Die Moderne – „Motor des Terrorismus?“

Wie entsteht Terrorismus und wo liegen dessen Ursachen? Terrorismus kann ökonomische, politisch-ideologische oder psychologische Wurzeln haben. Es kann kaum ein typisches Modell kreiert werden, dass auf jede Form des Terrorismus zutrifft oder auch die Ursache von Terrorismus 1:1 abbildet.

Wie passen Moderne und Terrorismus zusammen?
Die Moderne, geprägt durch Kunst und Kultur beginnt mit der Industrialisierung um 1900 und reicht bis in die heutige Zeit. So hat beispielsweise Franz Kafka um 1920 in seinem unvollendeten Roman „Der Verschollene“ einen zentralen Aspekt der Moderne beschrieben. Urbanisierung und Industrialisierung lassen den einzelnen Menschen als Individuum völlig untergehen. Werte und Normen, die zu unserem Leben Halt gegeben haben, sind verschwunden – geradezu verpönt. Selbstbestimmung ist das neue Modewort.
Die Wissenschaft hat das kopernikanische Weltbild widerlegt und stellt alte religiöse Vorstellungen, wie z. B. das Leben im Paradies in Frage.
Doch was hat das harmlose gelbe „Reclam“ Heft von Kafka mit dem heutigen Terror in der Welt zu tun?
Ich denke, dass der Übergang in die Moderne unsere Welt ganz ordentlich aus dem Konzept gebracht hat. Wenn die Wissenschaft Beweise liefert, dass das Paradies nicht existiert oder aber Gott die Erde, nicht wie in der Schöpfungsgeschichte beschrieben, in sechs Tagen erschaffen hat, wie kann es dann sein, dass im Jahre 2015 noch immer so etwas wie Religionen vorhanden sind?
Im Zuge der Modernisierung und der Wissenschaft müsste doch jedes Individuum ein selbstbestimmtes Leben fernab aller Religionen führen. Wie kann es aber sein, dass heutzutage Terroranschlägen verübt werden, die unter dem Deckmantel einer strengen Religionsausübung erklärt werden?
Meines Erachtens tut sich der moderne Mensch unglaublich schwer, ganz ohne Vorbild sein Leben zu gestalten. Seit der Epoche der Moderne fühlt er sich entwurzelt und verloren. Denn was ist noch sicher, abgesehen vom Moment an sich? Wo sind all die Werte und Normen geblieben, die mich von zerstörerischer Unmoral fernhalten?

Samuel Huntington, Politikwissenschaftler in den USA beschreibt im Essay „Kampf der Kulturen“ , dass Konflikte zukünftig immer mehr aufgrund kultureller Unterschiede entstehen, und dass politisch-ideologischen Ursachen immer stärker in den Hintergrund rücken. Modernisierung und globale Vernetzung lassen verschiedene Kulturen aufeinander prallen und führen dazu, dass die ureigene Kultur häufig als einzig wahre erscheint. „Durch die Konfrontation mit anderen Kulturen spitzen sich kulturelle Auseinandersetzungen zu…“, so Huntington.
Kultur beinhaltet Sprache, Religion, Nation, Wertvorstellung, Sitten usw. besonders am Aspekt der Religion verifiziert sich meine These, dass die Modernisierung den Terrorismus vorantreibt. Denn durch die völlige Entwurzelung sucht sich der Mensch häufig eine Religion als Halt, vielleicht sogar, um der Moderne zu trotzen. Und wenn im Zuge der Rationalisierung im Grunde nichts zählt außer der Moment an sich, Werte und Normen kaum noch existieren, dann wird möglicherweise mit aller Kraft die eine Religion mit Gewaltaktionen verteidigt.

Ich möchte mit diesem Eintrag nicht den Eindruck erwecken, einer der Menschen zu sein, die Sätze wie „früher war aber alles besser“ von sich geben. Dennoch denke ich, dass der Übergang in die Moderne bis heute von der Gesellschaft noch nicht „verdaut“ wurde. Altherkömmliches wird zunehmend auf die Probe gestellt. Somit birgt die Moderne viele, den Terror begünstigende Aspekte.
Quelle:  Ingo Langhans/ Stefan Prochnow
Arbeitsbuch politik. Wirtschaft. Gesellschaft.
„Friedenssicherung im 21. Jahrhundert“, Sek 2
Auer Verlag GmbH, 1. Auflage 2011

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Provozieren wir den Terror?!

Provozieren wir den Terror, indem wir zum Beispiel durch Satirezeitschriften wie „Charlie Hebdo“ den Zorn der Gläubigen schüren?! Erstmal zu Charlie Hebdo. Der Anschlag am 7. Januar 2015, auf den Sitz der Satirezeitschrift in der Rue Nicolas Appert Nummer 10, ereignete sich gegen späten Vormittag und hinterließ 12 Tote und eine ganze Welt in Aufruhe. Aber muss man sich nicht hier die Frage stellen, ob wir nicht an diesem Anschlag Schuld sind? Was man an diesem aktuellen Beispiel sieht ist ganz klar die Radikalität und die Intensität, die eine Religion auf ihre Mitglieder ausüben kann. Aber die Religion ist nicht der einzige Aspekt der Terror überhaupt heraufbeschwören kann, zum Beispiel auch psychologische, wirtschaftliche oder ökonomische Aspekte spielen ebenfalls eine sehr große Rolle. Jedoch gehe ich vorrangig auf den religiösen Aspekt ein. Wie kann es also kommen, dass überhaupt eine radikale Religionsgruppe in der „westlichen Welt“ entstehen kann? Dies kann ganz einfach durch eine charismatische Führungsposition geschehen, die ihren Glauben; ihre Religion wahrheitsgemäß verkaufen kann. Nun brauch man nur noch eine Person die auf die „Heldenreden“ eingehen wird. Man kann selbst ein Terrorist werden, wenn man aus einem sozial starken Umfeld kommt; Familie hat; und wenn man psychologisch Stabil ist. Es kann einfach so kommen, und das ist ein sehr großes Problem.
Aber kann man so geleitet von seiner Religion sein, dass man Anschläge verübt? Es ist nicht moralisch zu verantworten und somit auch nicht legitim. Jedoch sieht es so aus, als würden wir den Terror provozieren. Wir können doch nicht davon ausgehen, dass ein Mensch der absolut an seine Religion glaubt, mit einer Karikatur die „religionszweifelnd“ dargestellt ist etwas anfangen kann. Diese Person sieht nur die „Beleidigung“ hinter der Karikatur und nicht den Punkt, dass man „nur“ kritisch zu dem Glauben der Religion steht. Eine solche Person kann vielleicht Sarkasmus verstehen, kann aber nur Objektiv diese Karikatur beurteilen.
Wir können nicht von der vielfältigen Meinung und der vielfältige Sicht einer Person ausgehen, sofern sie sich nur auf ihre Religion zurückberuft und damit alles zu verstehen versucht.
Somit sage ich ganz deutlich, dass wir indirekt eine Teilschuld an dem Terrorismus in Paris beitragen, da wir zu leichtfertig mit unserer kritischen Meinung zum Beispiel zu dem Aspekt der Religion umgehen.

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Propaganda Maschine Social Media – Schärfere Zensur Sinnvoll?

Im folgenden werde ich auf meine Fragestellung, ob eine schärfere Zensur der Propaganda Maschine von Social Media Plattformen sinnvoll ist, eingehen.

Zuerst möchte ich erstmal den Begriff Propaganda näher erläutern und ziehe kurz eine Definition aus dem Duden heran. Demnach bedeutet dass Wort Propaganda „Systematische Verbreitung politischer, weltanschaulicher o. ä. Ideen und Meinungen mit dem Ziel, das allgemeine Bewusstsein in bestimmter Weise zu beeinflusse.“ Hierbei ist auch der Unterschied zu betonen in der Reichweite der Propaganda im zeitlichen Kontext. Früher war Propaganda aufwändig zu beitreiben und vor allem teuer, um zum Beispiel Propagandahefte zu drucken wie z.B „Der Untermensch“. Im Vergleich zu früher ist auch die Reichweite heute viel ausgeprägter als früher. Eine globale Propaganda ist somit hinsichtlich dem Vergleich des zeitlichen Kontextes in der jetzigen Zeit viel einfacher umzusetzen. Heutzutage bieten sich deutlich mehr Möglichkeiten, Propaganda unter anderem auch als Individuum zu beitreiben. Sämtliche Plattformen, die Millionen von Nutzern ihr eigen nennen, stehen kostenlos zur Verfügung.

Ein steigender Trend ist bei der Anmeldung von Accounts auf Social Media Plattformen wie Twitter, Instagram, YouTube und vielen weiteren, mit dem Gedanken der Propaganda von terroristischen Gruppen wie z.B der IS zu erkennen. Wie schon weiter oben aufgeführt, sind diese Plattformen äußerst wichtig für Terrorgruppen; sie bieten eine kostengünstige Plattform, mit der sie ihre Propaganda mit Millionen von Nutzern (Instagram beispielsweise 300 Millionen) teilen können. Die Plattformen dienen unter anderem auch zur Anwerbung von neuen Mitgliedern die z.B. in der Gesellschaft ausgestoßen sind und eine Gruppenzugehörigkeit durch Social Media Plattformen und deren Nutzern mit radikalen Gedanken finden. Bei den Beiträgen handelt es sich um „despektierliche“ Bilder, hetzerische Texte in eigener Sache und Videos ihrer terroristischen Handlungen. Mit ihnen zeichnen die Organisationen ein Bild ihrer Taten und Absichten, das junge Menschen gegenüber dem Extremismus aufgeschlossen machen soll.

Natürlich stellt sich jetzt die Frage, was Social Media Plattformen dagegen machen. Das Problem ist eigentlich die massive Präsenz die z.B IS beispielweise auf Twitter hat. Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) und ihre Unterstützer haben beispielsweise eine Frequenz von 90.000 Tweets und anderen Beiträgen in den verschiedenen sozialen Netzwerken pro Tag. Des Weiteren wird für 1 gelöschten Account von Seiten der Betreiber 3 neue Accounts eröffnet, was die Arbeit erschwert. Dennoch muss man beachten, dass viele Social Media Plattformen erst nach Drängen der Presse und Öffentlichkeit anfangen Accounts zu löschen, da es für sie keinen wirtschaftlichen Gewinn bringt, Mitarbeiter einzustellen, die für diese Tätigkeiten zuständig wären. Auf dem Anti-Terror-Kongress wurde festgestellt, dass Twitter nicht scharf genug gegen die Extremismus-Welle im Netz vorgeht. Twitters Reaktion darauf lautete: „Man untersuche nicht pro-aktiv, was User posten, sondern reagiere auf Beschwerden“.

Nachdem Deutschland die Propaganda der IS im Internet verboten hat, sind zwar Fortschritte zusehen, vor allem in der Zusammenarbeit mit Providern und den Social Media Plattformen, aber dennoch finde ich, dass eine schärfere Kontrolle von Social Media Daten notwendig ist, da nur so der IS aufzuhalten ist. Es gibt zwar schon Initiativen, die die eine Gegendarstellung zeigen, aber dennoch nicht besonders wirkungsvoll und effektiv sind und eher an Sisyphusarbeit erinnert. Die Betreiber von Social Media Plattformen sollten eher pro-aktiver handeln und nicht erst auf Beschwerden/Meldungen von Nutzern handeln. Ich würde in meiner Meinung sogar soweit gehen, dass die Betreiber durch ihre passive Handlungen die IS in ihrer Propaganda in gewisser Weise unterstützen, weil sie dafür verantwortlich sein müssten, was auf ihren Plattformen geteilt wird.

Quelle:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/gchq-chef-robert-hannigan-terroristen-missbrauchen-soziale-netzwerke-a-1000907.html

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/twitter-facebook-und-co-im-kampf-gegen-islamischen-staat-13436684.html

http://www.sueddeutsche.de/digital/islamismus-die-macht-der-terror-tweets-1.2318119

http://www.bild.de/politik/ausland/isis/terrormiliz-hat-46000-twitter-accounts–39832904.bild.html

http://web.de/magazine/politik/islamischer-staat-funktioniert-terror-propaganda-30142962

http://www.welt.de/debatte/kolumnen/der-onliner/article132733595/Twitter-ist-fuer-den-IS-ueberlebenswichtig.html

 

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In wie weit Radikalisieren uns die Medien ?

Seid den Geschehnissen vom 7. Januar 2015 ist die Welt im Ausnahmezustand und das Thema Terrorismus wieder in den Vordergrund gedrungen. Egal welchen Fernsehsender man eingeschaltet oder welche Zeitung man aufgeschlagen hat, es wurde von den Anschlägen auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ berichtet.

Zuvor schon hatte man die schrecklichen Machenschaften des Islamischen Staates täglich mit verfolgen müssen, doch nun war der Terrorismus nicht mehr Kilometer weit weg im Osten, er war bis vor die Nachbarstür gedrungen und sorgte für große Angst in den Köpfen der Europäer. Schnell wurde alle Art von Experten in Diskussionsrunden eingeladen und um Rat gefragt. Man wollte Antworten auf die zahlreichen Fragen die nun im Raum standen. „Wie konnte so etwas schreckliches nur passieren?“, „Wer steckt hinter diesen Taten?“, „Was hätte man tun können, um so etwas zu verhindern?“ und natürlich die wichtigste aller Fragen „Wie weit ist Paris von Berlin entfernt?“

Es ist nun Mitte März und die Ereignisse von Paris liegen zwei Monate zurück, doch wie wurde mit dem Erlebten umgegangen? Was Paris betrifft, ist der Medienrummel deutlich zurück gegangen, doch nun stürzt sich Funk und Fernsehen auf Deutschland. Laut der „Frankfurter-Allgemein- Zeitung“, fürchten 60% der Deutschen ähnliche Vorkommnisse wie in Paris. Zahlreiche Großveranstaltungen wie Karnevalsumzügen oder Demos, sind in den letzten Wochen aufgrund von Terrorwarnungen abgesagt worden. Diese Angst kommt jedoch nicht von ungefähr

Artikel wie, „Warten auf den großen Anschlag“ (Handelsblatt) und eine darunter folgenden Kopfzeile die aussagt, dass ein Anschlag nur eine Frage der Zeit sei, schnüren weiterhin die Angst vor terroristische Anschlägen in Deutschland. Der Artikel mit dem Titel „Deutschland steht längst auf der Blacklist des IS“ aus „Der Welt“, hat für mich jedoch den Vogel abgeschossen und ist ein perfektes Beispiel dafür, wie der Großteil der Medien heute arbeitet.  

Der Zeitungsartikel beginnt mit einem der jüngsten Ereignisse in Zusammenhang mit Terrorismus in Deutschland. Die Stadt Bremen löste am 28.02.2015 die Terrorwarnung aus. Es wurden schwer bewaffnete Polizeibeamte, in der Altstadt und an öffentlichen Plätzen positioniert. Hinzu kam, eine Durchsuchung des Islamischen Kulturzentrums und einer Bremer Wohnung. Dies geschah, weil Behörden illegale Waffengeschäfte vermuteten. Im weiteren Verlauf des Artikels, geht es nun mit einer Warnung an den Leser weiter: „Bisher blieb Deutschland zwar verschont. Aber niemand mag mehr ausschließen, dass die aus der Bundesrepublik nach Syrien in den Krieg gezogenen Dschihadisten als bewaffnete Killermaschinen zurückkehren und wie die Attentäter von Paris mit kaltblütiger Präzision töten.“ Hier wird meiner Meinung nach, deutlich worauf viele Medien heutzutage setzen – Angst. Es wird der Eindruck erweckt, dass die bewaffnete Killermaschine unmittelbar auf dem Weg zu mir ins Wohnzimmer ist und ich ihr schutzlos ausgeliefert bin. Diese Hilflosigkeit – die man sich unbedingt vor Augen führen soll, wird nochmals deutlich, als der Autor folgendes Zitat benutzt: „Spätestens seit der Waffenhilfe für die Kurden steht Deutschland auf der schwarzen Liste des Islamischen Staates.“ Hier wird der Leser ebenfalls daran erinnert, dass es so herrlich einfach ist, sich über die große, böse Regierung-die ja sowieso nie die Interessen des kleinen Mannes vertritt, aufzuregen. Man war ja von Anfang an nie an der Entscheidung beteiligt, ob man nun Waffen liefern solle oder nicht. Ob man die „Sicherheitskreise“ als ausreichend gute Quelle verwenden könne, sei jetzt erst mal unwichtig. Am Ende dieses Artikels, bekommt der Leser eine weitere – jedoch unscheinbare, Warnung mit auf den Weg. „Die Kräfte der Polizei sind erschöpft, schon jetzt.“ Sagt der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Somit ist nun alles verloren, selbst unser Freund und Helfer seien mit der momentanen Situation überfordert. Aber an wen soll man sich dann noch wenden wenn nicht mal mein Schutz durch die Polizei gewehrleistet wird?

