Operation Never Ending Nightmare

In Afghanistan, der Heimat von ca. 26 Millionen Einwohnern, erschien am Himmel des 7. Oktober 2001 ein Flugzeug. Dieser brachte bombastische Geschenke, die niemand haben wollte. Daraufhin strömten Eindringlinge aus einem weit entfernten Ort ins Land, die bekannt waren als die Nato. An diesem Punkt lernten die Einwohner wahre Furcht kennen. Doch dies tat die Nato nicht zum vergnügen. Es war ein Gegenstoß des 11. September 2001. Der Tag, an dem zwei entführte Flugzeuge, welche von den Taliban gesteuert wurden, das World-Trade-Center angegriffen haben. Das war der Beginn der Zusammenarbeit der Nato und der Uno und der Anfang des „War On Terror“, sowie der Start der ,,Operation Enduring Freedom“, um den Frieden zu bewahren.

Dennoch ist diese Mission umstritten. Bringt sie wirklich einen langanhaltenden Frieden oder ist der Frieden mehr Schein als Sein? Kann hier wirklich von einer Operation der langanhaltenden Friedenserschaffung gesprochen werden oder ist die scheinbare ,,Operation Enduring Freedom“ in Wirklichkeit die ,,Operation Never Ending Nightmare“?

Nato, Isaf – Never Ending Nightmare

Die Nato (National Atlantic Treaty Organization) ist ein Bündnis zwischen derzeitig 28 Staaten, dessen Ziel es ist die Freiheit und Sicherheit der Mitgliedsstaaten aufrecht zu erhalten, sei es durch politische oder militärische Mittel. Aber was hat die Nato mit dem Afghanistan Krieg am Hut?

Durch den Terrorangriff am 11. September 2001 setzte der fünfte Artikel des Washington Vertrages in Kraft:

The Parties agree that an armed attack against one or more of them in Europe or North America shall be considered an attack against them all […] if such an armed attack occurs, each of them […] will assist the Party or Parties so attacked by taking forthwith […] including the use of armed force […] to restore and maintain international peace and security .“

Zitat aus: http://www.nato.int/cps/en/natolive/official_texts_17120.htm

Die OEF (Operation Enduring Freedom) oder auch „War On Terror“ genannt, begann. Unter den beiden Bezeichnungen wird meistens der Afghanistan Krieg verstanden.   Diese Operationen streben den langanhaltenden Frieden zu erschaffen und den Terrorismus bekämpfen.

Die Nato stürmte ins Land um die Taliban aus Afghanistan zu vertreiben und die Al Kaida und Bin Laden zu bekämpfen. Während ihrer Operation leitete die Nato die Isaf (Internatiol security assistance force). Nachdem die Taliban aus dem Land vertrieben worden sind, endete ihre Aufgabe jedoch noch nicht. Sie blieben im Land und ihre neue Operation lautete „Resolute Support“, die darin bestand Afghanistan zu einem eigenständigen Staat zu machen und einen Ort zu erschaffen, der kein Zufluchtsort für Terroristen sein werde. Die Operation bestand außerdem aus der Verbesserung der militärischen Einheiten Afghanistans, Bekämpfung des Drogenhandels und nebenbei arbeiteten sie weiterhin an dem „War On Terror“ und führten ihre „Sicherheitsoperationen“ durch. Diese Sicherheitsoperationen seien unter anderem das aufspüren von weiteren Terrorgruppen und der Bewachung potenzieller Terroristen, bis zur Benutzung von militärischen Aktionen, falls eine Bestätigung einer Terrorgruppe gewährleistet sei.

Halt Stopp!

