Krim-Krise

CelB10:

In der Krim-Krise wird die Halbinsel Krim, die vor 1954 noch zu Russland gehörte umstritten. Die Krim gehörte nämlich nicht immer zu Russland. Seit dem kommt es öfters zu Protesten auf der Krim, denn viele Einwohner sind mit der ukrainischen Regierung nicht einverstanden, da diese enger mit der EU anstatt mit Russland zusammenarbeiten will. Deshalb wollen sie nicht mehr zur Ukraine sondern zu Russland gehören. 1991 wurde die Ukraine unabhängig und somit auch die Krim, mit ihrem eigenen Verwaltungs-, Finanz- und Rechtssystem. Die Bürger forderten Neuwahlen und eine Verfassungsänderung. Doch nicht überall ist man einer Meinung.Im Westen der Ukraine protestierte man für ein Bündnis mit der EU, denn die Bürgerrechte und die Wirtschaftslage soll verbessert werden. Im Osten aber und vor allem in der Krim ist die russisch abstammende Bevölkerung für die Partnerschaft mit Russland. Zur Zeit wird die Ukraine von einer Übergangsregierung geführt. Auf der Krim hat der neue Regierungschef Sergei Aksjonow, Putin um Hilfe gebeten und somit wurde das ukrainische Militär entwaffnet und die Grenzen abgeriegelt. 2014 gab es einen Volksentscheid wobei die Mehrheit die Wiedervereinigung mit Russland wollte. Die EU und andere Staaten kennen dies aber nicht an und behaupten die Abstimmung sei manipuliert durch massive Militärpräsenz, mangelnde Berichtserstattung und Spenden aus Russland. Deshalb suchen sie Sanktionen für Russland.

Und das ist einer der Gründe warum Frieden bei der Krim-Krise nicht möglich sein kann. Einerseits läuft dieser bewaffnete Konflikt schon seit 2014 und zeigt das man ihn nicht einfach so stoppen kann, außerdem gab es eine Abkommen welches Frieden in Europa durchsetzten wollte durch Minsk. Doch dies ist auch noch nicht ganz umgesetzt und die Waffenruhe ist brüchig. 2016 wurde dann ein Abkommen erstellt welches den Handel zwischen der EU und der Ukraine stärkt. Nur da ist Russland nicht mit einverstanden. Es wird nie kompletter Frieden möglich sein denn es gibt einfach zu viele politische Meinungen. Wenn Krim zu der Ukraine gehört dann ist Russland damit nicht einverstanden und wenn die Krim zu Russland gehören würde dann wären die ukrainischen Bürger und die EU nicht zufrieden. Somit kann es nicht eine Lösung geben mit der alle zufrieden sind. Dieser Konflikt geht schon viel zu lange und hat damit große Dimensionen erreicht. Beide Länder lassen sich nicht beschwichtigen und das ist auch der Grund für die Dauer dieses Konfliktes um die Krim. Und auch wenn der Konflikt in den Medien nicht immer präsent ist kann es noch lange keinen positiven Frieden geben. Wenn nicht Putin mit seinem Durchsetzten dahinter stehen würde dann könnte es eventuell zu einem negativen Frieden kommen aber es ist unwahrscheinlich das hier Frieden möglich ist.

ChaS10:

Andererseits ist in der Krim-Krise Frieden möglich, da Putin das russische Territorium nach der Übernahme der Krim nicht weiter ausdehnt und die Lage in der Ostukraine sich somit beruhigt. Man sollte die russische Annexion der Krim-Halbinsel vorerst akzeptieren um einen negativen Frieden zu fördern. Negativer Frieden bedeutet, dass kein Krieg und kein gewaltsamer zwischenstaatlicher oder innerstaatlicher Konflikt herrscht, es aber strukturelle Gewalt gibt.
Außerdem bestehen genügend gegenseitige Interessen seitens Russland und auf der Seite der EU gemeinsam mit den Vereinigten Staaten und weiteren westlichen Staaten. Für Putin ist die Krim wichtiger als die Ostukraine und es ist außerdem in seinem Interesse, dass die von Deutschland ausgehenden Wirtschaftssanktionen aufgehoben werden und Russland wieder in die G-8 aufgenommen wird. Im Gegensatz dazu will der Westen, dass sich die Lage beruhigt und setzt sich für die Wiederherstellung der ukrainischen Souveränität ein. Zusätzlich ist die EU auch an der Wirtschaftsbeziehung mit Russland interessiert und benötigt die Kooperation mit Russland in anderen Konflikten wie zum Beispiel im Syrien-Krieg. Insgesamt besteht somit genug Interesse den Konflikt beizulegen und zumindest einen negativen Frieden zu erreichen.
Bei der Friedenssicherung spielt auch das Minsker Abkommen eine große Rolle. Francois Hollande, Angela Merkel, Petro Poroschenko und Wladimir Putin haben dieses Abkommen abgeschlossen, welches auf Befriedigung des Krieges zielt. Die Waffenruhe ist eines der Vereinbarungen des Minsker Abkommen, welches aktuell eingehalten wird. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung Frieden.
Aber auch die Nato ist bereit einzugreifen, um Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine zu verhindern.