Naja, man ist sich wenigstens einig wer mal wieder für diesen Schlamassel verantwortlich ist, „Nun räche sich die „dumme Sparpolitik“ vergangener Jahrzehnte“.

Durch Zeitungsartikel wie dieser wird mit Hilfe von geschickter Formulierung und Wortgewandheit, ein stark überdramatisiertes Bild im Kopf des Lesers projiziert. Eine Schippe drauf gelegt, hat für mich jedoch die Internetseite „Focus.de“. Hier gibt es den „ IS-Terror-News-Ticker“. Wie der Name schon sagt, werden hier die neusten Meldungen des IS-Terrors möglichst schnell vermeldet. Meiner Meinung nach eine Form von Absurdeste die kaum zu überbieten ist. Hier hat der Nutzer quasi im Minuten bzw. Stundentackt die Möglichkeit, Schreckensmeldung zu lesen wie „04.40 Uhr: Trotz der Luftangriffe westlicher und arabischer Verbündeter setzt die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihren blutigen Eroberungsfeldzug im Irak fort.“. Die große Gefahr hierbei entsteht durch die einseitige und oberflächliche Berichterstattung. Da dies ein News-Ticker ist, bestehen die Meldungen die dort verkündet werden, fast ausschließlich aus solch eine Art Schlagzeilen wie ich sie (oben im Text) kritisiert habe. Es gibt zwar einen kleinen Text zu der besagten Schlagzeile, jedoch ist er oft nicht informativ genug, um eine klare Sicht auf das Geschehen zu bieten. Das heißt, der Nutzer muss sich nun nicht mal mehr die Mühe machen, einen Artikel oder Bericht in Verbindung mit einer spannenden Schlagzeile zu lesen, er kann einfach von Meldung zu Meldung springen ohne sich wirklich mit einem Thema zu befassen. Die Gefahr ist groß, dass sich schon vorhandene verzerrte oder einseitige Meinungen zuspitzen, dies wäre vorsichtig Ausgedrückt eine Gegenradikalisierung, was im schlimmsten Falle eine große Spaltung innerhalb der Gesellschaft mit sich bringen würde.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Medien mehr Einfluss auf uns haben als wir uns das oftmals selbst eingestehen wollen. Angst verkauft sich einfach am besten und daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Natürlich möchte ich keine Form von Terrorismus schön reden oder in irgendeiner Weise verharmlosen, ich bin ebenfalls der Meinung das Berlin genau so ein potentielles Ziel wäre wie Paris, jedoch sollte man sich nicht zu sehr von irgendwelchen Medien in eine Richtung lenken lassen. Ein entscheidender Punkt ist, die jeweilige Seriosität eines Blattes oder Fernsehsendung. Es ist nun mal Fakt, dass Zeitungen und Fernsehsender auf ihre eigene Art und Weise berichten, folglich wäre es fahrlässig sich nur auf eine Art von Medium fest zu beißen. Natürlich darf man ebenfalls nicht den Austausch mit anderen vernachlässig. Über Dinge diskutieren und andere Sichtweisen kennenlernen und eventuell annehmen.   Der jedoch wohl wichtigste Punkt ist das man die Dinge immer hinterfragt die einem berichtet werden und sich stets ein eigenes Bild macht, doch leider tun dies heutzutage die wenigsten. Somit radikalisieren uns die Medien nur soweit wie es jeder für sich selbst zu lässt.

 

 

Quellen:

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/terror-angst-in-deutschland-warten-auf-den-grossen-anschlag/10623412.html

 

http://www.welt.de/politik/deutschland/article137961802/Deutschland-steht-laengst-auf-der-Blacklist-des-IS.html

 

http://www.faz.net/aktuell/politik/umfrage-60-prozent-befuerchten-baldigen-terroranschlag-in-deutschland-13412956.html

http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/is-terror-im-news-ticker-is-krieger-aus-gladbeck-droht-bundeskanzlerin-merkel-in-terrorvideo_id_4206545.html

http://www.stern.de/panorama/60-prozent-der-deutschen-befuerchten-baldigen-terroranschlaege-2171579.html

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In wie weit waren die Supermächte an der Entstehung von al-Qaida beteiligt?

Das Jahr 1989 bleibt in der Politikgeschichte unvergesslich, nicht nur, weil die Wiedervereinigung Deutschlands in diesem Jahr statt fand, sondern auch aufgrund der Veränderung der internationalen politischen Verhältnisse, worin die Wiedervereinigung der Bundesrepublik einen Teil war. In diesem Jahr verließen die Militärtruppen der UdSSR Afghanistan mit einer Niederlage, die eher eine ideologische Niederlage als eine militärische war. Nach einem langen kalten Krieg zwischen dem Kapitalismus und dem Kommunismus bzw. ihren Vertretern den USA und der UdSSR schien dieser ein Ende zu haben, was sich zwei Jahre später mit dem Zerfall der Sowjetunion bestätigte. Während des Ost-Westkonflikts bildete sich eine Gruppe namens al-Qaida, die plötzlich nach dem Zerfall der Sowjetunion vor allem von den USA als die größte Terrorgruppe der Welt angesehen wurde. Ihr verstorbener Führer, Osama Bin Laden, war für die USA Jahre lang Staatsfeind Nummer 1. Durch den Anschlag vom 11. September 2001 auf die Zwillingstürme des World Trade Center in New York demonstrierte al-Qaida das wahre Ausmaß ihrer Drohung und die perfekte Umsetzung ihrer Methoden. All diese chronischen Ereignisse werfen die Frage auf, in wie weit die beiden Supermächte des 20. Jahrhundert in der Entstehung von Al-Qaida beteiligt waren? Im Jahre 1979 marschierten die Militärtruppen der Sowjetunion in Afghanistan ein, nach der Ermordung des Parteiführers der kommunistischen Volkspartei, Taraki. Die Volkspartei wurde in Afghanistan von der muslimischen Bevölkerung stark abgelehnt. Der Einmarsch der Sowjetunion führte die Entspannungspolitik in eine neue Phase des Ost-West-Konflikts, der durch die Aufrüstung der Sowjetunion vorangetrieben worden war. Reaktionär beschloss der Nato-Doppelbeschluss, sich dafür einzusetzen, die afghanische Bevölkerung mit Waffenlieferungen zu unterstützen, damit sie gegen die Besatzung der Sowjetunion resistent bleiben. Das Hauptziel der UdSSR war ganz offensichtlich, die geostationäre Lage Afghanistans für den kalten Krieg zu nutzen, in dem sie Afghanistan in einen Satellitenstaat verwandeln. Dies lässt sich aus der klaren Außenpolitik der Sowjetunion und USA in den Jahren des kalten Krieges ableiten, nämlich andere Länder und das Weltall für die Stationierung von Abwehrsystemen bzw. Spionage zu nutzen. Das beste Beispiel dafür ist das Jahr 1962, in diesem Jahr entdeckten amerikanische Aufklärungsflugzeuge russische Raketen auf der Insel, Kuba. Dies war eine drohende Entdeckung für die USA, deren Küste nur 200 km von Kuba entfernt ist. Dieses Ereignis führte zur Kubakrise, die mit einem Kompromiss zwischen den Präsidenten der jeweiligen Länder endete. Die offizielle Begründung der Sowjetunion für den Einmarsch in Afghanistan lautete, dass man den Frieden für die afghanische Bevölkerung wiederherstellen wolle. Als Reaktion auf den sowjetischen Einmarsch 1979 riefen islamische Guerillakämpfer zum Dschihad auf, um die sowjetischen Truppen aus ihrem Land zu vertreiben. Dies führte zur Entstehung der Afghan National Resistance-Bewegung, die letztlich die sowjetischen Truppen besiegte. Nicht nur Afghanen sind zum Kampf gezogen, der Konflikt zog auch junge Muslime aus der ganzen Welt an, vor allem Araber aus dem Nahen Osten. Unter diesen freiwilligen Kämpfer, die ,, afghanische Araber“ genannt wurden, war Osama Bin Laden, der Sohn eines reichen saudischen Geschäftsmanns, der damalige Führer von al-Qaida. Unter Ihnen waren auch der Ägypter Dr. Ayman al Sawahiri, ein Chirurg, Anführer des Ägyptischen Islamischen Dschihad und der jordanisch-palästinensische Dr. Abdullah Assam, der Vieles bezüglich dem Dschihad gegen die Sowjets verfasste. Jeder dieser drei Männer hatte andere Beweggründe und verfolgte langfristig andere Ziele. Assam appellierte an die afghanischen Widerstandsführer und Oppositionsgruppen, in dem er dazu aufrief, sich gegen den gemeinsamen Feind zu verbünden. Mit bin Laden zusammen richtete er eine Infrastruktur zur Rekrutierung von Freiwilligen ein. Bin Laden ergänzte ihn durch seine finanzielle Unterstützung hervorragend, gemeinsam gründeten sie das Maktab al-Khidmat- das ,, Afghanische Service Büro“ – das internationale Rekruten und Gelder in den Konflikt schleuste. Der erfolgreiche Widerstand der Freiheitskämpfer lässt darauf schließen, dass die amerikanische CIA mittels Geheimdienstfinanzierung und Waffenlieferungen dabei helfen konnte, die sowjetischen Truppen zurückzudrängen. Hillary Clinton, ehemalige US-Außenministerin in einem Interview auf ,,FOX NEWS“: ,, Um ehrlich zu sein, muss man zugeben, dass wir uns selber das Problem erzeugt haben, womit wir uns grad konfrontiert sehen. Wie? Ganz einfach. Als die Sowjetunion mit ihren Streitkräften in Afghanistan einmarschierte, hatten wir eine brillante Idee, im benachbarten Pakistan militante Einheiten der Islamisten zu organisieren, sie mit Raketen ,,Stingers“ und anderem Militärzeug auszustatten und sie zum Kampf nach Afghanistan gegen die Sowjetunion zu schicken.“ In einem weiteren Video auf Youtube kann man die Ankunft des damaligen Beraters der US- Präsidenten, Zbignew Brzezinski, in einem Trainingslager der Mudschahidin in Pakistan sehen. ER hielt eine Rede, in der er sagte: ,, Wir wissen wie tief euer Glaube an Gott ist und deswegen sind wir davon überzeugt, dass euer Kampf erfolgreich sein wird. Dieses Land in der Ferne gehört euch! Irgendwann werdet ihr dieses Land bekommen, weil euer Kampf erfolgreich sein wird und ihr bekommt eure Häuser und Moscheen wieder zurück! Denn ihr macht die rechte Sache und Gott ist an eurer Seite.“ All diesen Tatsachen zeigen die Position der USA und deren Programm im Afghanistankrieg, nämlich, die Mudchahidin gegen die Sowjetunion zu instrumentalisieren. Die USA erkannten die enorme Wichtigkeit dieses Potentials und reagierten demgemäß. Dies funktionierte einerseits, weil die USA plangemäß die Sowjetunion durch die Mudschahidin schwächte und somit den kalten Krieg gegen das Ende lenkte, anderseits schien die USA ein großes Problem zu haben, denn aus dem von Bin Laden und Assam gegründeten ,, Dienstleistungsbüros“ ging eine Gruppe ,,al-Qaida“ hervor, die sich nach dem erfolgreichen Einsatz in Afghanistan neue Ziele vorgenommen hat. Im Gegensatz zu der meist verbreiteten und dokumentierten Auffassung, Osama Bin Laden sei der Gründer von al-Qaida, scheint sich die Fachliteratur weitgehend einig zu sein, dass al-Qaida von Assam in Leben hervorgerufen wurde. Nach dem Tod von Assam im Jahre 1989 übernahm Bin Laden die alleinige Führung der Gruppe. Die Zentrale der al-Qaida etablierte sich dann im Sudan, wo Bin Laden gute Beziehungen zur im Land regierenden Partei, National Islamischen Front, pflegte. Aufgrund von internationalem Druck kehrte Bin Laden im Jahre 1996 nach Afghanistan zurück, wo al-Qaida sich mit Taliban verbündete. Über die Ziele von al-Qaida herrschen verschiede Meinungen, einige behaupten al-Qaida sei nicht ideologisch motiviert, andere sind der Meinung, sie sei auf Ursprünge des Wahabismus zurückzuführen, während einige behaupten, einige Menschen behaupten sie kooperiere mit dem amerikanischen Geheimdienst. Um ihre Ziele genauer durchblicken zu können und um eine rational begründete Aussage darüber zu fällen, in wie weit die USA auf al-Qaida Einfluss habe, soll man die aktiven Handlungen von al-Qaida in der politischen Welttribüne betrachten und prüfen in wie weit sie mit den außenpolitischen Zielen der USA kompatibel sind. Im August 1996 verhängte Bin Laden eine Fatwa, ein islamisches Rechtsgutachten,, mit dem Titel, Erklärung des Dschihad gegen Amerikaner, die das Land der Zwei Heiligen Moscheen besitzen, damit hat er einen Verteidigungskrieg gegen die amerikanische Regierung, insbesondere das US-Militär. Dies machte er in einem CNN Video deutlich: ,, Wir haben unsere Erklärung darauf gerichtet, aus die US-Soldaten in Saudi-Arabien zu zielen. ….. Auch wenn amerikanische Zivilisten in unserem Plan nicht im Visier stehen, müssen sie gehen. Wir garantieren nicht für ihre Sicherheit.“ Im November 1995 übte al-Qaida einen Bombenanschlag in der saudischen Hauptstadt, Riad, wo 5 amerikanische Soldaten ums Leben gekommen sind. Im Juni 1996 starben durch einen von al-Qaida organisierten Bombenanschlag in Saudi-Arabien 19 Soldaten verschiedener Nationalitäten. Im Jahre 1998 kam eine neue Fatwa von Bin Laden, in der stand:,, Seit sieben Jahren besetzt Amerika das Land der zwei heiligen Stätten…..und macht aus seinen Militärbasen auf der Halbinsel Speerspitzen im Kampf gegen benachbarte muslimische Völker. Es gibt keinen eindeutigeren Beweis als die exzessiven Aggressionen Amerikas gegen die irakische Bevölkerung…..Trotz der über eine Million zählenden Opfer aus dem Irak…. sind sie mit den langfristigen Sanktionen nicht zufrieden.“ All diese Rechtsgutachten vor dem 11.Semptember zeigen, dass al-Qaida einen Verteidigungskrieg gegen die USA vorhatte. Die Maßnahmen dieses Verteidigungskrieges lauteten, die amerikanische Sicherheit zu terrorisieren. Das Potential mehr als dies zu schaffen war der al-Qaida und ihrem Führer, Bin Laden, klar, denn um ideologische Ziele durch militärischen Einsatz umzusetzen, benötigt man unabhängige Waffenproduktion, die nur in einem Industrieland möglich ist. Die Sowjetunion und die USA mit ihrer selbsterklärten Rolle als Weltpolizei verschufen die perfekte Umgebung für die Entstehung von al-Qaida. Wäre aber die al-Qaida ohne Unterstützung der Amerikaner entstanden? Das wahre Motiv für das Zusammenkommen von Freiheitskämpfer, die al-Qaida ausmachten, war der Afghanistankrieg. Einerseits haben die USA durch ihre Waffenlieferung die Freiheitskämpfer stark unterstützt, anderseits erhielt die al-Qaida große finanzielle Unterstützung von Bin Laden. Der wichtigste Faktor in der Entwicklung von al-Qaida war die Waffenlieferung der Amerikaner, denn Taliban haben keinen direkten Zugang dazu. Deswegen kann man sagen, dass die Entstehung von al-Qaida ohne Unterstützung von den USA plausibel ist, jedoch ihre Entwicklung wäre unwarscheinlich.

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Würde die Abschaffung von Religionen die Menschheit vom Terror befreien?

Würde die Ausmerzung von Religionen die Menschheit vom Terror befreien?

