Muslimen eine Aktivere Rolle in der Gesellschaft einzunehmen und durch die Kooperation der Stadt können auch in Zukunft Projekte geplant werden die größere Einwirkung auf die Gesellschaft haben könnten.

Fazit :

Letztendlich ist anzumerken, dass seit dem Auftreten des Islamischen Staats (IS) die Islamfeindlichkeit sowie die Islamophobie in der westlichen Gesellschaft bemerkenswert gestiegen ist. Zeichen dafür sind mehrere Anti-Islam Demonstrationen der Pegida, sowie die immer steigende Anzahl der Übergriffe an islamische Einrichtungen. Schuld an dieser sind mitunter auch die Medien, dadurch dass sie meist nicht differenziert genug über Sachverhalte, wie den islamistische Terror berichten und somit gewisse Missverständnisse und Vorurteile bei den Menschen hervorrufen können. Um die weitere Steigerung der Islamophobie in der westlichen Gesellschaft zu verhindern, ist es erforderlich das islamische Organisationen und der Staat miteinander Arbeiten und gemeinsame Projekte und Veranstaltungen hervorbringen, die für eine bessere Aufklärung des Islams in der Gesellschaft sorgen. Dadurch könnten Missverständnisse und Vorurteile frühzeitig aufgeklärt werden, sodass diese nicht ausarten und sich zu einer Islamfeindlichkeit entwickeln.

Quellenverzeichniss

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2014/09/504699/11-september-2001-muslime-sind-die-hauptleidtragenden-dieser-schrecklichen-ereignisse/

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/pegida-demonstration-in-dresden-wir-sind-alle-rechts-na-und/11121312.html

http://mediendienst-integration.de/artikel/wann-fuehrt-islamophobie-zu-hasskriminalitaet-borell.html

http://www.harunyahya.de/de/Artikel/181471/die-hauptursache-der-islamophobie

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-01/schweden-dritter-anschlag-moschee

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3 Antworten auf Welche Auswirkung hat der islamistische Terror auf die westliche Gesellschaft?

  1. Chi sagt:

    Hallo rox,

    dir ist dein Artikel zum Thema „islamistischer Terror“ und die damit verbundene Islamfeindlichkeit wirklich gut gelungen. Du hast dir ein sehr wichtiges und aktuelles Thema ausgesucht und dieses schlüssig erklärt und gute Beispiele gegeben, wie z.B. die Pegida-Bewegung in Deutschland.

    Wenn ich dich richtig verstehe, meinst du, dass die Islamfeindlichkeit „kein neues Thema von heute ist“. Hierbei stimme ich dir völlig zu. Allerdings bin ich der Meinung, dass diese Islamophobie gegenüber den Muslimen schon viel früher seinen Ursprung hat, als erst ab dem Anschlag vom 11. September 2001. Dieser war zwar Ausgangspunkt einer neuen Welle der Islamfeindlichkeit und bot nun die Grundlage für den Islamhass, besonders in den westlichen Staaten, wurde jedoch das erste Mal so stark von den Medien aufgebauscht, dass es die Islamfeindlichkeit schürte. Seine Anfänge besitzt der Islamhass, meiner Meinung nach, in den 1970er Jahren: Nachdem es im israelisch-palästinensischen Konflikt und während der Ölkrise ab 1973 schon zu ersten Konflikt (Nahostkonflikt) kam, war das erste einschneidende Ereignis, das für die Islamfeindlichkeit verantwortlich war, die iranische Revolution von 1979. Nach dem Sturz der Regierung, durch die iranische Bevölkerung, setzte sich Ruhollah Chomeini mit einem radikal islamistischen Regime an die Spitze des Irans. Es kam zu einem Konflikt zwischen westlichen und islamischen Werten und Interessen, wobei die westlichen Normen im Iran deutlich zurückgeschraubt wurden, sodass der Antagonismus und damit auch die Islamfeindlichkeit wuchsen.