Abschließend kann man sagen, dass höchstens ein negativer Frieden in der Krim-Krise möglich ist, weil Russland zu mächtig ist und Putin auf seinen Standpunkt beharrt. Ein positiver Frieden ist in diesem Falle also keinesfalls möglich, da Putin niemals mit den Vereinbarungen oder Forderungen des Westens einverstanden sein wird und die Völkerrechtsverletzungen damit dauerhaft bestehen bleiben.

Quellen:
Handelsblatt, Drei Szenarien zur Krim-Krise: Krieg oder Frieden?, Patrick Schwarz, 20.03.2014: http://www.handelsblatt.com/politik/international/drei-szenarien-zur-krim-krise-krieg-oder-frieden/9636322.html?ticket=ST-1185716-LoFLaqMOAu49a4zdHkeJ-ap1

Cicerco, Krim-Krise – Warum Christian Lindner recht hat, Frank Elbe, 9.August 2017: https://www.cicero.de/aussenpolitik/krimkrise-warum-christian-lindner-recht-hat

https://www.zeit.de/2017/33/krim-christian-lindner-russland-beziehung

Wikipedia, Krimkrise, https://de.wikipedia.org/wiki/Krimkrise

Explainity, Die Krim-Krise einfach erklärt, https://www.youtube.com/watch?v=18lhyTk-V4U

Spiegel Online, Der Ukraine-Konflikt im Überblick, http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-konflikt-im-ueberblick-nachrichten-kurz-und-knapp-a-956001.html

Handelsblatt, Krim. Krise. Krieg. Und das in Europa. Kann Merkel helfen? https://orange.handelsblatt.com/artikel/15190

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
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Eine Antwort auf Krim-Krise

  1. Charlotte Meyer sagt:

    Liebe CelB10 und ChaS10,
    euer Kommentar ist unserer Meinung nach sehr gelungen und stellt gut die Problematik der Krise dar. Ihr habt sehr schön dargestellt, weshalb Frieden, in sowohl positiver als auch negativer Hinsicht nur begrenzt oder gar nicht möglich ist.
    In der Einleitung habt ihr sehr detailliert beschrieben, wie es zu dem Konflikt gekommen ist und wo die Schwerpunkte der Krise liegen. Wir finden, ihr hättet euch noch ein bisschen mehr auf die Intensität und den Gewaltpegel des Konflikts beziehen können. Außerdem fehlt auch der Bezug zur NATO und zum Internationalen.
    Im Hauptteil finden wir, hätten auf der Seite für den Frieden vielseitigere Argumente aufgestellt werden können. Ansonsten hast du das sehr schön und anschaulich geschrieben, liebe Celb10!

    Liebe Chas10,
    Wir fanden, dass du einen schönen Kommentar geschrieben hast in dem du gut auf den Konflikt eingegangen bist.Außerdem war es gut, dass du auf den Minsker Vertrag eingegangen bist und ihn näher erläutert hast.Außerdem sind wir der Meinung,dass du deine Position gut vertereten hast. Aber auch in deinem Teil hast du ein bisschen die Internationalen Auswirkungen vernachteiligt, welche den Konflikt im Endfeffekt zu einer in Krise gemacht haben bei dem auch die NATO eingreifen muss.
    Im Großen und ganzen habt ihr einen schönen Beitrag verfasst, indem klar wird um was es sich handelt und welche Meinung ihr vertretet.

    Liebe Grüße,
    cham10c und luit10

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