Für einen Großteil der Menschheit scheint klar zu sein, dass Terror das Produkt von fanatischen Religionsanhängern ist. Dies erscheint logisch, wenn man die Tatsache bedenkt, dass ein Großteil der in der Vergangenheit begangenen Terroranschläge offiziell mit der jeweiligen Religion begründet und gerechtfertigt wurden. Osama bin Laden beispielsweise begründete den Flugzeuganschlag auf die Zwillingstürme in New York mit Zitaten aus dem Koran. Auch die betreffenden Selbstmordattentäter waren getrieben von dem Willen und der Hoffnung Allah zu dienen und dadurch im Paradies reich belohnt zu werden, so wird scheinbar klar, dass dieses Ereignis religiös motiviert gewesen sein muss. Aber über die Jahre überschlugen sich die Vermutungen darüber, ob die USA wirklich in der Position des Opfers stehen darf und kann. Immer mehr Fragen und Fakten kommen zum Vorschein. Insbesondere die Tatsache, dass die Al-Quaida (die Datenbank) eine von der USA und der CIA geschaffene und subventionierte Organisation, zur Bekämpfung der russischen Truppen in Afghanistan, war lässt zweifeln. Die Fragen und Zufälle überschlagen sich: Wie konnten Feuerwehrmänner in den brennenden Trümmern des Gebäudes einen völlig intakten Reisepass von einem der Terroristen bergen, wie konnte die gesamte Luftsicherheit stundenlang deaktiviert bleiben, wo doch klar war was vor sich ging? Fragen über Fragen, die keine Antworten finden. Doch auch die amerikanische Bevölkerung lernt, dass es nicht immer Religion ist, die für solche Ereignisse verantwortlich ist.

Es ist wahr, es gibt zahlreiche Fälle von religiösem Terror, wie zum Beispiel die spanische Inquisition. Diese dauerte zweieinhalb Jahrhunderte an und hatte die ethnische Säuberung zum Ziel.

Diese richtete sich jedoch nicht gegen Anhänger anderer Religionen, sondern gegen die jüdischen und muslimischen Konvertiten, die sich zum Christentum, teilweise unter Zwang. bekannt hatten. Sie wurden von ihren eigenen Mitbürgern für Verstöße, wie z.B.: Unbekehrtheit und Ketzerei angezeigt, da selbst auf das Nichtanzeigen eine Strafe verhängt wurde. Bigamie, Hexerei und Homosexualität wurden von der Kirche ebenfalls unter Strafe gestellt. Wenn der Beschuldigte nicht als, mit der Kirche versöhnbar erschien, wurde er verbrannt, so fand die spanische Inquisition viele Opfer des religiösem Terrors.

Wer schon einmal im Hamburg Dungeon gewesen ist, kann sich grade einmal den kleinsten Ansatz eines solchen Verfahrens vorstellen.

Betrachten wir nun auf der anderen Seite Francis Galton, Cousin von Charles Darwin, welcher den Meisten aus dem Biologieunterricht (Evolution, Darwin-Fink) bekannt sein sollte. Francis Galton war der Überzeugung das nach dem Model Darwins nicht nur der Stärkste überleben solle, sondern dass die Schwächsten der Gesellschaft durch Eugenik (Mit dem Ziel den Anteil positiv bewerteter Erbanlagen zu vergrößern und den negativ bewerteter Erbanlagen zu verringern) auszumerzen.

Adolf Hitler war ein erklärter Anhänger und Bewunderer dieser Theorie und wir wissen welche Ausmaße dieser rassistisch motivierte Terror, die Rassenreinheit zu sichern, auf die Menschheit hatte und noch heute hat.

Ein weiteres Beispiel für religionsfernen Terror bietet die Rote Armee Fraktion, welche zwischen den 1970er und 1990er Jahren zwischen 60 und 80 Mitgliedern in der Bundesrepublik Deutschland zählte. Diese Organisation war linksextremistisch und wurde vom Tod des Studenten Benno Ohnsorg, durch einen Polizisten auf einer Demonstration gegen den Besuch des Shahs von Persien, angetrieben.

Beweggründe und Ziele waren unter anderem die Distanzierung von der faschistischen Geschichte und Haltung ihrer Eltern, dem Vietnamkrieg und der Aufruf zum Klassenkamp.

Die Sprengstoffattentate, Entführungen und Banküberfälle forderten 34 Opfer, diese mussten jedoch nicht aus religiös-fanatischen Gründen sterben sondern aus Protest gegen die Politik. Dies rechtfertigt die Tat in keinster Weise, jedoch möchte ich anhand dieser Terrororganisation verdeutlichen, dass mit Ausmerzung der Religionen, welche viele Wissenschaftler und Experten für nötig halten, kein Garant für eine Terror befreite Welt ist.

Sam Harris, Neurowissenschaftler, schreibt in seinem Essay „Science must destroy religion“, dass erst wenn die Religionen abgeschafft wurden, „werden wir eine Chance haben, die tiefsten und gefährlichsten Brüche in unserer Welt zu heilen“.

Ich persönlich denke, dass Harris diesbezüglich falsch liegt.

Religionen, Politik und Ideologien unterschiedlichster Natur können den Menschen vereinen oder distanzieren, aber ob aus dieser Berührung ein Konflikt entsteht liegt bei den Menschen. Diese Entscheidung gegen die Akzeptanz und Toleranz des Anderen und dessen Glauben und Meinung trifft jeder Mensch für sich. Und im Lauf der Geschichte wurde uns leider all zu oft schmerzlich vor Augen geführt, dass diese Entscheidung viel zu oft negativ ausfällt und eben in Gewalt und Terror ausartet.

Diese Entscheidung trifft kein Gott für die seinen, das Wesen des Menschen und sein Hang zu Neid, Konflikten und Gier tut es.

Jedoch hängt die Entscheidung zum religiösen Terror meiner Meinung nach davon ab, wie integriert, akzeptiert und wertgeschätzt sich ein Mensch in einer Gesellschaft fühlt. Ein Mensch der sich seiner individuellen Anerkennung und Wertschätzung unsicher ist und sich nicht als Teil einer Gesellschaft fühlt, sucht nach einer die ihn so akzeptiert wie er ist und in der er sich zugehörig fühlt. Wir sehen dies an der Tatsache wie viele Jugendliche sich rechtsextremistischen Gruppen anschließen und Straftaten gegen „Ausländer“ begehen, ohne vorher je mit diesem in einen Konflikt geraten zu sein. Später bereuen sie diese Taten zu Tiefst und distanzieren sich von ihrer Gruppe.

Dieses Phänomen tritt momentan leider auch verstärkt bei der Gründung des Islamischen Staates auf. Viele teils religionsferne Menschen reisen nach Syrien, um sich einer Terrororganisation anzuschließen und an ihrer Seite zu kämpfen. Dabei denke ich nicht, dass es nicht auch muslimische Kämpfer gibt, jedoch glaube ich, dass Religion so wie sie praktiziert wird ein Produkt menschlicher Auslegung ist.

Man kann uralte Worte in unterschiedlichsten Kontexten auslegen wie man sie grade braucht, denn ich behaupte, dass auf dieser Welt kein Mensch existiert, der mit hundert prozentiger Sicherheit die gesamte Botschaft und Richtigkeit der jüdischen, muslimischen, christlichen, hinduistischen, etc. Schriften belegen oder erläutern kann.

Was dieser Welt fehlt ist nicht die Befreiung von der Religion, denn der Mensch braucht etwas an das er glauben kann, auch wenn es vielleicht der Glauben an das Nicht-Glauben ist.

Dieser Welt fehlt die Akzeptanz, sei es auf politischer, religiöser oder persönlicher Ebene.

Wir alle müssen lernen das Fremde, das „Andere“ zu akzeptieren um in einer Welt ohne Krieg zu leben. Wir müssen lernen Konflikten mit erhobenen Köpfer entgegen zu treten und sie beim Namen zu nennen. Wir müssen lernen nein zu Gewalt und Ungerechtigkeit zu sagen und dies anderen zu vermitteln. Wir müssen nein zu Diskriminierung und Rassismus sagen und vor allem müssen wir eins tun.

WIR MÜSSEN ANFANGEN!

http://www.visionjournal.de/visionmedia/article

de.wikipedia.org/wiki/Rote_Armee_Fraktion

http://de.wikipedia.org/wiki/Opfer_der_Roten_Armee_Fraktion

https://sieleben.wordpress.com/2011/05/28/osama-bin-laden-der-11-september-und-das-groste-marchen-des-20-jahrhunderts/

http://de.wikipedia.org/wiki/Eugenik

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Drohnenkrieg – chirurgische Präzision?

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Chirurgische Präzision“- 1 toter Terrorverdächtiger , contra 28 toten Zivilisten – Drohnenkrieg der USA in Pakistan

Ein Zischen, ein Knall – Schreie, Blut, Tränen. Ob die Menschen Angst haben? Natürlich haben sie Angst… Am meisten betrifft es die Kinder. Bei jedem Zischen zucken sie zusammen. Man sieht die Angst in ihren Augen. Angst vor den Taliban? Ja. Angst vor dem IS? Ja. Angst vor Selbstmordattentätern? Ja. Angst vor den Drohnen? Am allermeisten. In Pakistan wüten nicht nur Selbstmordattentäter, oder Steinzeitterroristen, nein auch die Drohnen der USA tun es. Laut einer der wenigen genauen Statistiken, bereitgestellt durch die Menschenrechtsorganisation „Reprieve“ kommen auf einen getöteten Terrorverdächtigen, 28 tote Zivilisten. Mitarbeiter der US-Regierung sprechen trotzdem von chirurgischer „Präzision“.

Seit mittlerweile mehr als 10 Jahren nutzen die Amerikaner Drohnenangriffe um unter anderem in Pakistan „gezielt“ vermeintliche Islamisten bzw. Terroristen zu eliminieren, sprich zu töten. Ob die Zielpersonen Terroristen sind, das bestimmen die Amerikaner selber. Normalerweise würde man lediglich von „Beschuldigten“ bzw. „Verdächtigen „ sprechen. Infos zu den Zielpersonen werden dabei meist direkt aus den Dörfern, mittels amerikanischen Ermittlern und Beamten, bezogen. Sprich, wenn ein Dorfbewohner erzählt, dass in seinem Nachbarhaus ein Terrorist sein Unwesen treibt, dann wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, eben dieses Haus, Ziel einer Drohne sein. Ob in diesem Haus noch weitere Personen leben und ob man mit hundertprozentiger Sicherheit sagen kann, dass der liebe Nachbar ein Terrorist ist, gerät hier zur Nebensache. Das wir hier von sehr fragwürdigen Methoden sprechen, sollte glaube ich jedem klar sein.

Richten wir nun gezielt den Blick nach Pakistan. Schon seit Jahrzehnten hat Pakistan mit innerländlichen Konflikten, zwischen verschieden Volksgruppen zu kämpfen. Ein fruchtbarer Nährboden für radikale Terrorgruppen wir Al – Qaida oder den IS. Das Pakistan ein Problem mit Fundamentalisten und terroristischen Anschlägen hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Um dieses Problem zu minimieren, schaltet sich schon 2003 die US- Regierung ein und verhandelte mit der pakistanischen Regierung über ein Programm, welches ermöglichen sollte, gezielt Terroristen und vor allem die Führungspersonen, die sich in Pakistan aufhalten zur Strecke zu bringen. Im Juni 2004 wird dann in Pakistan die erste Zielperson der USA getötet. Von Beginn an ist der Auslandgeheimdienst der USA, kurz „CIA“ (Central Intelligence Agency) für die Drohnenoperationen verantwortlich. Das Drohnenprogramm wird Anfang 2004, mit der pakistanischen Regierung in Islamabad beschlossen. Allerdings ahnt die pakistanische Regierung zu diesen Zeitpunkt noch nicht welche Ausmaße das Ganze nehmen sollte… Das Programm steht zuerst unter der Führung George W. Bush, seit 2009 steht es unter der, von Barack Obama. Das Töten von Zivilisten, oft auch Kindern, beginnt demnach mit Bush und wird nahtlos mit dem Friedensnobelpreisträger Obama fortgesetzt… Bin ich eigentlich der Einzige, der diese bittere Ironie spürt?

Genaue Statistiken bzw. Angaben über die bisher getöteten Zivilisten in Pakistan sind nicht zu finden. Im Prinzip kann niemand genaue Angaben zu der Zahl machen. Hier fällt auf, dass sowohl die pakistanische, als auch die amerikanische Regierung, kaum bis gar keine Angaben tätigen. Die Gesamtopferzahl in Pakistan zwischen Juni 2003 und Dezember 2013 liegt bei ca. 2300. Im März 2012 hält sich der UN-Beauftragte Ben Emmerson in Pakistan auf. Auf Nachfrage bei der Regierung bzw. dem Außenministerium wie viele tote Zivilisten den Drohnen bisher zum Opfer gefallen sind, wird zuerst eine Zahl von 400-600 angegeben. Ganz anderer Meinung sind unter anderem der Publizist Jürgen Todenhöfer, sowie das Londoner Büro gehen dagegen von deutlich mehr zivilen Opfern aus. Laut dem Londoner Büro sind es ca. 1000 bis Ende 2013. Darunter ca. ein Fünftel Kinder. Ich kriege Gänsehaut, wenn ich höre, dass so viele unschuldige Kinder, die noch ihr ganzes Leben vor sich haben, schon so früh ihr Leben lassen müssen. Alleine seit 2009 sind unter Obamas Führung mehr als 330 Drohnenangriffe ausgeführt worden. Die Dunkelziffer bei den Opfern den Opfern dieser Angriffe liegt wahrscheinlich deutlich höher. Wenn ich mir diese Zahlen so ansehe, stellt sich mir natürlich die ganze Zeit eine wichtige Frage… Was sagt der liebe Obama denn zu alledem?! Nun ja, sagen wir mal so, er hält sich bedeckt. In den wenigen Sätzen die er zu diesem Thema rausbekommt spricht er davon, dass diese Angriffe „präzise“ und natürlich „lange überlegt sind“. Wenn der Puls bei mir bis nicht eh schon bei 180 war, knackt er ganz sicher die 200, als ich lesen muss, dass der liebe Friedenengel allen Ernstes erzählt, dass es bei den Angriffen nur zu Begleitschäden kommt. Wenn man von Begleit-, oder auch Kollateralschäden spricht, dann heißt dies automatisch wenige zivile Opfer. Jedem Menschen, bei dem man auch nur ein Funken Hirnmasse im Schädel vorfinden kann, sollte klar sein, dass diese Aussage bei wahrscheinlich weit mehr als 1000 Toten Zivilisten und abertausenden Verletzen in ca. 11 Jahren, kompletter Humbug ist!. Solche Aussagen machen Obama für mich keinen Funken anständiger, als den Kriegstreiber George W. Bush. Ein kleiner Blick auf die pakistanische Regierung darf allerdings auch nicht fehlen. Die legt sich zwar immer wieder mit Obama oder dem US-Außenminister John Kerry an und hat es auch geschafft, dass die Amerikaner ihre Drohnenangriffe ein wenig Minimiert. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Bekämpfung radikal-islamischer Gruppen und vor allem die Tötung von den Führungspersonen dieser Gruppen eine höhere Priorität hat als Teile der Zivilbevölkerung vor dem Tod oder schlimmsten Verstümmelungen zu schützen. Ein toter Terrorverdächtiger ist also wichtiger als 28 Familien der getöteten Angehörigen. Manchmal fehlen einem einfach die Worte…

Egal wie viele Filme, Interviews oder Zeitungsartikel ich sehe, zu keiner Zeit kann ich auch diesem verflixten Drohnenprogramm irgendetwas Positives abgewinnen. Natürlich mag ich keine Terroristen, egal welcher Sorte. Doch wer gibt mir überhaupt die Gewissheit, dass diese Terrorverdächtigen überhaupt Terroristen sind?! Natürlich gibt es eindeutige Fälle, wo es klar ist, dass ein Terrorist „eliminiert“ wird. Doch diese klaren Fälle sind meiner Meinung nach immer noch gering. Und überhaupt, muss ich es gut finden das ein demokratisches Land wie die USA, Menschen einfach tötet, ohne das diesen ein Gerichtsverfahren zugestanden wird. Nein, sowas kann ich einfach nicht gutheißen. Schon gar nicht von einem demokratischen Land. Abgesehen davon, denke ich, dass eine gezielte Überwachung der Zielpersonen bzw. Verdächtigen in den meisten Fällen schlimmeres verhindern kann. Natürlich kann es auch bei solchen Überwachungen, immer wieder Rückschläge geben (siehe Überwachung der Islamisten in Paris), trotzdem halte ich diese Methode für deutlich humaner. Ich denke, dass man mit der Bombardierung von Terrorverdächtigen und gleichzeitigen, massenhaften töten von Zivilisten, ganz egal ob in Pakistan, oder beispielsweise Jemen, keine Probleme löst. Im Gegenteil, man verschärft sie nur! Tote Kinder oder Frauen, sind ein Nährboden für viel, viel Hass innerhalb der Bevölkerung eines betroffenen Landes. Und was entsteht unter anderem aus Hass, vielleicht sogar blinden Hass? Richtig, radikale Ansichten und damit wiederum fruchtbarer Nährboden für die Rekrutierung neuer Mitglieder, für verschiedenste Terrorgruppen! Ich stelle mir einen jungen Mann vor, nennen wir ihn Kemal. Kemal ist 18 Jahre alt und hat bei einem Drohnenangriff seine Eltern verloren. Sein Haus wurde auch zerstört. Geschwister hat er nicht. Seine engsten Bezugspersonen von den Amerikanern getötet. Nun kommt ein Islamist in sein Dorf und spricht mit Kemal. Was glaubt ihr wie einfach es sein wird, diesen jungen Menschen, der gerade quasi alles in seinem Leben verloren hat, davon zu überzeugen unter anderem gegen das Land, welches für den Tod seiner Eltern verantwortlich ist, zu kämpfen. Dies kann nicht das Ziel der USA und auch von keinem anderen Land sein, wenn es sich zur Aufgabe macht, Terrorismus zu bekämpfen.