Auf dem ersten Blick scheint alles legitim zu sein, aber dort steckt ein Widerspruch. Die Isaf blieb in Afghanistan um das Land zu stärken, aber was heißt schon eine „Scheinstärkung“ des Landes, wenn der Staat konstant bombardiert wird. Ja, die Isaf hat Afghanistan gestärkt, ja die allgemeine Gesundheit aller Bürger ist gestiegen, ja, die Lebenserwartungen sind höher geworden und die Muttersterblichkeitsrate ist gesunken, ja, sogar die Politikverdrossenheit ist gesunken, aber welchen Preis musste Afghanistan dafür zahlen? Der Krieg verschmutzte die Umwelt, die Bewohner hatten einen Mangel an Wasser, waren unterernährt und hatten kaum eine Möglichkeit medizinisch versorgt zu werden, ganz zu schweigen davon, dass sie jederzeit im Kreuzfeuer des Gefechts sterben konnten. Es gab unzählige indirekte Tode, aber das war es lange noch nicht, auch starben unschuldige Einwohner durch Bombardierungen der Isaf. Es fragt sich, wie es überhaupt zu Stande gekommen ist, dass so viele unschuldige Zivilisten bombardiert wurden. Laut Recherchen des Spiegels bedient sich die Isaf an einer Todesliste.Diese Todesliste beinhaltete laut Spiegel über 750 Namen, die auf „dünnen und teils willkürlich anmutenden Grundlagen“ bestanden habe.

Zitat aus: http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-12/afghanistan-isaf-mission

Außerdem verschmolz sich der Kampf gegen den Terrorismus und der Kampf gegen Drogen wortwörtlich zu einem. Hatte eine Person etwas mit dem Drogenhandel zu tun, so kam auch dieser Name auf die Liste, obwohl sie keine Anteilnahme am Terrorismus hatte. Durch ein Stimmerkennungssystem habe die Isaf die Personen auf der Liste gefunden und in den nächsten 24 Stunden wurde die Person als ein legitimes Ziel angesehen. Durch diese Methode kam es oft zu Fehlentscheidungen der Isaf.

UNO – Die rechte Hand der Nato

Nicht nur die Nato ist an der Operation Enduring Freedom beteiligt, sondern auch die UNO nimmt seit Dezember 2001 an der OEF teil. Die UNO war nicht nur an der Aufgabe der State-building beteiligt, sondern half auch die Isaf, in dem sie Unterstützungstruppen entsandt. Die UNO (United Nations Organization) oder auch UN, im deutschen „Vereinigte Nation“, ist eine Organisation, die über die Staaten gestellt ist. Im Jahr 1945 wurde die UNO in San Francisco gegründet. Sie besteht aus mehreren Organen, dass oberste Organ ist die Generalversammlung. Die Aufgabe der Uno ist es den Weltfrieden zu wahren, die Forderung internationaler Zusammenarbeit, sowie der Förderung der Kultur und der Menschenrechte. Um den Frieden zu wahren wurde der UNO die Aufgabe der State-building zu übernehmen, nachdem die Nordallianz (die Nationale Islamische Vereinigte Front zur Rettung Afghanistans) Kabul erobert hat.

„Unter State-building wird die Re- bzw. Neuorganisation politischer und staatlicher Strukturen sowie notwendiger ökonomischer und infrastruktureller Kontexte verstanden.“

vergleiche: http://www.bpb.de/apuz/25831/internationaler-terror-forcierter-regimewechsel-und-die-uno-der-fall-afghanistan?p=all

Gleichzeitig mit der militärischen Offensive der USA gegen Afghanistan hatten einige Politiker verlangt, dass die UNO die Organisation einer politischen Neuordnung nach dem Fall der Taliban übernehmen solle. Zudem hat die UNO im Dezember 2001 beschlossen die Isaf zu unterstützen, indem sie Friedenstruppen entsendete, im Volksmund besser bekannt als „Blauhelme“. Die „Blauhelm“ Soldaten sind dazu da, um vor allem in innerstaatliche Konflikte einzugreifen. Beobachtergruppen bestehen aus unbewaffneten Offizieren, die z. B. Waffenstillstandsvereinbarungen überwachen bzw. Truppenabzüge kontrollieren. Die Friedenstruppen werden aus Teilen verschiedener Mitgliedstaaten zusammengesetzt. Ihre Aufgabe besteht in erster Linie darin, das Wiederkehren von Kämpfen zu verhindern und sichere Lebensbedingungen für die betroffene Bevölkerung zu schaffen. Wie eigentlich immer gab es auch dabei einige Probleme: Es stellte sich heraus, dass die UNO mit der Aufgabe des State-Building überfordert war. Es stellt sich die Frage, weshalb die UNO mit der Aufgabe überfordert war. Zum einem waren die Ressourcen, die von den Mitgliedstaaten der UN bereitgestellt, zu gering. Zum anderem war die Mobilisierung von Finanziellen Beitragen, sowie das Angebot an internationalen Truppen zeitaufwendig und mühsam. Zugleich sind diese Missionen seit den letzten 10 Jahren wegen ihrer vielseitigen Aufgabenspektren personal- und ressourcenintensiver. Allerdings hat die UNO trotz der Probleme ihre Aufgabe so gut es ging gelöst.