    Des Weiteren würde ich den Begriff der Pegida-Anhänger gerne etwas weiter ausführen. Denn wer sind sie überhaupt? : Pegida ist die Abkürzung für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Die Pegida-Anhänger demonstrieren gegen die „Überfremdung“ in Deutschland. Dabei sind die Mitglieder dieser Bewegung eine recht homogene Gruppe: meist männlich, zwischen 25 und 49 Jahre alt, aus allen Bevölkerungsschichten und die durch ihre eher rechten Ansichten ganz und gar nicht für die Mitte der Gesellschaft stehen, wie sie selber behaupten. Die meisten von ihnen sind wenig mit Muslimen vertraut, fühlen sich aber dennoch bedroht.

    Letztendlich komme ich, ebenso wie du, zu dem Fazit, dass es wichtig ist, durch gezielte Aufklärung über den Islam wieder für eine friedliche Stimmung in der Gesellschaft zu sorgen und zu versuchen die Islamfeindlichkeit zumindest insoweit zurückzudrängen, dass zwischen islamistischen Terroristen und muslimischen Mitmenschen unterschieden werden kann und muss.

  2. K.K sagt:

    Moin rox,

    wie ich von deinem Text entnehme, hast du dich intensiv mit diesem Thema behandelt und kannst dies sehr gut zum Vorschein bringen. Weiterhin hast du sehr gute Beispiele der Verbreitung der Islamfeindlichkeit genannt, wie z.B. die Pegida-Bewegung in Deutschland.Nun möchte ich meine Meinung einbringen und ein paar Ergänzungen hinzufügen.

    Wie du schon hervorgehoben hast, sind die Vorurteile der westlichen Länder gegenüber dem muslimischen Glauben drastisch gestiegen, besonders in den letzten zwanzig Jahren. Besonders durch die Medien werden die Islam feindlichen Gedanken angeheizt, insbesondere bei den Menschen die keinen Kontakt zu dieser Religion haben. Doch auch diese Gedanken/Vorurteile muss man verstehen, da der extreme Vorgang des IS durchaus jedem Bedenken gibt oder geben kann. Auch durch die Propaganda im Internet (z.B. Facebook) wird verstanden das diese Terrorbewegung ernst zunehmen ist. Die Menschen die jetzt raus auf die Straße gehen und gegen die Islamisierung demonstrieren, haben eine Paranoia, gefüttert von den Medien und der Propaganda entwickelt, die einen Menschen dazu bringt keinem der Islamangehörigen zu trauen. Dies hast du meiner Meinung nach nicht genug ausgeführt. Denn durch die Anschläge und Brutalität dieser Terrorgruppen, wie z.B. der „Islamische Staat“, wird auch den Gleichgläubigen schaden und zu einem falschen Image führen. Im Grunde genommen schaden diese Gruppen durch solche Taten auch ihrer Religion selbst. Doch auch ich denke, das die Medien die Menschen die Nachrichten über den Islam falsch interpretieren lassen und auch somit indirekt Gewalt auslösen. Insgesamt werden wir bei den Islamfeindlichen Hass durch Unwissen beobachten können. Und wie können wir Unwissen aus der Welt schaffen? Natürlich durch Umgang mit dem muslimischen Glauben und sich mit ihm auseinandersetzen. Doch wer muss den Anfang machen um einen friedlichen Ausgang aus dieser Situation zu gewähren? Beide Seiten müssen einen Schritt wagen. Mein Fazit entspricht genau dem deinen, was eine Aufklärung bei den Unwissenden beinhaltet aber auch das man auch mit Andersgläubigen Hand in Hand geht um den extremen Terror aus der Welt zu schaffen.

  3. Kristin Dorndorf sagt:

    Hallo A.N.,

    mit großem Interesse habe ich deinen Blog-Eintrag unter der Leitfrage „Welche Auswirkung hat der islamistische Terror auf die westliche Gesellschaft?“ gelesen und stimme deinen Aussagen teilweise zu, die Islam-Feindlichkeit scheint mit der Pegida einen neuen Höhepunkt gefunden zu haben und auch nach den Terroranschlägen am 11.September 2001 betrachtete die Welt die islamfeindliche Entwicklung intensiver.
    Jedoch denke ich, dass die Islam-Feindlichkeit kein Produkt des 21. Jahrhunderts ist bzw. des 11.Septembers ist, sondern schon vorher bestand. Die Tatsache beispielsweise, dass ehemalige muslimische Gastarbeiter ihren Lebensmittelpunkt dauerhaft in die Bundesrepublik Deutschland verlegt haben, traf in der Vergangenheit auf großen Missmut und entfachte religiöse und gesellschaftliche Konflikte.