Für mich ist klar, dieser Drohnenkrieg ist absolut falsch, völkerrechtlich äußerst fragwürdig (Töten ohne zivilen Prozess) und menschenverachtend. Kein einziger toter Terrorist ist es wert, wenn dafür zigtausende unschuldige Menschen sterben! Ich kann diesem Projekt nicht einen Funken Positives abgewinnen und werde dies auch niemals tun!

Quellen: https://www.google.de/search?q=drohnenkrieg+usa+in+pakistan&biw=1024&bih=606&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=s6MJVd2YOozsO-qhgcAL&ved=0CAgQ_AUoAw#tbm=isch&q=drohnenangriff

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-10/drohnen-usa-pakistan-emmerson

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-07/geheimpapier-drohnen-angriffe-pakistan-zivilisten-kinder

http://www.tagesspiegel.de/politik/us-drohnenangriffe-in-pakistan-der-ungleiche-kampf/8970772.html

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ISIS von innen

Eingereicht per Mail von J.H.

Isis von innen

Ihre Hinrichtungen sind brutal, schonungslos und sollen ihren Feinden das fürchten lehren.

Der Außenwelt präsentieren sie gerne ihre Stärke und den unerschütterlichen glauben daran einen Gottesstaat zu errichten. Doch wie gelingt es einer Terrororganisation ein so großes Gebiet halten zu können, ohne dass die dort lebenden Bewohner in Scharen fliehen.
Können Terroristen einen Staat überhaupt finanzieren und zu dem noch führen ?

Es war eine Eroberung von nur wenigen Tagen. Mossul, die zweit größte Stadt Iraks fällt in die Hände der Dschihadisten und bildet so den Grundstein des weitreichenden einnehmen weiterer Gebiete. Denn was sich in dieser Stadt verbarg ist ein Waffenreservoir mit einem Wert von rund 3 Milliarden Euro.

Was folgte ist die Unterwerfung weiter Gebiete die sich bei weitem nicht mit einer solchen militärischen Präsenz messen können.

Was folgte war die Einführung der Scharia, die mit äußerster Brutalität durchgesetzt wurde. So konnte sich die Terrororganisation sicher sein, dass sich innerhalb des Volkes kein Wiederstand bilden kann. Zu groß ist die Angst um das eigene Leben und das der Familie.

Mit bloßer Angst kann jedoch kein Volk ernährt werden. Hierbei Bedient sich die Terrorgruppe der Zentralbank in Mossul die im Besitz von 200Kg Gold ist und zusätzlich einen Reichtum von geschätzten 450 Millionen Dollar besitzt. Ein weiteres Finanzieren der militärischen Streitmacht war nun möglich. Doch das große Ziel ist nicht das Geld, sondern das Land an sich. Irak ist ein Land, dass unfassbar reich an Bodenschätzen ist. Neben den Vielen Ölfeldern die Täglich einen Umsatz von 500 Tsd. – bis 1 Mio machen, hat das bisher eingenommene Gebiet den 2. Größten Phosphatanteil der Welt.
Zu dem hat die Terrorgruppe einen Großteil der Kornfelder für sich beanspruchen können und Zeitweise auch einen Staudamm, wodurch sie den Menschen ihres Eroberten Gebietes zeigen konnten, dass gegen Hunger gesorgt ist.
Mit all diesen Ressourcen macht sich die Organisation Unabhängig und ist nicht auf äußere Einflüsse Angewiesen.

Da für das nötige Essen und ein recht ansehnliches Einkommen gesorgt worden ist, gilt es nun das Volk von seiner Sache zu überzeugen. Hierbei bedient sich die Isis einiger Anhänger in Führungspositionen die sich unter anderem um die Polizei, innerer Sicherheit, Kontrolle der Banken und auch der Medien kümmern. Die Medien sind hier besonders im Fokus. Sie wollen das Volk dazu bewegen zurück in das goldene Zeitalter des Islams zurückzukehren. Krisen und Armut bilden eine Stimmung der Unzufriedenheit und eben diese wird ausgenutzt um das Volk zu ihrer Meinung zu bekehren.

Das Ergebnis ist ein Konstrukt mehrerer Ebenen die das Volk zu Reichtum bringen sollen und mit Propaganda dem sowohl inneren, als auch äußeren Kreis eine Festigkeit ihres Gottesstaats zeigen.

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Welche Auswirkung hat der islamistische Terror auf die westliche Gesellschaft?

Eingereicht von A.N. per Mail

Seit Monaten nimmt die Terrorherrschaft der IS kein Ende und versetzt die ganze Welt durch ihre Ideologie und ihren grausamen Taten in Angst und Furcht. Doch die westliche Welt lässt dies nicht auf sich sitzen und geht Hand in Hand, wie in der Demonstration in Paris zu sehen war gegen den Islamistischen Terror vor. Jedoch ist eine Steigerung des Islam Hasses zu Beobachten, welche sich zumeist gegen die Falschen in der Gesellschaft wendet. Muslime in Europa müssen mehrere Attacken seitens der Islamfeinde erleiden und zukünftig vielleicht sogar eine Einschränkung ihrer Religionsfreiheit, durch ein sogenanntes “Islamgesetz“ wie es schon in Österreich der Fall ist, in Betracht ziehen. Doch was sind denn die Gründe der Steigerung des Islamfeindlichkeit in Europa und auf der ganzen Welt? Kann überhaupt von einer Steigerung des Islam Hasses gesprochen werden und wenn ja warum ?. Wer trägt die Schuld an einer Steigenden Islamophobie in der Westlichen Gesellschaft und wie oder von wem kann erreicht werden, dass diese vermindert wird?

Zunächst einmal muss man sich klar machen, dass die Islamfeindlichkeit kein neues Thema von Heute ist, denn der herabwürdigende Blick auf die Muslime fand seinen Beginn schon am 11.September 2001 durch den Anschlag der Al -Qaida auf die Zwillingstürme in den USA. Das heißt ab diesem Zeitpunkt begann eine negative Pauschalisierung der Muslime, die von da an oft als Terroristen bezeichnet wurden. Friedliche Muslime, die kein Problem damit haben mit Menschen zusammenzuleben, die nicht ihrer Religion angehören, wurden aufgrund solcher Anschläge in den selben Topf mit den Terroristen geworfen. Diese Art von Reaktion bringt viele Probleme mit sich. Fraglich ist, ob dies gerechtfertigt ist und was geschehen muss um ein besseres und friedlicheres zusammenleben mit den Muslimen in der Gesellschaft zu erreichen, sodass in der Zukunft Gewalttaten gegen Muslime vermindert werden können.

Auf der einen Seite muss man versuchen die Menschen zu verstehen, die wirklich Angst vor den Muslimen haben, denn schließlich sehen sie leider des öfteren schlechte Taten von den vermeintlichen Muslimen b.z.w. den Terroristen in den Medien, welche meist sehr undifferenziert und nicht präzise genug über Themen wie den Islamistischen Terror berichten und somit Angst und Hass gegenüber dem Islam und den Muslimen in der Gesellschaft hervorrufen. Dies ist auch mit eins der meisten Ursachen dafür, dass ein schlechtes Bild in den Köpfen der Menschen gegenüber den Muslimen entsteht. Gefährlich werden diese falschen Erkenntnisse der Menschen über den Islam und die Muslime, wenn diese keinen Kontakt zu Muslimen oder zu Menschen haben, die sich mit dem Islam auseinandergesetzt haben, welche die Menschen über die falschen oder missverstandenen Informationen aufklären könnten. Denn sonst setzen die Menschen den Terror – Islam, welchen sie in den Nachrichten mitbekommen oftmals mit dem eigentlichen Islam gleich.

Durch Pegida Demonstrationen, wie die am 15.12.2014, wo ungefähr 15.000 Menschen in Dresden eine Anti-Islam Demo durchgeführt haben, lässt sich genau das Phänomen erkennen wovor ich zuvor schon gewarnt hatte. Denn hierbei handelt es sich meist um Gruppierungen die keinen besonders nahen Kontakt zu Muslimen haben und sich von ihren Vorurteilen gegenüber Muslimen leiten lassen.

Zudem ist eine Steigerung der Islamfeindlichen Übergriffe zu beobachten. Seit dem terroristischem Anschlag von IS Anhängern auf die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ in Paris am 7.1.2015 wurden Moscheen in den Städten  Le Mans , Part-La-Nouvelle und Villefranche-sur-Saone attackiert, welche zumeist sehr grausam waren. Ein weiterer Übergriff auf Muslime fand auch am 11.2.2015 in Amerika in North Carolina statt. Hierbei wurden 3 Muslime jeweils durch einen Kopfschuss von einem 46 Jahre altem Mann hingerichtet.

Genau solche Übergriffe sind Zeugnis dafür, was der islamistische Terror in der Gesellschaft hervorruft. Und zwar sorgt dieser für ein schlechtes Bild des Islam und meist sind es auch die friedfertigen Muslime, die für den Ausgeübten Terror bürgen muss.

Um in der Zukunft solche Übergriffe und die Islamfeindlichkeit zu vermindern, ist es von großer Bedeutung, dass Islamische Gemeinden sich zusammen schließen und z.B. mit den jeweiligen Bundesländern gemeinsame Arbeit leisten sollten. Ein sehr passendes Beispiel ist der Staatsvertrag der Schura mit dem Bundesland Hamburg. Die Schura ist ein Zusammenschluss aus mehreren islamischen Gemeinden, welcher seit dem Juli 1999 existiert. Der Staatsvertrag verhilft den Muslimen eine Aktivere Rolle in der Gesellschaft einzunehmen und durch die Kooperation der Stadt können auch in Zukunft Projekte geplant werden die größere Einwirkung auf die Gesellschaft haben könnten.

Fazit :

Letztendlich ist anzumerken, dass seit dem Auftreten des Islamischen Staats (IS) die Islamfeindlichkeit sowie die Islamophobie in der westlichen Gesellschaft bemerkenswert gestiegen ist. Zeichen dafür sind mehrere Anti-Islam Demonstrationen der Pegida, sowie die immer steigende Anzahl der Übergriffe an islamische Einrichtungen. Schuld an dieser sind mitunter auch die Medien, dadurch dass sie meist nicht differenziert genug über Sachverhalte, wie den islamistische Terror berichten und somit gewisse Missverständnisse und Vorurteile bei den Menschen hervorrufen können. Um die weitere Steigerung der Islamophobie in der westlichen Gesellschaft zu verhindern, ist es erforderlich das islamische Organisationen und der Staat miteinander Arbeiten und gemeinsame Projekte und Veranstaltungen hervorbringen, die für eine bessere Aufklärung des Islams in der Gesellschaft sorgen. Dadurch könnten Missverständnisse und Vorurteile frühzeitig aufgeklärt werden, sodass diese nicht ausarten und sich zu einer Islamfeindlichkeit entwickeln.

Quellenverzeichniss

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2014/09/504699/11-september-2001-muslime-sind-die-hauptleidtragenden-dieser-schrecklichen-ereignisse/

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/pegida-demonstration-in-dresden-wir-sind-alle-rechts-na-und/11121312.html

http://mediendienst-integration.de/artikel/wann-fuehrt-islamophobie-zu-hasskriminalitaet-borell.html

http://www.harunyahya.de/de/Artikel/181471/die-hauptursache-der-islamophobie

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-01/schweden-dritter-anschlag-moschee

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Wie entstand die ISIS und welche Expansionsgedanken verfolgen sie?

Von heute auf Morgen entsteht eine neue Terrorgruppe namens ISIS. Sie sind die Nachfolger der Terrorgruppe Al-Qaida. Nicht mal ein Bruchteil der Öffentlichkeit konnte was mit der ISIS anfangen, doch das hat sich seit Sommer 2014 radikal geändert. ISIS hat ein gerichtetes Ziel. Sie versuchen alles, um ihre Kaltblütigkeit den Menschen zu zeigen. Ihre größte Quelle, um sich zu präsentieren ist das Internet. Die ISIS posten Videos wie sie Menschen anderer Meinung verbrennen und erschießen.

Durch ihre skrupellosen Attentate und ihre Unmenschlichkeit ist die ganze Welt erschrocken und entsetzt.

Die ISIS entstand während der US-Invasion im Irak mit dem Ziel die amerikanischen Besatzungstruppen zu bekämpfen, sie ist seit ca. 10 Jahren eine der bedeutendsten Truppen im Irak. In dieser Zeit trug sie verschiedene Namen wie ,, Al-Qaida im Irak“ und ,,Islamischer Staat Irak“. Als die Revolution in Syrien begann, schickte die ISIS einige Kämpfer nach Syrien, um sich gegen das Regime zu stellen.

In Syrien entstanden viele Rebellengruppen, die gegen das Regime kämpfen. Im Januar 2012 wurde unter Unterstützung von dem ISIS Führer ,,Al-Baghdadi“ die Nusra Front ,, Jabhatu-Nusra“ deren Führer Abu Muhammed al-Joulani, gegründet. Jedoch dauerte die Kooperation von ISIS mit der Nusra Front nicht lange, im April 2013 gab Al-Baghdadi in einer Audionachricht bekannt, dass er nicht mehr mit der Nusra Front kooperiere. Al-Baghdadi nannte seine neue erweiterte Gruppe ,, Islamischer Staat im Irak und Syrien“. Innerhalb weniger Tage lehnte Abu Muhammad Al-Joulani, der Leiter der Jabhat al-Nusra, al-Baghdadis Vorschlag ab mit der Begründung er wolle den Jihad in der ganzen Welt vertreten und nicht nur in Syrien und Irak wie AL-Baghdadi. Als Reaktion auf diese Ablehnung begann die ISIS, die von der Jabhatu al-Nusra kontrollierte Gebiete zu übernehmen. Die spontane Planänderung der ISIS warf die Frage auf, ob sie infiltriert sei. Die syrische Regierung versuchte Einfluss auf ISIS zu nehmen als diese gegen die amerikanische Invasion im Irak kämpfte, diesbezüglich sagte der amerikanische Verteidigungsminister im Jahre 2006, dass Syrien stelle einigen irakischen Aufständischen weiterhin sichere Häfen, Grenzdurchgänge und begrenzte logistische Unterstützung zur Verfügung. Da die ISIS aber Kämpfer nach Syrien schickte, um gegen das Regime zu kämpfen, entfällt die Behauptung, sie ist von der syrischen Regierung infiltriert.

Was sind die Pläne der ISIS und wie realistisch sind diese?

