Syrienkonflikt: Großbritannien

Die britische Position im Syrienkonflikt orientiert sich stark an der Haltung Frankreichs und der USA. Jedoch stimmte das House of commons 2013 mit 285 zu 272 Stimmen gegen britische Militäreinsätze gegen die syrische Regierung, bewilligte aber Militärisches Vorgehen der britischen Armee gegen den IS im Irak. In dieser Abstimmung spiegelte sich die Meinung der britischen Bevölkerung wieder, von der eine zwei drittel Mehrheit eine Intervention in Syrien ablehnte. 2015 kam heraus, dass die britische Luftwaffe mit Wissen David Camerons jedoch ohne Rücksprache mit dem Parlament Angriffe auf den IS in Syrien durchführte. Nachdem er 2013 die oben erwähnte Abstimmung über eine britische Militärbeteiligung in Syrien verlor, bei der sogar Mitglieder seiner eigenen Partei gegen ihn stimmten, versuchte er besagte Eingriffe eigenmächtig durchführen zu lassen. Cameron war schon immer ein enger Verbündeter der USA bei Militäreinsätzen gewesen und hoffte vermutlich auf einen ähnlichen Ausgang wie beim Libyen-Konflikt, der ziemlich schnell mit dem Sturz des damaligen Diktators Gaddafi endete. Zudem macht Großbritannien sich zusammen mit Frankreich für Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen stark und positioniert sich somit deutlich gegen Assad. Diese Forderungen stoßen in der EU jedoch auf Widerstand. Des Weiteren erklärte die britische Regierung, der „Einsatz oder die Verbreitung von Chemiewaffen würde eine entschlossene Reaktion der Staatengemeinschaft erfordern”. Die englische Premierministerin Theresa May rechtfertigte die britische Militärbeteiligung in Syrien als „Abschreckung“ gegenüber der Assad-Regierung, um diese vom wiederholten Einsatz chemischer Waffen abzuhalten. Auch rechtfertigte sie die Einsätze der britischen Luftwaffe in Syrien als „richtig und legal“.Großbritannien positioniert sich somit pauschal für eine militärische Beteiligung der Nato in Syrien auf Seiten der Rebellen, führt jedoch nicht wie Frankreich und die USA eigenmächtig und ohne Rücksprache mit den anderen EU Mitgliedstaaten Einsätze in Syrien durch. Zwar zeigte sich die britische Regierung von 2013 bis heute , zumindest in ihren Handlungen, weitestgehend konstant in dieser Angelegenheit, doch ist spätestens seit Amtsantritt der aktuellen Premierministerin Theresa May eine wachsende Bereitschaft der Regierung zur militärischen Intervention in Syrien erkennbar (Siehe obiges Zitat von May).

 

Quellen:

https://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/syrien/tid-33244/moeglicher-militaerschlag-wer-will-was-und-warum-im-syrien-konflikt-grossbritannien-wichtigster-verbuendeter-der-usa_aid_1085587.html

https://www.sueddeutsche.de/politik/frankreich-und-grossbritannien-im-syrien-konflikt-koalition-der-wieder-willigen-1.1756586

https://www.nzz.ch/international/syrien-antworten-zur-lage-im-syrien-konflikt-ld.1377102

https://www.handelsblatt.com/politik/international/syrien-konflikt-russland-kuendigt-nach-dem-militaereinsatz-konsequenzen-an/21175384.html?ticket=ST-20132-UU1IXxQOikRHTFLQ215k-ap4

https://de.wikipedia.org/wiki/Bürgerkrieg_in_Syrien_seit_2011

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