Das Fazit, welches daraus gezogen werden kann ist, dass die Nato nach der Austreibung der Taliban mit der Auslöschung des Terrorismus hatten stoppen sollen. Der Terrorismus ist kein tatsächlich existierender Feind, sondern eine Taktik. Der Krieg gegen den Terrorismus ist unendlich und hat Afghanistan genügend Leid angetan. Sie hätten nach der Vertreibung der Taliban das Land auch wieder verlassen können, da Afghanistan vor dem Krieg auch gut selbst voran gekommen ist und nicht auf Hilfe anderer Länder angewiesen war. Sie meinten es mit ihrer Operation„ Resolute Support“ gut, aber haben die Situation mit dem weiteren „War On Terror“ nur verschlimmert.

Jede Tat im Leben bringt eine Folge mit sich, in diesem Fall sind es 4586 tote Soldaten und zahlreiche Verletzte, sowie posttraumatisierte Soldaten. Von den 5686 verstorbenen Soldaten gehörten 52 der Bundeswehr an. Daran trägt die UN keine Schuld, aber es sollte erwähnt werden. Woran aber die UN ein Teil der Schuld trägt, sind die Milliarden Beitrage, die jedes Jahr in den Krieg investiert worden sind.

Meines Erachtens hätten die Akteure viel früher schon die Ursachen von Terror bekämpfen sollen, anstatt nun das Resultat entgegen zu treten. Natürlich gibt es nicht DIE EINE Ursache, sondern zahlreiche Faktoren beeinflussen die Anteilnahme zum Terrorismus. Zu den Faktoren, welche wahrscheinlich auch einer der Hauptgründe zur Beteiligung des Terrorismus sind, gehören unter anderem die Armut, die Unterdrückung und am Ende die Ausweglosigkeit Zu diesem Fazit wird gekommen, da durch die Bekämpfung der Ursachen schlussendlich zahlreiche Leben gerettet werden hätten können.

Daher lautet das Schlusswort:

Es hätte gleich versucht werden sollen, sich um die Wurzel des Problems zu kümmern, anstatt immer wieder die Blüte zu bekämpfen.


Quellen:

[1] http://frieden-sichern.dgvn.de/terrorismus/al-qaida-sanktionsausschuss/

[2] http://www.bpb.de/apuz/25831/internationaler-terror-forcierter-regimewechsel-und-die-uno-der-fall-afghanistan?p=all

[3] http://sicherheitspolitik.bpb.de/frieden-und-demobilisierung/hintergrundtexte-m2/deutsche-beteiligung-an-friedensmissionen

[4] http://icasualties.org/oef/

[5]http://www.nato.int/cps/en/natohq/topics_8189.htm?

[6] http://costsofwar.org/article/afghan-civilians

[7]http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-12/afghanistan-isaf-mission

[8]http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-zahl-der-zivilen-opfer-hoch-wie-noch-nie-a-1009752.html

[9]http://www.debate.org/war-in-afghanistan/

[10]http://www.nato.int/cps/en/natolive/official_texts_17120.htm

[11]http://costsofwar.org/article/us-veterans-and-military-families

[12]http://www.huffingtonpost.com/2013/03/19/iraq-war-mental-health_n_2908903.html

[13]http://abcnews.go.com/blogs/politics/2012/03/six-in-10-criticize-war-in-afghanistan-most-favor-abandoning-training-mission/

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