In sieben Stufen will die Terrorgruppe die „Weltherrschaft“ erreichen – und zwar bis 2020

ISIS übernimmt die Pläne der damaligen Terrorgruppe Al-Qaida. Die Welt Eroberung ist in sieben Phasen aufgeteilt. Phase 1 ist die „Phase des Erwachens“ das geschah am 11. September 2001. Dieses Attentat sollte die Welt aufwecken. In der 2. Phase geht es darum die Augen der Menschen zu öffnen. Das Ziel ist es gegen dem Feind in den Krieg zu ziehen. Die 3. Phase ist die Phase „des Auferstehens und Auf-zwei-Beine-Stellens“ sollen sich die kämpfenden Kader bereitmachen. Ein Großteil von ihnen ist in der Basis dem Irak. Von dort aus soll der Kampf nach Syrien ausgeweitet werden. Im Jahre 2011 soll die Phase „des Umsturzes“ beginnen. Es sollen Angriffe auf Erdölanlagen stattfinden, um die verhassten arabischen Regime zu stürzen. In dieser Phase sollen es auch einige Cyber Attacken geben, damit wollen die Dschihadisten die vierte Phase vollenden. Dies war bei der Al Qaida nicht der Fall war. 2014 beginnt die „Phase des Kalifats“ Ein Islamischer Stadt soll gegründet werden. Und somit ist Al-Bagdadi im Jahre 2014 der Nachfolger von Hussein geworden. Daraus resultiert das er der Chef des Terrormilize „ISIS“ geworden ist.

Die sechste Phase ist die Phase wo die „Islamische Armee“ gegen alle ungläubigen kämpfen.

Die siebte und somit die letzte Phase ist es bis 2020 mit mehr als eine Milliarde Muslime in die Schlacht zu ziehen und somit die Welt erobern.

Die Pläne der damaligen al-Qaida und jetzigen ISIS sind meiner Meinung nach nicht realistisch, da sie nicht die Macht haben, so viele Anhänger für sich zu gewinnen. Und wenn das der Fall wäre, würden die Groß Mächte wie Amerika, Russland, China usw agieren. Gegen die Weltmächte würden sie  keine Chance haben, da sie nicht die modernsten Waffen und Technik besitzen.Die Terroristen sind auch nicht in der Lage selber Waffen zu produzieren.

von: Habib

http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/21076-Amerikaner-Entstehung-des—Terrors-verantwortlich.html

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Irak1/is-herkunft.html

http://www.bpb.de/politik/extremismus/islamismus/190499/der-islamische-staat-im-irak-und-syrien-isis.

Das Buch „Bruno Schirra ISIS-Der Globale Dschihad“

http://www.bild.de/politik/ausland/al-qaida/isis-und-al-qaida-planen-weltherrschaft-38251546.bild.html

 

 

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Barack Obama schuld am Aufstieg der ISIS?

Eine neue Verschwörungstheorie:

Ist Barack Obama schuld am Aufstieg der ISIS?

Barack Obama ging als erster schwarzer Präsident in die Geschichte ein. In seiner Laufbahn hat er die allgemeine Krankenversicherung „Obamacare“ eingeführt, auch wenn es gespaltene Meinungen in der amerikanischen Gesellschaft darüber gab. Den jahrelangen Krieg gegen die Terrorgruppe Al Qaida beendete Obama mit dem Tod des Terror-Oberhaupts Osama bin Laden. Nach dem Sieg der zerschlagenen Al Qaida ließ der Präsident Amerikas nahezu alle Soldaten wieder nach Hause fliegen, trotz der instabilen Situation. Das Abrücken der Soldaten hat Raum für eine neue Macht geschaffen, der ISIS. Die ISIS, oder auch „Islamischer Staat in Irak und Syrien“, sah das Machtvakuum, und nutzte die Gelegenheit.
Diese neue Terrorgruppe zeichnet sich durch ihre enorme Brutalität aus. Im laufe der letzten Monate sind mehrere entsetzende Videos von Exektutionen erschienen, unter den Opfern zählen amerikanische und britische Journalisten. Sie stellen eine Gefahr für die ganze Welt dar.

Wie konnte es so weit kommen? Warum hat Obama die Truppen zurückkehren lassen, wenn nicht alle Gefahren ausgemerzt worden sind? In wiefern ist Obama schuld? Warum lehnt er jeden Vorschlag zum Einsatz von Bodentruppen ab?

Doch zuerst, was genau will die ISIS erreichen? Welche Ziele haben sie?

Ein Ziel der Gruppe ist es, einen islamistischen Gottesstaat aufzubauen. Ein Staat, in dem ihre, und nur ihre Vision der Staatsführung erlaubt ist. Dieben sollen im Handumdrehen besagtes abgehackt werden, Frauen dürften nahezu nie das Haus verlassen, und einige weitere Einschränkungen wie der komplette Verzicht auf Alkohol etc.

Langfristig will ISIS einen Dschihad gegen den westlichen Einfluss im Nahen Osten führen, Israel zerstören und zum Kern eines weltweiten islamischen Reiches werden. Die Gruppe ist entschlossen, ihre totalitäre islamistische Ideologie über alle Muslime zu verhängen; Abtrünnige zu töten (so werden von ISIS alle Musilme definiert, die ihre Version des Islam nicht anerkennen) und alle Nicht-Muslime zu unterjochen.“

(Quelle: merkur-online.de)

Eine solch mächtige Terrormiliz muss sicherlich Einkommen haben. Laut dem Autor Joe Kirkland sollen sie bis zu zwei Milliarden Dollar besitzen. Eine erschreckende Summe. Ca. 429 Millionen Dollar sollen sie allein aus der irakischen Stadt Mossul erhalten haben, nachdem sie die Zentralbank geplündert haben. Weitere Quellen wären zum Beispiel der Verkauf von Gas und Öl aus den eingenommenen Gebieten, sowie Strom aus Kraftwerken.

Mit diesen Mitteln hat es ISIS geschafft, die reichste Terrorgruppe der Welt zu werden.

Nur mit dem Abrücken der amerikanischen Soldaten konnte der Keim namens ISIS gedeihen. Doch warum kämpft Obama nicht weiter? Wenn sogar in seinen eigenen Kreisen vom Einsatz von Bodenkräften gesprochen wird, ja sogar als unumgänglich gehalten wird, warum verlässt sich der Präsident auf Drohnen? Unschuldige Zivilisten kommen ums Leben, und die, die überleben, verlieren oft ihr Zuhause.

Kritik wird zum Beispiel von Hillary Clinton ausgeübt. In einem Gespräch mit „The Atlantic“, einer US-Zeitschrift, packt Clinton aus. Sie sagt, dass Obama viel zu weich rangeht. Er müsse entschlossener an die Sache rangehen. Link zum Interview in den Quellen.

Nun, kann man Obama jegliche Schuld zuweisen?

Ich denke, dass Barack Obama die Situation unterschätzt hat, und dadurch falsche Entscheidungen getroffen hat. Durch diese Fehlentscheidungen gelang es der ISIS zur der Terrorgruppe zu werden, die sie heute ist. Obama ist für mich nur zum Teil schuld, aber wenn er langsam nicht mehr tut, gerät die Situation außer Kontrolle.

Quellen:

Interview mit Hillary Clinton

http://www.theatlantic.com/international/archive/2014/08/hillary-clinton-failure-to-help-syrian-rebels-led-to-the-rise-of-isis/375832/

http://www.merkur-online.de/politik/isis-islamischer-staat-is-terrormiliz-das-will-die-terror-organisation-meta-4120065.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/irak-obama-zieht-truppen-noch-2011-ab-11501223.html

http://time.com/3704903/obama-aumf-isis-syria/

http://www.presidential-power.org/presidencies-timelines/barack-obama-presidency-timeline.htm

http://www.msnbc.com/msnbc/obama-aumf-isis-war

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Inwiefern zerstört der Überwachungsstaat die Privatsphäre und die Intimität des deutschen Volkes?

Inwiefern zerstört der Überwachungsstaat die Privatsphäre und die Intimität des deutschen Volkes?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen muss man zunächst mal genau wissen was genau ein Überwachungsstaat ist und was ihn ausmacht. Ein Überwachungsstaat spioniert seine Bürger legal aus um Sicherheit zu gewährleisten und Verbrechen Weiterlesen

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Das öffentlich rechtliche Propaganda Instrument

In wieweit unterstützen unsere Medien die Ziele der Terroristen?

Ja, es ist schrecklich, was mit den Redakteuren des französischen Satiremagazin „Charlie Hebdo“ geschehen ist. Sie wurden von Personen ermordet, die behaupteten, dass dieses Magazin ihren „Gott“ beleidigt hätte. Durch diese Tat stellten sie allerdings auch eines unter Beweis – dass sie ihre Ziele sogar mit Hilfe unserer doch so vertrauenswürdigen, mit öffentlichen Geldern finanzierten Medien erreichen. Denn Terroristen werden wohl kaum ihre Hauptaufgabe darin sehen, Menschen zu töten. Sie wollen mit diesen Taten etwas erreichen. Fragt sich nun – was wollen die Terroristen mit diesen Attentaten erreichen und inwiefern unterstützen die Medien, die wir beispielsweise durch die Rundfunkgebühren finanzieren, diese Ziele?
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Wie kann die NATO dazu beitragen die ISIS in Nahen Osten zu schwächen?

Überall auf der Welt scheinen verschiedene Organisationen und Bündnisse für Sicherheit zu sorgen. Besonders seid dem Terroranschlag am 11. September 2001, stehen Terroristen unter spezieller Beobachtung und die Vorgehensweise gegen diese hat sich drastisch geändert bzw. gestärkt. Jedoch hat nun eine Terrororganisation ,namens ISIS, die Oberhand in einigen Städten des Nahen Osten errungen und wird von mal zu mal stärker bzw. größer. Menschen die im nahen Osten leben werden somit täglich einem Risiko ausgesetzt. Die Streitkräfte können dem Angriff meist nicht standhalten und werden überrannt. Diese Geschehen sind seid längeren bekannt und einige Organisationen wurden darauf aufmerksam. Dazu gehört auch die NATO. Aber kann die NATO überhaupt etwas gegen den islamitischen Terrorismus ausrichten? Verfügt die NATO über die nötigen Mittel um den Terror zu dezimieren?

 

Was ist die NATO eigentlich?

 

Die NATO ist eine Art Pakt in welchem sich alle Länder, die sich diesem anschließen, sich dabei verpflichten den Verbündeten in kritischen Situation( Krieg etc.) Hilfe zu gewährleisten. Gleichzeitig sorgt diese Organisation für den Weltfrieden und bemüht sich diesen zu erhalten. Dadurch, dass so viele Länder ( 28 Länder ) Mitglied dieser Organisation sind, ist deren Streitkraft demnach immens, wobei das Kapital proportional dazu ebenfalls groß ist.

 

Wie schon erwähnt, sind die Streitkräfte im Nahen Osten denen der ISIS teils nicht gewachsen und benötigen dringend Unterstützung. Somit könnte die NATO ihren Beitrag dazu leisten, indem sie die Truppen mit Munition und Ausrüstung versorgen damit die Truppen dort besser ausgestattet sind und somit besseren Widerstand leisten können. Zusätzlich sollten erfahrene Soldaten dort hingeschickt werden, welche die Truppen im Nahen Osten fachgemäß unterrichten bzw. ausbilden. Somit wären die Bewohner der Stadt sowohl als auch die Soldaten einem geringeren Risiko ausgesetzt und die Chancen auf einen Erfolg würden steigen. Der gewaltige Anstieg der Ausrüstung könnte die ISIS Kämpfer vielleicht sogar verunsichern.

 

Besonders effektiv oder eher ein Risikofaktor für sich?

 

Die USA ( Mitglied der NATO) hat in der Vergangenheit eher zur „einfachen“ Variante gegriffen und hat versucht die ISIS durch Luftangriffe zu attackieren. Generell lässt sich das sagen, dass Luftangriffe möglichst viele Ziele mit einem Angriff vernichten. Jedoch sollten Luftangriffe nur teils und nicht innerhalb einer bewohnten Stadt ausgeführt werden, da durch diese Art von Angriff auch unschuldige Menschen sterben oder auch zerfallende Gebäude Zivilisten verletzen könnten. Aus dem Flugzeug aus lässt sich nicht genau sagen ob Zivilisten am Zielort untergebracht wurden oder nicht. Somit ist diese Variante eher riskant und nur bei vollster Sicherheit besonders effektiv.

 

Der Terrorismus hat viele Anhänger, aber aus welchen Gründen schließen Menschen sich dem Terrorismus an und wie kann man dagegen vorgehen?

 

Die Menschen im Nahen Osten verdienen größtenteils nur sehr wenig Geld. Dadurch, dass ihre finanziellen Mittel knapp sind, sind sie sich für nichts zu schade und sind bereit jede Arbeit zu verrichten. Gerade deswegen kommt ihnen das Angebot der Terroristen vollkommen entgegen. Sie erledigen Aufträge und verdienen dadurch sehr viel und „einfach“ Geld wodurch sie ihre Familie ernähren können. Basierend auf diesem Fakt sollte die NATO meiner Meinung nach eine Art Fond integrieren. In diesen sollen dann die Mitglieder Geldpakete schnüren und Familien bzw. Städte im Nahen Osten mit ausreichend Geld versorgen. Dabei ist jedoch auch Vorsicht geboten, da die Terroristen ebenfalls an das Geld kommen könnten und somit ihre Truppen verstärken. Die Infrastruktur und das Bildungsniveau sollten auch von den Geldpaketen profitieren. Denn durch erhöhte Bildungsmöglichkeiten haben Einwohner nun die Chance einen Beruf zu erlernen der ihnen Spaß macht und zugleich viel Geld bietet. Dadurch wird auch verhindert das Hass bzw. Neid gegenüber den anderen Kontinenten entsteht und somit keine potentielle Terroristen entstehen. Zusätzlich nutzen die Terroristen den Glauben ihrer Opfer aus um sie als Soldat zu gewinnen. Wahrscheinlich gibt es auch Menschen die dazu gezwungen werden sich ihnen anzuschließen, da sie sonst getötet werden.

 

Um die ISIS zu schwächen muss auch deren Geldquelle ausgetrocknet werden. Aber ist dies möglich?

 

Laut Quellen soll die ISIS ihr Geld größten Teils aus den Ölfeldern beziehen. Sie stürmen Städte und deren Ölfelder und nehmen diese ein. Das Öl verkaufen sie dann und finanzieren sich so ihre Ausrüstung. Die NATO könnte Truppen zu den Ölfeldern schicken und diese unter besonderer Berücksichtigung bewachen um es den ISIS Truppen zu erschweren, eine nächste Geldquelle an sich zu reißen. Somit könnten sie ihren Standart, was die Ausrüstung betrifft, nicht mehr aufrecht halten und würde sie massiv schwächen und sie vielleicht zum Rückzug schwingen.

 

Schlussendlich würde ich gerne hinzufügen, dass meine Vorschläge auf Theorien basieren und somit nicht den ideal Fall widerspiegeln. Kommen wir jedoch zur Frage zurück.

 

Kann die NATO die ISIS im Nahen Osten überhaupt dezimieren?Vielleicht

 

Denn die Geldpakete wie auch die Ausrüstung könnten von Söldnern der ISIS ausgenutzt werden. Somit würde eine neue potentielle Geldquelle entstehen und dadurch die ISIS wiederum stärken, als zu schwächen. Ein raffiniertes System müsste die Geldverteilung überwachen und verhindern, dass Verbündete der ISIS an diese kommen. Des weiteren würde eine zusätzliche Hilfe vom Ausland den Kämpfen im Nahen Osten eine große Hilfe sein. Sie könnten sich ausruhen und würden gleichzeitig einer Lehre unterzogen wodurch sie eine höhere Überlebenschance haben. Leider lässt sich nicht genau sagen aus welchem Grund die ISIS so viele Anhänger hat. Somit bietet dieser Aspekt keine große Angriffsfläche. Leider weiß man nicht wie viele Anhänger die ISIS tatsächlich hat, wodurch deren Stärke nicht genau definiert werden kann.

 

Die genannten Vorschläge hören sich in erster Linie gut und simpel an, jedoch beinhalten diese auch eine Kehrseite und könnten  somit das gewünschten Ziel eher verfäschen und vielleicht sogar zum Gegenteil führen. Deshalb beantworte ich diese Frage mit einem stumpfen Vielleicht.

 

 

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/die-nato-und-libyen-von-der-wirklichkeit-kalt-erwischt-1610260.html

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/nato-gipfel-obama-ueber-is-terror-irak-syrien-den-nahen-osten-a-990148.html

 

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-09/is-irak-kerry-buendnis

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Welche Motivation steckt eigentlich hinter dem islamistischen Terrorismus(ISIS)?!

Welche Motivation steckt eigentlich hinter dem islamistischen Terrorismus(ISIS)?!

 

Wir kennen es vermutlich alle, jeden Tag wird von Anschlägen berichtet die in der Welt passieren, seien es Übergriffe auf unschuldige Menschen in Kriegsgebieten, oder Bombenanschläge in islamistischen Staaten. Die Frage die sich daraus stellen würde wäre vermutlich:

 

,,Warum tun diese Menschen das?!’’

