Trump als Gefahr für die NATO?

Gefährdet Donald Trump die Nato mit seinen widersprüchlichen Aussagen?

Donald Trump ist seit etwas über 100 Tagen im Amt als US Präsident und er hat schon im Wahlkampf viele provozierende Aussagen gemacht bezüglich der NATO. Doch was kann man eigentlich wirklich aus seinen widersprüchlichen Statements entnehmen und inwiefern stellt es wirklich eine Gefahr für die NATO dar?

Schon vor dem offizielen Amtsantritt bezeichnete Trump die NATO mehrfach als „obsolet“, dennoch sagte er kurz danach wieder sie sei „sehr gut“. Die NATo wurde durch diese Aussagen komplett verunsichert und niemand konnte wirklich etwas aus den Wörtern deuten. Ein Nato-Diplomat beschrieb die aussagen sogar als „Bibel-Exegese“, in dem jeder hineinlesen könne was er wolle. Diese Unsicherheit wurde nochmals verstärkt nachdem Trump wenige Monate später seine Aussage doch wieder wiederrufte und die NATO als „nicht mehr obsolet“ bezeichnet und sie als „Bollwerk des internationalen Friedens und der Sicherheit“ bezeichnet. Jeder bei der NATO zittert nun vor weiteren widersprüchlichen Aussagen die eine Gefahr darstellen könnten, da der ehemalige NATO-Kommandeur Mattis die NATO als Grundkonzept der amerikanischen Politik bezeichnete aber dennoch sagte das Donald Trump schnell handeln oder sogar zurückziehen würde, wenn Europa nicht mehr Geld investieren würde.

All dies sorgt für klare Verwirrung aber auch nicht nur bei der NATO sondern eigentlich in jedem Bereich in dem Trump seine Ansichten darstellt, da sich Trump nicht nur selber des öfteren widerspricht sondern auch innerhalb des weißen Hauses Aussagen oft unterscheidlich sind.

Zudem nutzt Donald Trump das soziale Netzwerk Twitter, welches für ihn eine wichtige Form der Verbreitung von Nachrichten darstellt. Er selber sagt, dass  er durch Twitter die größte Zahl an Leuten erreiche und seine Meinung schneller verbreite, als bei Pressekonferenzen oder durch die Zeitungen, da diese angeblich falsche Sachen wiedergeben. Das hat zur Folge, dass Trump immer sofort seine Meinung öffentlich preisgibt und dies oft in einer Form die für einen Präsidenten nicht geeignet, unüberlegt und oberflächlich ist.

Die öffentliche Preisgabe von Trump, auf Twitter wird auch in anderen Ländern als sehr unprofessionell angesehen. Generell findet Trump, auch in der NATO nicht sonderlich viel Zustimmung. Dies ist auch der Hauptgrund warum er aus der NATO austreten will.               Mit dieser Drohung findet er sehr viel Gehör unter den NATO Abgeordneten, da diese fürchten, dass wenn Trump aus der NATO aussteigt, er unabhängig ist und somit viel schneller und mit weniger Gegenwehr, Entscheidungen treffen kann, die die ganze Welt betreffen.

Durch Trumps widersprüchliche Aussagen können ihn die NATO Mitglieder aber auch alle anderen Länder und Menschen sehr schlecht einschätzen. Dies kommt Trump in vielen Situationen zu gute. Er wird zwar mit den widersprüchlichen Aussagen öffentlich konfrontiert, doch dann stellt er es einfach so hin, als habe er Recht und diese neuen Aussagen formuliert er dann passend zu der derzeitigen Situation.

Doch durch Amerikas große militärische und wirtschaftliche Macht ist die NATO auf die USA und somit auch Trump angewiesen. Falls es zu einem Austritt der USA aus der NATO kommen sollte, dann würde ganz Europa und auch ein Großteil der anderen Länder in erheblicher Gefahr stehen. Trump ist es als US Präsident möglich, die NATO extrem zu schwächen. Die Vereinigten Staaten sind der größte Geldlieferant der NATO.                          Das heißt, dass Trump und die vorherigen Präsidenten mit Abstand am meisten in die NATO investiert haben. Die Vorläufer von Trump hielten die NATO immer für ein gutes Bündnis, da man durch zusammengesetzte militärische Macht ein respektables Gegenstück zu Russland bieten konnte. Doch diese Funktion der NATO ist jetzt nicht mehr wirklich relevant für die USA, da Trump und Putin eine sehr enge politische Beziehung haben und in vielen Hinsichten die gleichen Ziele verfolgen.

Doch durch seine Falschaussagen und negativen Äusserungen gegenüber anderer mächtigen Ländern wie Deutschland hat er sich auf einer persönlichen Ebene mit der Bundeskanzlerin in Zwiespalt versetzt. Doch bei Donald Trump kann man sich als außenstehender nie wirklich sicher was er erst meint, und welche Aussagen er nur trifft um Aufmerksamkeit zu erregen. Dies gelingt ihm bis jetzt sehr gut wenn auch meistens im negativen Sinne. Der bald anstehende G20 Gipfel in Hamburg ist ein gutes Beispiel dafür. Alle Staatsoberhäupter sind in Hotels in Hamburg untergebracht. Trump hingegen muss zu den Verhandlungen in Hamburg immer von Berlin anreisen, da in Hamburg kein Hotel den 45. Präsidenten von Amerika beherbergen will.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass der Austritt der USA selber ein Problem für die NATO darstellen würde, da sie vor allem finanziell auf die hohe Beteiligung der Vereinigten Staaten angewiesen ist.Außerdem ist die USA als eines der mächtigsten Länder der Welt ein sehr wichtiges Mitglied, dass gegen Russland und den östlichen Erdteil Macht ausübt. Dennoch ist die NATO nicht direkt gefährdet durch Trumps widersprüchliche Aussagen, da seine überheblichen Statements schon oft ohne weitere Ausführung aufgetreten sind und vor allem in der Art wie sie auftreten nicht ernst genommen werden können und er seine Meinung sehr oft schlagartig ändert.