    Sehr gefreut habe ich mich über die Erwähnung der Neufassung des österreichischen Islamgesetzes, als eine beispielhafte Auswirkung auf die westliche Gesellschaft, jedoch hätte ich mir gewünscht, dass du dieses erläuterst und die Bedeutung für die muslimische Bevölkerung und die Hintergrundgedanken aufführst.

    Schwierig tue ich mich außerdem mit der Erklärung, dass Menschen, die durch die Medien eine feindliche Haltung dem Islam gegenüber entwickeln, ohne Bezug zu Muslimen oder „Islam-vertrauten“ die sie aufklären können, den Islam mit dem „Terror-Islam“ gleich setzen. Ich denke auch ohne Bezug zur muslimischen Religion ist man in der Lage sich zu informieren, insbesondere mit unseren heutigen Informationszugang, und muss sich nicht durch Schundblätter, die sich selbst rein rechtlich nicht Zeitung nennen dürfen, radikalisieren lassen.
    Du hast definitiv Recht mit der Aussage, dass das Auftauchen des „Phänomens“ Pegida die Islamfeindlichkeit in einem größeren Ausmaß erscheinen lässt und meiner Meinung nach ebenso die Hooligan-Demonstrationen. Jedoch denke ich hat dieses „Phänomen“ sich ebenso schnell verabschiedet wie es auf der Bildfläche aufgetaucht ist, nicht nur auf Grund der Tatsache, dass ihre Aussagen und Forderung durch Islamfehrne unfundiert waren, sondern dadurch, dass die deutsche Bevölkerung sich gegen diese Art von Organisation ausgesprochen hat und ihr Unverständnis für die Beweggründe offen gelegt hat.

    Ich denke, dass die Islamfeindlichkeit ein solches Ausmaß angenommen hat liegt, zu einem, wie die sagst, an der undifferenzierten Berichterstattung der Medien, zum Anderen jedoch auch an der Hypersensibilität der Gesellschaft. Du spielst in deinem Blog-Eintrag oberflächlich auf den Mord dreier junger Muslime in North Carolina an, jedoch ist nicht erwiesen, ob diese Tat auf Grund von Islamfeindlichkeit begangen wurde. Der Täter selbst sagte in den Verhandlungen, dass er eine Abneigung gegen jede Art von Religion habe. Ich denke die Islamfeindlichkeit wird durch die Hypersensibilität intensiviert, da Straftaten mittlerweile anhand der Religion der Opfer beurteilt werden, obwohl diese in viele Fällen nicht einmal im Zusammenhang stehen.

    Ich hätte mir gewünscht, dass du intensiver auf deine eigentlich sehr gute Leitfrage eingegangen wärst und die Auswirkungen differenziert betrachtet hättest.
    Einige Punkte sind zwar richtig, jedoch nicht eindeutig und oberflächlich behandelt, besonders das gut angeführte Islamgesetz.
    Auch wenn viele Leser wissen was hinter der Pegida steckt, wäre eine kurze Erläuterung der Beweggründe angemessen gewesen.
    Dein Lösungsansatz der Kooperation von muslimischen Organisationen und dem Staat durch gemeinsame Projekte zur Aufklärung gefällt mir gut und auch das du auf die Schura von 1999 eingegangen bist.

    Abschließend würde ich dir gerne ans Herz legen, bei der Verwendung des Wortes „islamisch“ vorsichtig zu sein, denn dies wird oft mit dem Wort „islamistisch“ verwechselt und kann beim Leser einen falschen Eindruck erwecken.

    Ansonsten habe ich deinen Blog-Eintrag gerne und mit großem Interesse gelesen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Kristin Dorndorf

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