 

Eine definitiv sehr verständliche Frage, Anschläge wie die es oft in Syrien passieren sind moralisch fragwürdig und gehören untersucht und analysiert.

 

Würde man einen ISIS-Soldaten fragen: ,,Wieso tötet ihr unschuldige Menschen? ’’.

Wäre die Antwort höchst wahrscheinlich: ,,Für Allah und den siebten Himmel’’

 

Die Antwort wäre auf den ersten Blick verwirrend, jedoch genauer betrachtet nicht so falsch denn nach der Auffassung des Korans, ist das sterben für Gott im Krieg eine gute Tat und gibt die Menschen das Paradies wenn man Ihm den Herren Gefallen tut.

 

„Und setze dich mit aller Kraft dafür ein („dschihad“), dass Gott Gefallen an dir findet, so intensiv, wie es nur geht, und wie es Ihm gebührt. Er hat euch erwählt und euch keine Härte in Glaubensangelegenheiten auferlegt; folgt dem Bekenntnis eures Vaters Abraham.“ (22:78)

(Zitat aus http://www.islam-info.ch/de/Dschihad.htm)

 

Ist es nicht fragwürdig unschuldige Menschen umzubringen nur aus reiner Glaubenssache und einer Religion? Die ISIS verfolgt das Ziel einen islamischen Staat zu errichten, dies im Iran und neuerdings in Syrien. Im Anschein betrachtet sind es eigentlich politisch und gesellschaftliche Ziele und keine religiösen Ziele für das Paradies.

Hunderte von Menschen mussten wegen der Terrororganisation ihr Leben lassen, weil sie nicht der Norm der ISIS entsprachen. Trotz gleicher Hautfarbe und Religion, gab es für diese Menschen einfach keine Gnade. Folglich bekommt diese Organisation auch viele Anhänger die ihre Familie und deren Besitzgüter zurück zu lassen nur um in den Krieg zu ziehen. Ist es das verlockende Versprechen das Paradies mit den Jungfrauen zu erreichen, was junge Muslime dazu ermutigt im Krieg zu sterben? Sind diese Anhänger sich überhaupt im Klaren das sie im Krieg für politische Zwecke sterben werden? Vermutlich nicht, denn jeder Mensch mit Verstand sollte wissen das , das Verbrennen von Menschen die noch leben moralisch gesehen , inakzeptabel und krank ist.

Nun könnte man eigentlich heraus ableiten das, die Anhänger dieser Organisationen und den Dschihad folgen eigentlich nur psychisch krank und labil sind. Worauf man folgend sagen könnte , dass hinter all dieser grausamen Taten gar keine Motivation steckt, sondern diese einfach aus subjektiven und emotionalen Hintergedanken getätigt werden.

Was ist aber nun die Wahrheit? Welche Motivation verbirgt sich nun dahinter, einer Terrororganisation zu folgen und Menschen umzubringen die den Tod moralisch gesehen nicht verdient hätten? Hat es religiöse Motive, politische Motive oder ist es einfach der Wahnsinn der den Menschen verrückt macht?

Was sind es eigentlich für Menschen die dies tun, Recherchen haben ergeben das es manchmal Schüler, Bürger aus der Mittelschicht und zum Teil Menschen sind die einen hohen akademischen Grad besitzen, die diese Organisationen folgen.Betrachtet man sich die Herangehensweise der ISIS-Soldaten an wie sie deren Opfer skrupellos töten und foltern, diese filmen und wirklich ins Netz stellen um deren Gegner Angst einzuflößen, so könnte man wirklich gar keine Antwort darauf finden.

Schauen wir uns an einem Beispiel an wie grausam die ISIS handelt. Ein jordanischer Pilot der Al-Kasasba hieß war am 24. Dezember über dem nordsyrischen Al-Rakka abgestürzt und von den IS-Dschihadisten gefangen genommen worden. Der 26 Jahre alte Oberleutnant war der erste Soldat der von den USA angeführten Anti-IS-Allianz, der in die Hände der Extremisten gefallen war.Kurz darauf wurde er von der Terrormiliz gefangen genommen und verhört.

Ihm wurde die Freiheit versprochen falls er die Wahrheit im Verhör sprechen würde.

Was dann geschah: Im Internet verbreiteten rund 22-minütigen Film wird ein Mann, der wie Al-Kasasba aussieht, in einem Eisenkäfig bei lebendigem Leib verbrannt. Das US-Außenministerium teilte mit, die Echtheit des Videos werde geprüft. Bis zuletzt hatte die jordanische Regierung nach einer Lösung gesucht – und sogar erwogen, einem Gefangenenaustausch zuzustimmen.Doch offensichtlich waren die Verhandlungen eine Farce: Dem jordanischen Staatsfernsehen zufolge soll der Pilot bereits vor einem Monat umgebracht worden sein.

Dies ist das erste Mal, dass die Gruppe eine Geisel verbrannt hat, die große Beachtung in den Medien gefunden hat, stellte das auf Terrorismus spezialisierte Intel Center aus Alexandria bei Washington fest. Dies zeigt, dass die Gruppe fortlaufend ihre Methoden weiterentwickelt, um die größte Publicity zu erzielen. In dem schockierenden Video ist zu sehen wie sich der in Flammen stehende Mann im Todeskampf hin und her wirft, an die Gitterstäbe stößt und schließlich zusammenbricht.

In Anbetracht all dieser klaren Fakten könnte man Meinen das es unmenschlich sei was hier auf unserer Welt passiert. Ein Mensch wird bei lebendigen Leib verbrannt ,weil er nicht der Norm gewisser Gruppierungen entspreche , reicht dies aus um einen Menschen auf solch einer Art und Weise zu töten und zu schändigen?

Definitiv nein, ich bin der Ansicht das diese Gräueltaten und diese Art von Terrorismus keine religiösen und politische Motive besitzen, sondern nur aus Interessen von psychischkranken Machthabern entstanden ist.

Quellen:

http://www.islam-info.ch/de/Dschihad.htm

http://zuerst.de/2015/02/05/video-18-islamischer-staat-verbrennt-gefangenen-piloten-bei-lebendigem-leib/

http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/islamischer-staat-zeigt-mord-video-an-jordanischen-piloten-13411067.html

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Operation Never Ending Nightmare

In Afghanistan, der Heimat von ca. 26 Millionen Einwohnern, erschien am Himmel des 7. Oktober 2001 ein Flugzeug. Dieser brachte bombastische Geschenke, die niemand haben wollte. Daraufhin strömten Eindringlinge aus einem weit entfernten Ort ins Land, die bekannt waren als die Nato. An diesem Punkt lernten die Einwohner wahre Furcht kennen. Doch dies tat die Nato nicht zum vergnügen. Es war ein Gegenstoß des 11. September 2001. Der Tag, an dem zwei entführte Flugzeuge, welche von den Taliban gesteuert wurden, das World-Trade-Center angegriffen haben. Das war der Beginn der Zusammenarbeit der Nato und der Uno und der Anfang des „War On Terror“, sowie der Start der ,,Operation Enduring Freedom“, um den Frieden zu bewahren.

Dennoch ist diese Mission umstritten. Bringt sie wirklich einen langanhaltenden Frieden oder ist der Frieden mehr Schein als Sein? Kann hier wirklich von einer Operation der langanhaltenden Friedenserschaffung gesprochen werden oder ist die scheinbare ,,Operation Enduring Freedom“ in Wirklichkeit die ,,Operation Never Ending Nightmare“? Weiterlesen

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Inwiefern ist die Friedenssicherung in Afghanistan durch die NATO gewährleistet?

Afghanistan ist ein Land, welches seit Jahren dem Krieg verfallen ist, das Volk  leidet und befindet sich in Not, trotz internationaler Hilfen. Es starben und sterben sogar mehr Menschen mit der demokratischen  Regierung als durch das damalige Talibanregime. Die Menschen leiden nicht mehr unter Beraubung ihrer Freiheit, nein, sie  leiden viel mehr unter Bombardierungen der zivilen Bevölkerung, unter ihnen Frauen und Kinder, innerer Unsicherheit, Korruptionen, schlechter Bildungsmöglichkeiten und medizinischer Versorgung und eine Infrastruktur, die lange braucht, wieder aufgebaut zu werden. Von den hungernden Kindern und von denen, die durch das Kälte umgebracht werden, brauchen wir gar nicht zu sprechen, denn manche von uns könnte die Vorstellung nicht ertragen! Nun frage ich mich, wie es zum Aushalten ist für die Kinder, die es am Leibe fühlen?!  Das sind nur ein kleiner Teil der Leiden des Volkes!

Nun stellt sich natürlich für mich als  Afghanin  und auch alle anderen Menschen, die sich mit Leidens Afghanistan´s beschäftigen,  die folgende Frage: „Inwiefern ist die Friedenssicherung in Afghanistan durch die Nato gewährleistet?“

Dies ist meines Erachtens eine berechtigte Frage jedes Frieden liebenden Menschen. Es  gibt seit Jahren militärische  Einsätze in Afghanistan, um den Frieden herzustellen, doch bis heute ist von Frieden nicht viel zu sehen.

Um den Einsatz der Nato in Afghanistan zu erklären, müssen die Leser eine Reise in die Vergangenheit unternehmen.

Der Krieg in Afghanistan kam durch den Konfliktauslöser 11. September 2001 zustande. Dieses Datum ist jeden von uns durchaus bekannt. Das World Trade Center wird durch die Terrororganisation Al- Qaida zerstört. Für Afghanistan war dies ein schwarzer Tag, denn die Taliban, welche seit Jahren Afghanistan besetzten und eine fundamentalistische „Gottesstaat“ in Afghanistan einführten , leisteten Schutz der   Al- Qaida auf afghanischem Boden. Der Grund des Beistandes stellte das Vertreten der gleichen Ideologie bei den Gruppierungen.

Amerika hat sich nach der 11. September 2001 als Ziel die Ausmerzung der Al-Qaida gesetzt. Die oberste Periorität stellte dabei selbstverständlich die Festnahme und Verurteilung Osama Bin Laden´s dar!

Zunächst jedoch, bevor es zum Krieg kam, forderten die USA die Taliban auf, Osama Bin Laden  ihnen auszuliefern. Die Taliban sind allerdings nicht der Forderung der USA nachgegangen und haben eine Auslieferung geweigert. Es ist einwenig seltsam, dass die von den Amerikanern erschaffenen Taliban auf einmal gegen die USA tätig wurden?! Nun wurde aus Freund Feind und die USA mussten sowohl gegen Taliban als auch gegen die  Al-Qaida  einen  Krieg  führen , ein Krieg, für den viele unschuldigen Menschen mit deren Leben bezahlen mussten.

Da die USA ihre Partnerschaft in der NATO hat, ist verständlich, dass im Falle eines Krieges auch die anderen Partner tätig werden müssen. Was die militärische Ausrüstung anbelangt, können die USA ihre Wirtschaft wunderbar durch die Produktion der Killermaschinen ankurbeln- Also die Waffen waren da, sie brauchten nur Soldaten, die sie bedienten.

So dieser Krieg bedeutet das erste Aufrufen der NATO (North Atlantic Treaty Organization, übersetzt: Organisation des Nordatlantikvertrags) Die NATO setzt sich aus 28 europäischen und nordamerikanischen Staaten zusammen.

Der Einsatz der Nato in Afghanistan wurde beschlossen.

Um den Krieg als Leser nachvollziehen zu können, werde ich die Erklärung in drei Abschnitten vornehmen:

Der erste Abschnitt umfasst das Datum 7.Oktober 2001. Die NATO begann mit den Luftangriffen gegen die Terrorgruppen. Zunächst gab es Flugabwehr von den Seiten der Terrorgruppe als Verteidigung, die kurzer Zeit nach dem Beginn des Angriffs eingestellt wurde. Nach der Beseitigung der Flugabwehr wurde der Nato auch Luftangriffe am Tag ermöglicht, so dass der nächte Angriff 44 Stunden andauerte. Der Kampf wurde zwischen der NATO, 40.000 Taliban und 10.000 Al-Qaida Kämpfer ausgetragen. Im Folge dieses Angriffs wurden die Gegner Amerika´s abgeschwächt und einige von ihnen haben die Flucht nach Pakistan ergriffen.

Der nächte Abschnitt des Krieges stellte der Bodeneinsatz der Nato am 30. Oktober 2001. Um die Zeit verbündete sich die Nordallianz  mit der NATO , um gemeinsam gegen die Terrorgruppe zu kämpfen.

Die NATO  gewann schnell Gebiete, die anfangs die Taliban besetzten. Trotz ersten Erfolges lehnte das Volk  das Bündnis  ab. 20.000 britische Soldaten waren in der NATO vertreten gewesen. Ob das unter anderen die Ablehnung erklärte? Nebenbei erwähnt, die Afghanen haben schon mal unter den Briten als Kolonialherrschaft gelitten. Ob man dann bei der zweiten Begegnung sich besser versteht. Jeder muss diese Frage für sich selbst beantworten.

Bei diesem Krieg blieb das Russland und Pakistan nicht fern. Da sie ebenfalls gewisse politischen Ziele verfolgen. Um das Geschehen zu verfolgen, wurden die Geheimdienste beider Länder aktiver, um gegen das Vorhaben der USA zu steuern und ihre Interesse in Vordergrund zu stellen.

Der letzte Abschnitt des Krieges umfasst den 1.November 2001, als die Nordallianz gegen die Abmachung der Amerikaner in Kabul einmarschierte und die Hauptstadt Kabul und später auch Kandahar eingenommen hatte. Die Taliban merkten, dass sie der Macht der Nordallianz und der NATO nicht gewachsen sind, fliehen somit in die ländlichen Regionen und in pakistanischen Grenzgebieten. Somit war der kurze Krieg in Afghanistan vorübergehend gewonnen und die Taliban und Al-Qaida  waren nun von der Bildfläche verschwunden. Es gab einen kleinen Moment der Aufatmung für die vom Krieg und Leiden erschöpften Menschen. Es herrschte nun eine scheinbare „internationale  Friedenssicherung“, die den Einsatz und Aufenthalt der Nato in Afghanistan erklärt.

Nun zurück zu der bereits gestellten Leitfrage!

„Inwiefern ist die Friedenssicherung in Afghanistan durch die NATO gewährleistet?“

Die NATO hat es  geschafft Afghanistan aus den Händen der Terroristen zu befreien, jedoch fehlen jeglicher Stabilisierungen. Das Land ist immer noch von Bombordierungen, Unsicherheit, Attentäteranschlägen, Armut und Unzufriedenheit jeglicher Art geprägt.

Das Wegjagen war wohl nicht die große Herausforderung. Das hat für ein kurzes Aufatmen des Volkes gesorgt, aber nicht für eine langfristige Ruhe und Leben im Frieden. Die Stabilisierung des Landes stellte die anspruchsvolle Aufgabe und Herausforderung. So kann nur ein Krieg gewonnen werden und so kann er  nur Frieden als Früchte tragen.

Für eine langfristige Stabilisierung in Afghanistan benötigt das Land ein demokratisches System. Damit ist gemeint, dass jeder das gleiche Recht bekommt. Das gleiche Recht frei zu leben und sich frei zu äußern ohne respektlos gegenüber anderen zu treten.

Ein Demokratie in diesem Sinne gab es in Afghanistan seit langem nicht mehr, da das Land entweder von den Kommunisten besetzt war oder von  Königen (Monarchie) regiert wurde. Für Afghanistan war das Einführen von einer politischen Pluralismus ein riesiger Schritt nach vorne.  Die Demokratisierung trat folgendermaßen in Erscheinung:

Im Sommer 2003 übernahm die NATO die ISAF (International Security Assistence). Die NATO ging somit eine langfristige politische Verpflichtung zum Kampf gegen internationalen Terrorismus ein. Die NATO hat dank der ISAF in Afghanistan eine zentrale Unterstützungsfunktion im Sicherheitsbereich bekommen. Auch Pionierarbeiten leistet die ISAF .

