Syrien Konflikt: Position Russlands

Syrien Konflikt: Position Russlands

Im Folgenden lege ich die Position Russlands in dem Syrien Konflikt dar. Die Hauptbeteiligten in dem Syrien Konflikt sind: Russland, Iran, USA, Frankreich, Großbritannien, Türkei und Saudi-Arabien und andere Golfstaaten.

Der Auslöser des Konflikts war der „Arabische Frühling“, der auch in Syrien für Demonstrationen, gegen Baschar al-Assad und gegen eine Diktatur sorgte. Dadurch entstanden verschiedene Parteien anderer Länder und Großmächten. Dort gibt es eindeutige Positionen. Einerseits sind die USA, sowie die Großbritannien, Frankreich und Saudi-Arabien, was ein traditioneller Verbündeter der USA ist, gegen Assad und unterstützen so die Demonstranten. Russland und der Iran hingegen sind allerdings für Assad und damit auch gegen die USA. „Russland und Iran haben eine neue Phase militärischer Kooperation begonnen, wie es sie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs noch nicht gab. Russische und iranische Streitkräfte planen gemeinsam Militäroperationen und unterstützen mit Kampfeinsätzen die Regierung Baschar al-Assads. Im August 2015 starteten russische Kampfflugzeuge Einsätze in Syrien von einer iranischen Luftwaffenbasis. Zum ersten Mal gestattete die Islamische Republik einer fremden Macht, von ihrem Territorium aus zu handeln. Damit signalisierten die beiden Länder deutlich, dass sie ihre Interessen in Syrien ungeachtet der Kosten schützen würden.“ (Russland und der Iran kooperieren so eng wie nie zuvor 1. January 2017 – 0:00 | von Ellie Geranmayeh, Kadri Liik)

Russland und Iran wollen beide eine multipolare Weltordnung schaffen und aufrechterhalten, in der beide als Entscheider anerkennt werden. Russland bezieht sich da global, während Iran sich auf die eigene Region bezieht. Diese Kooperation hat sorgte bereits für ernsthafte Folgen, denn sie stärkte das Assad-Regime und sorgte für Flüchtlingsströme in Richtung Europa. Iran kooperiert überhaupt mit Russland, weil Iran Russland für „kalkulierbarer“ hält als Europa. Russland hingegen sieht Iran als wertvollen Verbündeten, denn Iran ist im Gegensatz zu Irak, Ägypten und Syrien ein funktioneller Staat, der die Interessen Russlands stärken kann. Saudi-Arabien würde als funktioneller Staat zwar auch in Frage kommen, jedoch sind sie, wie oben bereits geschrieben, ein traditioneller Verbündeter der USA. Allerdings sind auch Russland und Syrien seit Jahrzehnten enge Verbündete. „Zu Sowjet-Zeiten bekam Syrien, das sich in seiner Verfassung als sozialistisch bezeichnet, seine Entwicklungshilfe und militärische Unterstützung vor allem aus den Ostblockländern. Viele hochrangige syrische Militärs absolvierten Ausbildungen in Russland. Seit dem Sturz von Muammar al-Gaddafi in Libyen ist Assad einer der letzten Verbündeten im Nahen Osten“ (Putins gefährliches Spiel Von Benjamin Bidder und Raniah Salloum). Doch Russland bezieht auch eigene Gründe, für die Hilfe für Assad ein. Denn die höchste Priorität Russlands ist die Aufrechterhaltung der eigenen Machtposition in Syrien und den Nachbarländern. Das erreicht Russland durch Syrien, denn Syrien ist der Vorposten im Nahen Osten. Zudem hat Russland durch des russischen Stützpunktes viel Einfluss auf die Mittelmeerregion. Außerdem möchte Russland dadurch dem Westen demonstrieren, dass man einen einzelnen Mann unterstützen sollte und nicht eine Demokratie. Noch wichtiger ist es Moskau allerdings, einen Zusammenbruch des Regimes zu verhindern, denn dies würde die extremistischen Kräfte stärken und das Chaos nur vergrößern. Andererseits möchte Russland natürlich auch Europas Einfluss im Nahen Osten eindämmen. Jedoch fürchtet sich Moskau am meisten davor, dass wenn falls das Regime in Syrien zusammenbrechen sollte, die mehr als 2000 in Syrien kämpfenden russischen Dschihadisten nach Moskau zurückkehren möchten.

Russlands militärisches Eingreifen ab September 2015 war entscheidend für die Sicherung der Position Assads und der Opposition der Iranischen Revolutionsgarde. 2016 vertieften Russland und Iran ihre militärische Zusammenarbeit mit Bombardements auf Aleppo und mit Bodenangriffen, nachdem die Rebellentruppen die Regierungstruppen zurückgedrängt haben. Das war die direkte Antwort auf die aus dem Westen unterstützende kämpfende Oppositionsgruppen in Aleppo. Allerdings hat Russland bereits vorher schwere Waffen, Raketen, Flugzeuge aber auch Schusswaffen und Ausrüstung für Armee geliefert. Die russische Tageszeitung „Kommersant“ meldete am Donnerstag, Russland schicke derzeit vor allem Gewehre, Granatwerfer, aber auch moderne Schützenpanzer vom Typ BTR-82A sowie „Ural“-Lastwagen für Truppentransporte. Anderen Berichten zufolge sollen russische Militärs damit begonnen haben, einen Stützpunkt für rund tausend Soldaten aufzubauen. Syrien ist außerdem seit Jahrzehnten ein großer Waffenkunde Russlands.

Russland erzwingt durch diesen Konflikt außerdem noch die Wiederaufnahme der Gespräche mit der USA.

Quellen:

http://www.bpb.de/internationales/europa/russland/analysen/157046/syrien-und-russland-22-3-2013

https://zeitschrift-ip.dgap.org/de/ip-die-zeitschrift/archiv/jahrgang-2017/januar-februar/echte-partner-oder-arrangierte-ehe

http://www.spiegel.de/politik/ausland/russlands-rolle-in-syrien-wladimir-putins-gefaehrliches-spiel-a-1052248.html

https://www.deutschlandfunkkultur.de/russlands-rolle-im-syrien-konflikt-keine-hoffnung-fuer-die.1008.de.html?dram:article_id=411560

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Eine Antwort auf Syrien Konflikt: Position Russlands

  1. InesPaGl sagt:

    Das in diesem Artikel beschriebene russische Verlangen nach einer Ausweitung des eigenen Machtbereichs im mittleren Osten, ist nicht nur in keiner Form zulänglich um die Unterstützung einer derart gewalttätigen und faschistischen Regierung wie dem Assad-Regime zu rechtfertigen, sondern ist in sich selbst schon Besorgnis erregend. Eine Außenpolitik, die die Machtgier des eigenen Staates dem Wohl der Bevölkerung anderer Nationen überordnet ist nicht tolerierbar und müsste international auf Konsequenzen stoßen. Die syrische Bevölkerung würde selbst in einer Anarchie weniger Leid ertragen müssen, als unter der Herrschaft Assad, dessen Regierung gezielt und strategisch Gewalt gegen sie einsetzt.
    InesPaGl, Großbritannien

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