 

 

 

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2 Antworten auf Trump als Gefahr für die NATO?

  1. Oscar sagt:

    Liebe CJ,
    Ein Ausstieg der USA aus der NATO wäre aus meiner Sicht für das Bündnis fatal, da die USA nicht nur finanziell die NATO vorantreibt, sondern ebenfalls militärisch am stärksten in der NATO vertreten ist. Zudem geschehen alle militärischen Operationen unter der Federführung der USA, da der Supreme Allied Commander seit jeher ein US-Amerikanischer General oder Admiral war. Ohne die USA müsste die NATO sich daher erstmal wieder militärisch neu aufstellen bevor sie wieder handlungsfähig wäre und sie wäre wie der Artikel auch besagt, stark geschwächt.
    Die kontroversen Aussagen von Trump stellen meiner Meinung erstmal keine Gefahr für die NATO dar, da es, wie im Artikel beschrieben, oftmals zu einer schnellen Meinungsänderung oder Widerrufung seiner vorherigen Aussagen kommt. Die eigentliche Gefahr besteht darin, dass Trump unvorhersehbare, nicht nachhaltige Entscheidungen trifft, wie man bei seinem Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen sehen konnte.

    Schöner Artikel

  2. J sagt:

    Hallo CJ,

    Der Artikel befasst sich mit der Fragestellung, ob die widersprüchlichen Aussagen Trumps eine Gefahr für die NATO darstellen. Der Präsident der Vereinigten Staaten habe die NATO bereits in seinem Wahlkampf öfter als „obsolet“ bezeichnet. Sollte Donald Trump mit dieser Ansicht, tatsächlich aus der NATO austreten, würde das zum Problem für die NATO werden. Die USA sei ein wichtiges Mitglied in der Nordatlantischen Vertragsorganisation, da sie eine große militärische Macht gegen den Osten sei und eine wichtige wirtschaftliche innerhalb der NATO. Jedoch widersprechen sich seine Aussagen des Öfteren, sodass er ebenfalls die Vorteile der NATO sehe. Im Allgemeinen seien seine Aussagen weder glaubhaft noch werden sie Realität und seien sehr oft abgeändert worden.

    Sollte Trump tatsächlich aus der NATO austreten, würde dies, wie in dem Artikel beschrieben, zum Problem für die NATO werden. Ich denke, dass der Austritt sogar zum Problem für die internationale Friedenssicherung werden kann. Die NATO wurde ursprünglich als Gegengewicht zur Sowjetunion gegründet. Inzwischen ist das Ziel der NATO, u.a. mit allen Völkern und Regierungen in Frieden zu leben. Demnach wäre ein Austritt der USA ein Entwicklungsrückschlag im Versuch, in Frieden auf der Welt zu leben. Die USA könnte sich nach einem Austritt mit anderen Staaten, wie z.B. Russland verbünden, da Trump, wie in dem Beitrag erwähnt, mit Putin ähnliche Ziele verfolgt. Durch einen Austritt wäre demnach die NATO nicht nur durch das Fehlen einer wirtschaftlichen und militärischen Macht geschwächt, sondern Russland könnte stärker gegen eine nun geschwächte NATO werden. Um eine solche Auswirkung zu verhindern, sollten auch die europäischen Länder mehr in die NATO investieren. Dadurch würde sich Trump nicht von den anderen Ländern ausgenutzt fühlen und in der NATO bleiben.
    Des Weiteren sollte man Donald Trump und seine Aussagen ernst nehmen, damit er sich bspw. nicht respektlos behandelt fühlt und aus diesem Grund die NATO verlässt.

    Das nächste Mal solltet ihr den Artikel vor der Veröffentlichung noch einmal durchlesen oder von Dritten durchlesen lassen, sodass der Beitrag möglichst keine Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Ausdrucksfehler enthält und der Leser sich auf den Inhalt konzentrieren kann.
    Der Aufbau des Artikels hat mir gut gefallen, denn es wurde nachvollziehbar begründet, warum man sich mit der Leitfrage beschäftigt. Jedoch ist die Argumentation, dass Trumps Aussagen widersprüchlich sind, knapp ausgefallen und das Beispiel des G20-Gipfels ist unklar und gibt nur wenig Information zur Beantwortung der Leitfrage.
    Mich würde noch interessieren, ob es weitere Vorfälle von Trump gibt, die darauf hinweisen, dass die USA aus der NATO austreten könnte. Außerdem frage ich mich, ob es bei einem Austritt der Vereinigten Staaten neben der fehlenden finanziellen Unterstützung und dem Fehlen einer großen militärischen Macht noch weitere Nachteile für die NATO gäbe.

    LG und noch einen schönen Tag

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