Am 9.Oktober 2004 gewinnt Hamid Karsai die erste Präsidentenwahl in Afghanistan, welche erst 3 Jahre nach dem Krieg stattfindet ISAF\NATO sicherten die Präsidentschaftswahl, damit diese in einer sicheren, friedlichen Atmosphäre verlaufen kann. Nun schlägt der politische Pluralismus in Afghanistan Wurzel und ein gewähltes Parlament kommt zustande. Für Afghanistan und das Volk hieß diese Demokratie wieder frei leben zu können

Als zweiter Schritt für eine  langfristige Stabilisierung in Afghanistan, war es wichtig die humanitäre Situation der Bevölkerung zu verbessern. Dies war am Anfang nicht ganz einfach. Es ging den Menschen elend, diese konnte man anhand der durchschnittlichen Lebenserwartung der Bevölkerung deutlich sehen. Sie lag bei 40 Jahren. Die ISAF\ NATO mussten also medizinisch viele Vorkehrungen treffen, um die Krankenhäuser auf ein annehmbaren Standard zu bringen. Die Mühe war vom Erfolg gekrönt, denn nach kurzer Zeit war z.B. die Sterblichkeitsrate von Müttern und Kindern extrem gesunken.

Das Land entwickelt sich auch in anderen Bereichen: Es wurde auch allmählich zu einer  Zivilgesellschaft. Es gab zum Teil unabhängige Medien und eine Pressefreiheit.

Von enormer Wichtigkeit war es die afghanische Sicherheitskraft aufzustellen, denn eins war klar die ISAF\NATO bleibt  nicht für immer in Afghanistan. Durch die Ausbildung der ISAF\NATO bekam Afghanistan endlich eine Polizei sowie ein Militär. Diese wurden so gut ausgebildet, dass sie die nächsten Präsidentschaften selber sichern konnten.

Doch reichen diese Aspekte nun aus, um sagen zu können: Afghanistan geht es gut oder Afghanistan hat seinen Frieden gefunden. NEIN! das tut es von weitem nicht. Es scheint alles eine Fassade zu sein, um die Bürger zu Friedenzustellen und vom eigentlichen Problem abzulenken. Damit meine ich ganz klipp und klar, dass ihr Ziel, die sie am Anfang hatten: Afghanistan aus dem Terrorregime zu befreien, ist gescheitert! Es ist schon richtig zu sagen, dass die NATO Afghanistan für eine Zeitlang vom Terror befreit hat, jedoch hatte die NATO die Taliban weiter verfolgen müssen und sie nicht einfach in den Grenzgebieten flüchten lassen. Dies ermöglichte den Terroristen sich noch besser auszurüsten und noch mehr unschuldige Personen für sich zu gewinnen und den Hass in ihren Herzen zu verstärken.

Die zweite Sache, die mich sehr an diesem Einsatz stört, ist das Umbringen vieler unschuldigen Menschen durch NATO-Einsätze. Seit ihren ersten Einsatz wurde mehr als 40.000 Zivilisten umgebracht, wenn man diese Zahl mit den Zivilopfer der Weltkrieg vergleicht, wird man staunen.

Für das Volk Afghanistan war es natürlich wichtig, für die Anfangsphase starke Kräfte aus dem Ausland zu bekommen, um das Land vor den Terroristen zu schützen. Auch die Phase danach also nach dem Krieg, war für die Afghanen wichtig, dass die NATO ihnen unter die Arme greift. Jedoch wird einem schnell bewusst, dass die Kriminalität in Afghanistan drastisch steigt.

Die Drogenökonomie, welche dazu dient die Terrorgruppen mit Geld zu unterstützen, herrscht immernoch. Oder die Korruption, die die Oberhand gewinnt.

Die NATO hat für die eine oder andere Verbesserung gesorgt, die aber leider ständig durch andere Probleme, die der Krieg erschaffen hat, gestört.

Diese Probleme lösen im Volk Unbehagen und Misstrauen aus.  Sie denken manchmal sogar, dass die USA nicht deren Interesse verfolgen, sondern ihre eigene politische Macht stärken wollen. Somit ist das Bekämpfen der Al-Qaida und Taliban zweitrangig.

Ob Menschen durch Taliban oder die Bomben NATO das Leben verlieren, führt zum gleichen Ergebnis. Jetzt frage ich mich, was für einen Sinn und Zweck hat der Einsatz und der Krieg? Wem zugünsten werden sie   durchgeführt?

Quellen:

http://www.taz.de/!150020/

http://www.einsatz.bundeswehr.de/portal/a/einsatzbw/!ut/p/c4/LcgxDoAgDEbhs3gBurt5C3UhP1q0gRQTqiScXgfzpu_RSl-KRw6YFEWmmZZNxtBcaDt7Fq2w_hHJbs75X2ydHeJxQqUa1InG4qUi0pWm4QWiPd-F/

http://www.welt.de/politik/deutschland/article114934423/Auftrag-erfuellt-Wir-haben-hier-Grossartiges-geleistet.html

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Reden/2014/141205-BM_Resolute_Support_Bundestag.html?nn=692502

http://www.hintergrund.de/20100528913/globales/kriege/die-nato-in-afghanistan-weltkrieg-in-einem-land.html

http://www.die-einheit.org/index.php?option=com_k2&view=item&id=893:die-nato-offensive-in-afghanistan-oder-die-afghanisierung-des-krieges&Itemid=201

 

http://www.politische-bildung.de/afghanistan_sicherheitspolitik.html

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In wieweit fließen die Entscheidungen von George W. Bush in die Terrorbekämpfung der heutigen Zeit?

Am 11. September 2001 ging eine schreckliche Meldung um die Welt. 19 Al-Qaida-Terroristen hatten vier Passagier-Flugzeuge entführt und auf Ziele in den USA zugesteuert. Die ersten beiden Flugzeuge brachten die Zwillingstürme des World Trade Centers zum Einsturz, das dritte Flugzeug steuerten die Terroristen in das Pentagon. Die vierte Maschine stürzte wenig später in Pennsylvania ab. Ihr Ziel war das Weiße Haus in Washington. Insgesamt starben bei den Anschlägen mehr als 3.000 Menschen, doppelt so viele wurden verletzt.

 

Die damalige US-Regierung unter George W. Bush reagierte umgehend auf die Anschläge und hat den Kampf gegen den Terror zur zentralen Aufgabe der US-Außenpolitik erklärt. Die erste militärische Maßnahme war die Operation „Enduring Freedom“. Zu dieser gehörte der Einmarsch der NATO-Truppen in Afghanistan am 7. Oktober 2001. Osama bin Laden, der Anführer von Al-Qaida, sollte gefasst und die Taliban-Diktatur, die Al-Qaida im Land Unterschlupf gewährte, sollte gestürzt werden. Im Dezember 2001 wurden die Taliban entmachtet. In den darauffolgenden zehn Jahre wurde Osama bin Laden zum meist gesuchten Mann der Welt. Am 2. Mai 2011 erschoss ihn schließlich ein Sonderkommando der US Navy Seals in seinem Versteck in Pakistan.

 

Am 20.September 2001 sprach sich George W. Bush aus, dass er gegen Al-Qaida und auch anderen Terrorgruppen vorgehen wird, bis jede terroristische Gruppe gefunden, gestoppt und geschlagen werde. Die US-Regierung erfuhr in der Folge weltweite Unterstützung anderer Regierungen in ihrem Bemühen um eine „Koalition gegen den Terror“.

 

Im Oktober 2001 veröffentlichte Bush eine Liste mit den 22 meistgesuchten Terroristen. Ganz oben war bis Laden mit einer Belohnung von 7 Millionen Dollar. Die meisten auf der Liste genannten Männer werden verdächtigt, an den Botschaftsanschlägen 1998 oder an dem Bombenangriff auf das New Yorker World Trace Center 1993 beteiligt gewesen zu sein. Andere sollen an der Entführung einer TWA-Maschine 1985 beteiligt gewesen sein, diese werden mit 5 Millionen Dollar belohnt.

 

Am 26.Oktober 2001 wird der PATRIOT US-Gesetzt in Amerika eingeführt. Es soll ein Gesetz sein, zur Stärkung und Einigung Amerikas durch Bereitstellung geeigneter Instrumente, um Terrorismus aufzuhalten und zu blockieren. Es bringt eine Einschränkung der amerikanischen Bürgerrechte in größerem Maße mit sich, aber auch Auswirkungen für USA-Reisende, da die Anforderungen an Pässe erhöht wurden.

 

Der USA PATRIOT Act soll die Ermittlungen der Bundesbehörden im Fall einer terroristischen Bedrohung vereinfachen. Hierzu werden Grundrechte sowie Gesetze eingeschränkt und mit folgenden Regeln ersetzt:

 

  • Das Erfordernis, Richter bei Telefon- oder Internetüberwachung als Kontrollinstanz einzusetzen, wurde weitgehend aufgehoben, dadurch werden die Abhörrechte des FBI deutlich erweitert. Der zuständige Richter muss zwar von einer Überwachung informiert werden, dieser ist jedoch verpflichtet, die entsprechende Abhöraktion zu genehmigen. Telefongesellschaften und Internetprovider müssen ihre Daten offenlegen.
  • Hausdurchsuchungen dürfen ohne Wissen der betreffenden Person durchgeführt werden.
  • Die Entscheidung, ob eine Vereinigung als terroristisch eingestuft wird, geht an das Justiz- und Außenministerium über.
  • Ausländer dürfen wegen der Mitgliedschaft in einer der vom Justiz- und Außenministerium definierten terroristischen Vereinigung abgeschoben werden.
  • Das FBI hat das Recht, Einsicht in die finanziellen Daten von Bankkunden zu nehmen, ohne dass Beweise für ein Verbrechen vorliegen.
  • Der Auslandsgeheimdienst (CIA), der im Gegensatz zum FBI keiner weitreichenden öffentlichen Kontrolle unterliegt, erhält das Recht, auch im Inland zu ermittelt.

 

Das PATRIOT Act wird immer weiter Verlängert und auch Obama  unterschrieb die Verlängerung bis zum 1.Juni 2015.

Weiterhin erlauben die Bestimmungen des PATRIOT Act US-Behörden (NSA, CIA, FBI) ohne weiteres auf alle Server von US-Unternehmen, sowohl auch auf deren Tochterunternehmen im Ausland vollen Zugriff zu haben. Die US-Behörden verschaffen sich auch Zugriff an Europäischen personenbezogene Daten und speichern diese auf Ihre NSA Datenbanken ab, damit sie einen vollen Zugriff auf diese Daten haben und sie Ihre Datenbank durch Data-Mining nach Datenmustern durchsuchen können um Terroristische Planungen vorhersehen zu können und diese zu Verhindern. Aber dieses „Datenklauen“ verstößt jedoch gegen europäische und nationale Gesetze. Früher ist man davon ausgegangen, dass der Zugriff nur mäßig stattgefunden hat und nur in einzelnen Fällen. Doch Anfang 2013 wurde bekannt, dass die USA viel mehr Daten abgegriffen hat wie bisher vermutet. Die Server von Microsoft, Google, Yahoo, und vieler Telefonprovider werden ständig von der NSA abgegriffen und auf der Datenbank der NSA gespeichert. Anfang Juli 2013 hat Edward Snowden bekannt gegeben, dass Onlinedienste von Microsoft wie Outlook, Hotmail und Skype ständig abgehört und abgespeichert worden sind. Nicht nur personenbezogene Daten werden von den US-Behörden bezogen, sondern das PATRIOT Act dient auch als Wirtschaftsspionage. Da auch die US-Behörden  zu robusteren Vorgehensweisen geneigt sind, wie dem Druck auf die Schweizer Großbank UBS gezeigt hat. Hierbei geht es um den Vorwurf, dass die Bank US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen haben soll.

 

Es wird auch von jedem Einreisenden der PNR-Buchungscode verlangt. Mit diesem Code werden persönliche Informationen über jeden Flugpassagier vor dessen Einreise in die USA abgerufen und eingesehen.

 

Eine weitere Maßnahme zur Terrorbekämpfung war, dass die US-Regierung im Dezember 2001 den ABM Vertrag mit Russland kündigte. Dieser Vertrag wurde 1972 unterschrieben und hatte nicht nur die Offensiv-Waffen begrenzt, sondern auch die Defensiv-Waffen, mit welchen die Nuklearwaffen und Raketenabwehrsystemen gemeint waren. Durch die Kündigung des Vertrages konnte sich die USA mit ihren Abwehrsystemen ausbreiten, welche in ständiger Allarmbereitschaft sind.

 

Am 4. September 2002 wurde die Bush-Doktrin (National Security Strategy) der Öffentlichkeit vorgestellt, nach der sich die USA Präventivschläge gegen Staaten vorbehalten, von denen die Gefahr ausgeht, dass Terroristen in Besitz von Massenvernichtungswaffen gelangen könnten. Hierbei handelt es sich um eine noch stärkere Kontrolle der Terroristen, um Gefahren vorbeugen zu können und schnell zu handeln, denn es ist einfacher an Massenvernichtungswaffen zu kommen wie damals. Es soll größtenteils durch traditionelle Mittel wie Diplomatie, Rüstungskontrolle, Exportkontrolle der USA sowie anderen Regierungen entgegenwirken.  Die Bush Doktrin hat sich im Wesentlichen nicht viel geändert und besteht immer noch.

 

Im Januar 2002 wurde als weitere Folge des Terroranschlags auf die USA, die Inhaftierung von Terroristen das Gefangenenlager in Guantanamo Bay eingeführt. Dieses diente dazu, um Schutz vor Terroristen und durch Foltermethoden Informationen der Terrororganisationen zu bekommen. Als die Foltermethoden aufflogen, hatte man die Schließung aller Gefangenenlager verordnet, da die Verhör- und Foltermethoden gegen die Menschenrechte verstoßen. Alle bekannten Gefangenenlager wurden daraufhin geschlossen, bis auf Guantanamo Bay, dort werden immer noch vermutliche Terroristen festgehalten. Sie wurden unteranderem benutzt um von den Terrororganisationen Gefangene US-Soldaten abzukaufen.

 

Auch haben Bushs Beschlüsse Auswirkungen auf Deutschland, diese sind die Verschärfungen der gesetzlichen Regelungen zur Terrorismusbekämpfung, des Luftsicherheitsgesetzes, die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, der Polizeigesetze. Auch werden nun verstärkte Sicherheitsvorkehrungen für gefährdete Objekte ausgeführt, wie Botschaften und Konsulaten. Es wird nun auch in Deutschland sämtliche Angaben über Personen gesammelt, an denen ein Verdacht besteht, dass sie geplante Attentate ausführen könnten. Der Bundesnachrichtendienst, hat mit der NSA eine geheime Vereinbarung geschlossen, dass der BND große Datenmengen aus der eigenen Aufklärung der NSA zur Verfügung stellt.

 

 

 

 

 

 

http://de.wikipedia.org/wiki/National_Security_Strategy_vom_September_2002

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/neue-ermittlungen-gegen-ubs-us-behoerden-nehmen-schweizer-bank-ins-visier/11331790.html

http://de.wikipedia.org/wiki/ABM-Vertrag

http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Terror-Gesetz

http://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenenlager_der_Guantanamo_Bay_Naval_Base

http://www.sueddeutsche.de/politik/bekenntnis-vor-un-ausschuss-usa-bedauern-folter-bei-terrorbekaempfung-1.2218630

http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/uploads/tx_commerce/studie_internationale_terrorismusbekaempfung_u_menschenrechte_entwicklungen_2003_2004.pdf

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Terrorismus über das Internet. Ist das möglich?

Heutzutage ist alles mit allem vernetzt. Viele Menschen sind sich nicht bewusst, welche Gefahren mit dieser Vernetztheit einher gehen können. Theoretisch kann alles, was vernetzt ist, auch von Hackern gekapert werden. Manche Menschen vertreten die Meinung, die ganzen „Hacker-Geschichten seien nur Panikmache und es gäbe auch sichere Systeme, in die nicht eingedrungen werden kann. Die Vergangenheit hat uns jedoch das Gegenteil gelehrt. Die Frage ist kann man über das Internet mit Hilfe von Computern auch Terrorismus betreiben und wenn ja, sind Hacker dann Terroristen?

Vielen Menschen wird bei dem Begriff „Hacker wahrscheinlich eine Person vorschweben, die mit Hilfe moderner Technik Bankkonten leerräumt und Benutzerdaten stiehlt. Ist dies Terrorismus oder einfach nur kriminell? Im Allgemeinem wird Terrorismus als über einen bestimmten Zeitraum andauernde und geplante Gewalthandlungen mit politischer Zielsetzung angesehen. (Siehe: Quelle 11) Man merkt schnell, dass eben beschriebenes eher nicht unter den Begriff „Terrorismus“ fällt. Man kann zwar davon ausgehen, dass solche Aktionen geplant sind und eventuell auch über einen längeren Zeitraum andauern, aber mit Gewalt und politischer Zielsetzung hat das ganze eher weniger zu tun. Hier geht es wohl eher darum sich auf Kosten anderer zu bereichern. Man kann schlussfolgern, dass nicht alle Menschen, die sich Zutritt zu fremden Systemen verschaffen oder Vieren entwickeln, auch Terroristen sind.

