Kann man drohende Kriege verhindern?

Kann man drohende Kriege verhindern ?

Kaum ein Land auf der Welt, außer vielleicht die Supermächte USA, Russland und China, ist heute alleine stark genug, einen drohenden Krieg zu verhindern. Damit auf internationaler Ebende Frieden herrscht, sind Bündnisse und Abkommen von hoher Bedeutung. Die UN ist das machtvollste Instrument zur Friedenssicherung, jedoch braucht die UN die Unterstützung der Mitgliedsstaaten, um richtig zu funktionieren.

Die Friedenssicherung ist eine der Hauptaufgaben der UNO, weshalb diese eine große Rolle spielt im Bereich der Friedenssicherung. Schon im ersten Absatz der UN-Charta steht geschrieben, dass Mitgliedstaaten verplichtet sind, den internationalen Frieden zu hüten.

„… den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren und zu diesem Zweck wirksame Kollektivmaßnahmen zu treffen, um Bedrohungen des Friedens zu verhüten und zu beseitigen, Angriffshandlungen und andere Friedensbrüche zu unterdrücken und internationale Streitigkeiten oder Situationen, die zu einem Friedensbruch führen könnten, durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts zu bereinigen oder beizulegen.“

– UN-Charta, Art. 1 Ziff. 1

 

Insgesamt 193 Staaten sind Mitglied der UN, und sie alle können einem Staat, welcher einen Konflikt provoziert, wirschaftlich als auch militärisch Schaden zufügen. Ein machtvolles Mittel der UN ist, dass sie einem Staat mit Wirtschaftssanktionen, Boykotten oder sogar einem militärischen Eingreifen drohen können.

Die Entscheidungen darüber fällt der Sicherheitsrat, der fünf ständige Mitgkieder hat, hat nämlich USA, Russland, China, Frankreich und Endland, sowie zehn nicht-ständige Mitglieder, die regelmässig wechseln.

Ein wichtiges Instrument der UN, um einen drohenden Krieg zu verhindern, sind die sogenannten Blauhelme. Das sind Soldaten verschiedener Mitgliedsländer, die blaue Helme tragen und deren Fahrzeuge weiss angemalt sind,  wenn sie im Auftrag der UN im Einsatz sind. Herrscht in einem Staat Krieg oder droht ein solcher, können diese Soldaten unter der Leitung der UN geschickt werden, um die Situation zu beruhigen und um für Frieden zu sorgen. Allerdings kann jeder Staat die Unterstützung durch eigene Soldaten verweigern, wesshlab dieses System noch nicht ausgereift ist. Damit  das Blauhelm-Prinzip wirkungsvoll wird, müsste es Pflicht sein für jeden Staat, in einer ernsten Situation militärische Unterstützung zu schicken, wenn die UN diese anfordert. Durch dieses Regelung würde es seltener überhaupt dazu kommen, dass die Blauhelme benötigt werden, da die UNO einen noch größeren Abschreckungs-Effekt hätte.

Die schärfste Waffe der UN gegen einen drohenden Krieg ist es, dass der Sicherheitsrat ein militärisches Eingreifen gegen das Angreifer-Land beschliesst und sich Länder bereitfinden, dies auch zu tun und dafür Soldaten bereitzustellen.

Das grösste Problem der UN, um drohende Kriege zu verhindern, ist die Regelung, dass die ständigen Mitglieder im Sicherheitsrat ein Vetorecht gegen Sanktionen und militärisches Eingreifen haben. Das heisst: sie können alles verhindern, was ihnen politisch nicht passt. So blockieren die USA immer alle beantragten Sanktionen gegen Israel, Russland gegen Syrien oder China gegen Nordkorea, weil die Länder befreundet sind.

Deshalb verlassen sich viele Ländern nicht oder nicht allein auf die UN, sondern schliessen Militärbündnisse ab, um sich notfalls gegenseitig zu helfen oder so drohende Kriege abzuwenden.

Die Bundesrepublik Deutschland ist Mitglied der NATO, dem nordatlantischen Verteidgungsparkt, dem neben vielen europäischen Ländern vor allem die USA angehören. Die NATO soll in erster Linie einen abschreckenden Effekt haben. Der entsteht dadurch, alle 28 Mitgliedsländer verpflichtet sind, einem angegriffenen Partnerland Beistand zu leisten.  So haben zum Beispiel die USA nach den Terroranschlägen vom 11. September 20o1 den Verteidigungsfall erklärt, worauf viele NATO-Mitglied am Afganistan-Krieg gegen die mutmasslichen Drahtzieher teilnahmen, auch Deutschland.

Organisationen wie die  UN oder die NATO sind jedoch wirkungslos ohne die Unterstützung der Mitgliedstaaten. Um zu funktionieren, müssen die Mitgliedsstaaten diese Organistaionen auch entsprechend unterstützen,mdurch Geld und notfalls auch durch Soldaten. Deutschland als Mitglied sowohl der UN alsauch der NATO muss demnach politisch, finanziell und auch militärische Hilfe garantieren können. Wenn sich alle Mitglieder nur auf die anderen verlassen und selber nicht handeln, werden die Instrumente machtlos und verlieren ihren abschreckenden Effekt.

Zusammenfassend lässt sich erkennen, dass Frieden am besten gewahrt werden kann, wenn man sich an die Elemente der institutionalistische Schule hält. In unserer Zeit ist es das wichtigste, dass Staaten sich gegenseitig vertrauen und durch Bündnisse und Abkommen versuchen, ihre Konflikte friedlich zu lösen.

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