USA und Russland- zwei Aggressoren

Russland und die USA – zwei Provokateure

Wo liegt der Konflikt zwischen den USA und Russland?

 

Trump gibt Geheimdienstinformationen an Russland weiter – mit dieser Schlagzeile rückt der USA Russland Konflikt wieder einmal in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Die Brisanz an diesem Informationsleck ist, durch die Tatsache, dass es vom Präsidenten selbst kommt und dem angespannten Verhältnis der beiden Parteien, groß. Insbesondere in der Sicherungspolitik, respektive den bewaffneten Konflikten in Syrien, verfolgen beide grundverschiedene Interessen. Die Gründe für diesen Interessenkonflikt liegen, besonders in Hinsicht auf die Geschichte der beiden Länder, auf der Hand. Es stehen sich zwei Supermächte gegenüber, die jeweils für sich die Vorreiterrolle in der Welt proklamieren und dementsprechend ihren Einfluss in der Welt maximieren wollen. Vor allem die verschiedenen Grundgedanken des Kapitalismus bzw. der Marktwirtschaft stehen dem in Russland immer noch verankerten Weltbild des Kommunismus und der Planwirtschaft gegenüber. Dieser Konflikt der beiden Ideologien prägte besonders das 20. Jahrhundert in Form des Kalten Krieges, bei dem z.B. im Zuge der Kubakrise eine militärische Eskalation nur knapp abgewendet wurde. Zudem hat das immer weitergeführte atomare Wettrüsten zu einem starken Misstrauensverhältnis geführt, welches bis heute Bestand hat. Weitere Provokationen wie wirtschaftlicher Sanktionen oder diplomatische Skandale haben das Verhältnis auch mit Beendigung des Kalten Krieges weiterhin geschwächt. Es wird also deutlich, dass die aktuellen Spannungen der beiden Länder nicht nur auf den derzeitigen Geschehnissen sondern auf ihrer Historie beruhen.

 

Trotz dieser konfliktreichen Vergangenheit scheint es, als ob beide Staaten an einer konfliktfreien Zusammenarbeit interessiert wären, denn Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump streben laut der russischen Regierung eine Verbesserung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten an.

Nicht nur Putin wünscht sich eine „pragmatische Kooperation mit gegenseitigem Nutzen, die die Interessen beider Staaten sowie die Sicherheit und Stabilität der Welt berücksichtigen müsse“, sondern auch Trump sprach: „Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass Russland und die Vereinigten Staaten im Kampf gegen Terrorismus und für den Weltfrieden gut zusammenarbeiten können – ganz zu schweigen von wirtschaftlichen und anderen Vorteilen, die aus gegenseitigem Respekt resultieren.“

Putin sei ein großer Staatsmann und es wäre ein Ehre gewesen von ihm gelobt zu werden, so Trump weiter, welcher die Worte: „ein sehr schillernder Mensch, sehr talentiert ohne Zweifel“ empfing.

Doch trotz all dieser Versöhnungs- und Solidaritäts- Wünsche, ist dem Russischen Präsidenten anzumerken, dass ihn Trumps kritische Aussagen verärgert haben, während sich die Kreml stets sehr wohlwollend zum US-Präsidenten geäußert habe.

Dieser forderte Putin nämlich auf, die besetzte Krim an die Ukraine zurück zu geben, und sich in der Ost-Ukraine um Entspannung zu bemühen, woraufhin die Moskauer Außenamtssprecherin Maria Sacharowa antwortete, man werde gar nichts zurückgeben, die Krim sei fester Bestandteil Russlands.

Auch Moskaus und Washingtons Interessen im restlichen Europa, dem nahen Osten, dem Iran, in Afrika, am Pazifik und vor allem in China sind grundsätzlich Gegensätzlich.

Anhand solchen Reibereien lässt sich erkennen, dass sich etwas zwischen Russland und den USA gedreht hatte. Der Ton ist zu gereizt, die Reibereien zu häufig und die Enttäuschung in Moskau über Donald Trump zu offensichtlich, als dass die von manchen vorhergesagte große Freundschaft noch Realität werden könnte.

Somit bleibt abzuwarten, ob die genannten Reibungen zu einem größeren Konflikt führen, oder die anfänglich angepriesenen Kooperationen letztendlich doch noch stattfinden werden.

 

Von Antonia Pallas und Lennart Warg

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