Stuxnet: Terrorismus oder Präventivangriff?

Es gibt jedoch auch härtere Fälle, bei denen diese Frage nicht so einfach zu beantworten ist. Einer von diesen ist der Wurm Stuxnet. Ein Wurm ist ein Programm, dass sich selbstständig und im Verborgenen vervielfältigt, so auch Stuxnet. Der Virus wurde 2010 entdeckt und war am meisten im Iran verbreitet. Stuxnet war darauf ausgerichtet, Steuerungen der Firma Simens für Motoren zu manipulieren. Diese Steuerungen finden sich unter anderem auch in Urananreicherungsanlagen und Atomkraftwerken im Iran. Deswegen und weil der Wurm am meisten im Iran verbreitet war, wird davon ausgegangen, dass er entwickelt wurde, um diese Anlagen zu stören. Das ganze geht schon eher in die Richtung des Terrorismus. Alle Kriterien passen bis auf die Gewaltkomponente. Wenn Stuxnet wirklich mit der Intention, Urananreicherung zu stören und somit den Bau von Atombomben zu verhindern entwickelt wurde, könnte man auch sagen, dass dadurch Gewalt verhindert werden sollte.

Wer hinter Stuxnet steht, ist bis heute nicht klar. Es gibt Theorien, nach denen die USA oder Israel oder beide die Urheber sind. Da sich Israel durch das iranische Atomprogramm bedroht fühlt, ist diese Möglichkeit nicht abwegig. Wenn Israel wirklich der Urheber von Stuxnet ist, wäre dies kein Terrorismus, sondern eher eine Art Präventivangriff, eventuell aus Angst vor einem möglichem Krieg. Eins ist jedoch klar, das Programm ist so komplex, dass die Entwicklung ziemlich lange gedauert haben und vor allem teuer gewesen sein muss.

Kann man den Fall Stuxnet nun als Terrorismus verbuchen, wenn man davon ausgeht das die USA und Israel die Finger nicht im Spiel haben? Das ist Ansichtssache. Im Falle der Urananreicherung würde ich sagen, dass das ganze kein Terrorismus, sondern eine gute Sache war. Die iranische Regierung dürfte das jedoch anders sehen. Man darf dennoch nicht vergessen, dass der Code von Stuxnet seit seiner Entdeckung im Internet für jeden offen ist. Das heißt, der Code für einen der komplexesten Viren, den es je gab, kann theoretisch von jedem auf den aktuellen Stand gebracht und modifiziert werden. Dies wäre zwar mit einem großen Zeitaufwand verbunden, denn die Offenheit des Codes hilft natürlich auch Sicherheitslücken, die Stuxnet ausnutzte zu schließen, ist aber trotzdem eine sehr gute Vorlage für neue Versionen. Somit sind Szenarien wie das Zerstören von beispielsweise Ölpipelines nicht unrealistisch. Eine so gefährliche Software wie Stuxnet in die Welt zu setzen, und sei es für welchen Zweck auch immer, ist also nicht ganz ungefährlich. Die Spannbreite an Dingen, die man mit Viren und Eingriffen in fremde Syteme anrichten kann, ist also sehr groß.

Anonymous: Freiheitskämpfer oder Terroristen?

Wenn man sich mit dem Thema Cyber-Terrorismus und Hacker beschäftigt, kommt man nicht an dem Hackerkollektiv „Anonymous vorbei. Seit 2008 setzt sich Anonymous für Redefreiheit, ein freies Internet und gegen Zensur ein. Anonymous ist keine geschlossene Gruppe mit fester Hierarchie. Menschen, die sich zugehörig fühlen, bezeichnen Anonymous beziehungsweise eben genannte Ziele als Lebenseinstellung. Die Ziele von Anonymous hören sich eigentlich vernünftig an und trotzdem stehen in manchen Ländern wie z.B. den USA „Mitglieder“ auf der Terror-Watchlist.

Einer von ihnen ist der US-Amerikaner Jeremy Hammond. Er stahl fünf Millonen E-Mails von den Servern der Denkfabrik Stratfor und gab diese an die Enthüllungsplattform Wikileaks weiter. Hierfür wurde er 2013 zu 10 Jahren Haft verurteilt.

Wikileaks ist eine Plattform, auf der geheime Dokumente anonym veröffentlicht werden können. Sie wurde 2006 von Julian Assange gegründet. Er veröffentlichte vor allem Dokumente der US amerikanischen Regierung. Unter anderem veröffentlichte er im November 2010 Berichte von US-Botschaften an das US-Außenministerium. In diesen wird die Bundeskanzlerin Angela Merkel unter anderem als „selten kreativ bezeichnet. Die Folge solcher Veröffentlichungen war, dass amerikanische Bezahldienste wie PayPal, Mastecard und Visa Wikileaks den Geldhahn zudrehten und die Möglichkeit, an diese Website zu spenden, somit einstellten. Dies wiederum rief Anonymous auf den Plan, denn das Motto von Wikileaks „We open governments” deckt sich mit den Ansichten Anonymous und so legten sie die Websites genannter Bezahldienste lahm. Die Aktion lief unter dem Namen „Operation Payback” und eine Folge dieser Attaken war, dass bei einer schweizer Bank Kunden online keine Buchungen mehr durchführen konnten.

Sind solche Aktionen, die sich weitestgehend im Internet abspielen, nun Terrorismus? Geplant sind sie auf jeden Fall und meistens dauern sie auch über einen längeren Zeitraum an. Im Falle Payback gab es auch einen politischen Hintergrund. Anonymous unterstütze Wikileaks als Plattform gegen Zensur und für eine transparente Politik. Da sich die ganze Sache über das Internet abspielte gab es keine physische Gewalt. Man könnte eventuell sagen, dass mit Payback durch den Druck auf die US-Amerikanische Regierung und die Angriffe auf Bezahldienste psychische Gewalt ausgeübt wurde. Aus der Sicht der Amerikanischen Regierung und besonders konservativ eingestellter Menschen war Payback und die Veröffentlichung geheimer Dokumente auf Wikileaks terroristischer Natur. Es gibt jedoch auch viele Menschen, die Anonymous für ihre Aktionen feiern und sie als Freiheitskämpfer bezeichnen. Vergleicht man Anonymous mit „klassischen Terroristen” so fällt auf, dass die Motivationen recht unterschiedlich sind. Klassische Terroristen versuchen meist durch Gewalthandlungen eine Politikänderung zu erzwingen und somit Einfluss zu gewinnen, während Anonymous nicht die Politik ändern will, sondern nur für Meinungsfreiheit und gegen Zensur kämpft. Zwar greift Anonymous dafür oft auf illegale Mittel zurück, aber übt dabei keine körperliche Gewalt aus. Meiner Meinung nach sind Internet-Aktivisten keine Terroristen, denn ein freies Internet und die Meinungsfreiheit sind sehr wichtig. Dies soll jedoch nicht heißen, dass ich alle Aktionen von solchen gut finde. Jedoch sieht man am Beispiel von Stuxnet was heutzutage über das Internet möglich ist. Man kann durch die Venetztheit auch in der realen Welt großen Schaden anrichten. Es besteht also durchaus das Potential, über das Internet terroristisch aktiv zu werden.

Quellen:

1 – http://de.wikipedia.org/wiki/Cyber-Terrorismus (17.02.15 11:00)

2 – http://de.wikipedia.org/wiki/Stuxnet (24.02.15 11:06)

3 – https://vimeo.com/25118844 (07.03.15 16:16),

4 – http://de.wikipedia.org/wiki/Ver%C3%B6ffentlichung_von_Depeschen_US- amerikanischer_Botschaften_durch_WikiLeaks (09.03.15 19:25)

5 – http://de.wikipedia.org/wiki/WikiLeaks (09.03.15 19:25)

6 – https://www.youtube.com/watch?v=Kr6ON6wticM (09.03.15 19:25)

7 – http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Payback (14.03.15 14:54)

8 – http://de.wikipedia.org/wiki/Stratfor (14.03.15 14:54)

9 – http://de.wikipedia.org/wiki/Jeremy_Hammond (14.03.15 14:54)

10 – http://www.heise.de/newsticker/meldung/USA-Anonymous-Hacker-auf-Terror-Watchlist- 2535413.html (14.03.15 14:54)

11 – http://www.bpb.de/izpb/8686/internationaler-terrorismus?p=all (15.03.15 20:22)

12- http://www.focus.de/politik/ausland/iran/iran-israel-konflikt/praesident-ahmadinedschad-warnt- israel-iran-will-angreifer-im-persischen-golf-versenken_aid_919513.html (16.03.15 22:48)

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Wie viel Freiheit sollte Deutschland aufgeben, um Terrorismus im eigenen Land zu bekämpfen?

Immer wieder dominieren Nachrichten über Terroranschläge die Medien. Gerade seit den Anschlägen vom 11.9.2001 ist besonders der islamistische Terror und der Kampf gegen genau diesen in den Mittelpunkt der USA gerückt.
Dabei erscheint es häufig mehr als glücklich, dass Deutschland bis heute weitestgehend von Terroranschlägen verschont geblieben ist. Und dennoch wächst auch hier zu Lande die Angst vor Terror.  Ein französischer Politiker sagte einst: „Terrorismus ist eine Frage des Datums.“ (Heine 2004, S. 1)
Eine Frage, die immer wieder auftaucht, ist diese: Was kann getan werden, um Terrorismus effektiv zu bekämpfen und ihn einzudämmen.

Ein Thema, das immer wieder in die Öffentlichkeit rückt, ist die Vorratsdatenspeicherung zur effektiven Bekämpfung und Aufklärung von schweren Verbrechen. Doch was ist Vorratsdatenspeicherung genau und wäre eine Einführung ein Schritt auf dem Weg hin zum Überwachungsstaat?
Gibt es ein „Supergrundrecht“ auf Sicherheit? Oder schränken wir unsere Freiheit immer weiter ein, bis wir schon auf diese Weise vor dem Terrorismus kapituliert haben?
Diese Fragen werde ich in meinem Blog Eintrag versuchen zu beantworten.

Vorratsdatenspeicherung ist die Speicherung personenbezogener Daten für oder von einer öffentlichen Stelle, ohne dass es einen aktuellen Anlass zur Speicherung gibt. Sie werden also „auf Vorrat“ gespeichert, für den Fall, dass sie einmal zur Verbrechensbekämpfung benötigt werden. Telefondienstleister speichern Telekommunikationsvorgänge und Verbindungsdaten, allerdings ohne konkrete Inhalte. Trotzdem kann das Kommunikationsverhalten der betroffenen Person analysiert werden.

Das Bundesverfassungsgerichts entschied am 02.03.2010, dass die deutschen Richtlinien für die Vorratsdatenspeicherung verfassungswidrig sein. Alle gesammelten Informationen mussten gelöscht werden. Eine abgeschwächte Form der Datenvorratsspeicherung ist für Telekommunikationsdienstanbieter für ihre privaten Zwecke für sieben Tage erlaubt.

Zur Begründung hieß es im Urteil:
Zur Begründung gab das Gericht an, dass das Gesetz zur anlasslosen Speicherung umfangreicher Daten sämtlicher Nutzer elektronischer Kommunikationsdienste keine konkreten Maßnahmen zur Datensicherheit vorsehe und zudem die Hürden für staatliche Zugriffe auf die Daten zu niedrig seien Die Regelung zur Vorratsdatenspeicherung verstoße laut Bundesverfassungsgericht gegen Art. 10 Abs. 1 Grundgesetz (GG)“

Art. 10 GG lautet:

(1) Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.

(2) Beschränkungen dürfen nur auf Grund eines Gesetzes angeordnet werden. Dient die Beschränkung dem Schutze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung oder des Bestandes oder der Sicherung des Bundes oder eines Landes, so kann das Gesetz bestimmen, daß sie dem Betroffenen nicht mitgeteilt wird und daß an die Stelle des Rechtsweges die Nachprüfung durch von der Volksvertretung bestellte Organe und Hilfsorgane tritt.

Das Post- und Fernmeldegeheimnis wurde somit, als für die Demokratie essentiell eingestuft. Allerdings steht es unter einem Gesetzesvorbehalt, somit ist es dem Staat grundsätzlich erlaubt, das Grundrecht durch Gesetz einzuschränken. Allerdings sind solche Einschränkungen immer an besonders hohe Auflagen gebunden. Diese sah das Bundesverfassungsgericht nicht als gewahrt.
Und in der Tat erscheint es fragwürdig, den Bürger im Dienste der Sicherheit unter einen Pauschalverdacht zu stellen und ihn so in seinen Grundrechten zu beschränken.

Besonders erscheint mir dieser Generalverdacht auch als ein Eingriff in Artikel 1 Grundgesetz.

Art. 1  Abs. 1 Grundgesetz lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Bedeutet Vorratsdatenspeicherung, dass der Mensch ein Stück seiner Privatsphäre zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit aufgeben muss und somit ein Stück seiner Würde verliert?

Natürlich ist das Ziel der Vorratsdatenspeicherung Terrorismus vorzubeugen und so Leben zu retten. Und somit auch Würde zu wahren. Dass Vorratsdatenspeicherung einen Beitrag zur  Terrorismusbekämpfung leisten kann, zeigen die jüngsten Ereignisse in Paris. Dank der Vorratsdatenspeicherung, die in Frankreich seit dem 23.1.2006 eingeführt ist, wurde in kürzester Zeit aufgedeckt, wer die mutmaßlichen Täter waren und welche Bezugspersonen in das Geschehen verwickelt waren.

In Anbetracht solcher Erfolge erscheint es ein kleiner Preis auf ein wenig Privatsphäre zu verzichten. Besonders wenn man beachtet, dass die meisten Menschen in sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook freiwillig extrem viel von sich preisgeben. Außerdem sammeln soziale Netzwerke wie Facebook und Co. ohnehin Daten in Massen. Diese Daten verkaufen sie weiter und verdienen damit enorm viel Geld. Und im Unterschied zu gesammelten Daten von öffentlichen Stellen, kann hieraus kein Nutzen für die Allgemeinheit gezogen werden.

Trotzdem ist ein wesentlicher Unterscheid, dass sich die Menschen hier freiwillig dafür entscheiden, Facebook und Co. zu nutzen und so Daten preiszugeben. Dies wäre bei einer Sammlung durch öffentliche Stellen zumindest sehr zweifelhaft.
Außerdem gibt es eben gerade kein „Supergrundrecht auf Sicherheit“. Wer der Angst vor Terror immer mehr Raum einräumt, bietet ihm auch eine Fläche. Und mit dieser Angst alle Grundrechtseingriffe zu rechtfertigen erscheint als sehr gefährlich.
Die Form sämtliche Daten zu Speichern ist sehr missbrauchsanfällig. Sind die Daten erst gesammelt, erscheint es als ein kleiner Schritt sie auch zu verwenden. So bestände trotz aller Einschränkungen bei der Nutzung, z.B. Nutzung der Daten nur nach richterlichem Beschluss, immer die Gefahr doch voreilig die Private Lebenssphäre zu verletzen. Und so einen Schritt in Richtung Überwachungsstaat zu gehen. Und ein solcher Staat kapituliert vor dem Terrorismus und gibt ihm genau die Aufmerksamkeit die er erreichen will: eine Welt in Angst.

Somit sollte die Freiheit, die wir zur Bekämpfung des Terrorismus aufgeben, immer in einem Verhältnis zu dem Nutzen, den wir daraus ziehen, stehen. Ob die Vorratsdatenspeicherung in einem angemessenen Verhältnis steht, lässt sich für mich nicht abschließend bewerten. Sicher ist aber, dass es, wenn es eine Speicherung geben sollte, diese auch immer an strenge Auflagen zum Schutze der Freiheit und Selbstbestimmung der Bürger gebunden sein sollte.

 

 

 

Http://dejure.org/gesetze/GG/2.html

http://www.kuketz-blog.de/die-risiken-von-anlasslosen-datenspeicherungen/

http://de.wikipedia.org/wiki/Vorratsdatenspeicherung

Peter Heine „Terror in Allahs Namen“ Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2004

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