Ist Frieden möglich im Konflikt zwischen Nordkorea und den USA?

Ist Frieden möglich im Konflikt zwischen Nordkorea und den USA?

Es gibt immer wieder Skandalreiche Schlagzeilen über den Konflikt zwischen Nordkorea und den USA. Zuletzt ist sogar von einem möglichen Atomkrieg die Rede. Worum es dem Diktator, Kim Jong-un und dem Bewohner des weißen Hauses, Donald Trump wirklich geht und ob Frieden in diesem Konflikt möglich ist:
Das Nuklearwaffenprogramm wurde von Kim Jong Uns Großvater Kim Il Sung, welcher den Staat Nordkorea gegründet hatte, ins Leben gerufen. Il Sung wollte damit sein Land absichern und vor den westlichen Mächten schützen, die Nuklearwaffen galten somit als Warnsignal. Die Nordkoreanische Wirtschaft ist sehr schwach. Man könnte sogar sagen, die Nation gehört zu den Ärmsten der Welt. Kim Jong II wollte das Atomwaffenprogramm erweitern und gebrauchte es um Ressourcen und Hilfsgelder zu erpressen. Der eigentliche Grund für ihn ist es aber Ansehen als Nuklearmacht zu gewinnen.
Um dieses Ziel zu erreichen gibt Kim viel Geld an das Militär aus. Diese hohen Ausgaben belasten die unterernährte Bevölkerung. Rechtfertigen tut sich der kleine Diktator in dem er andere Staaten für das was in seinem Land schiefläuft verantwortlich macht. Die USA haben Schuld am Hunger, an der Isolation des Landes und an den Stromausfällen.
Staaten wie die USA sehen sich gezwungen zu handeln, da die Fortschritte bei der Entwicklung neuer Raketen und Sprengköpfe rasant ist. Nordkorea provoziert mit Tests interkontinentalen Langstreckenraketen Diese Raketen sind in der Lage, ganze Städte an der Westküste der USA auszulöschen. Bei Donald Trump kann man nicht ausschließen, dass es zu einem Präventivschlag kommen könnte. Trump würde in seinem Alleingang allerdings einen Konflikt mit China riskieren, welche Schutzmacht Nordkoreas sind. Die Diktatur ist wirtschaftlich abhängig von China, die Volksrepublik könnte Kim Jong-un kein Geld mehr geben.
Auch auf Europa hätte ein Konflikt zwischen den USA und China Auswirkungen. Falls dieser Konflikt zu einem Handelskrieg eskalieren würde wären die Folgen unabsehbar. Die wirtschaftlichen Verflechtungen der Großmächte sind für den Welthandel wesentlich.

Akteure:
Zunächst gibt es in diesem Konflikt Nordkorea. Der 33-jährige Diktator Kim Jong-un sieht für sein isoliertes Land eine Art Überlebensgarantie in der Entwicklung von Atomwaffen und Raketen. Der kommunistische Staat sieht sich von den USA und Südkorea bedroht – und rechtfertigt sein repressives System mit der Bedrohung seiner Feinde.
Das demokratische Nachbarland Südkorea, steht zwischen Versöhnung und einer harten Linie. Südkoreas Hauptstadt liegt in der Reichweite der nordkoreanischen Artillerie, ein Krieg wäre verheerend. Bündnisse wie die mit der Atomsupermacht USA, die 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert hat, sollen Nordkorea abschrecken. Zudem will Südkorea seine Raketenabwehr verbessern.
Die USA stellt für Nordkorea die Ursache allen Übels dar und droht der Weltmacht offen mit Atomangriffen. Die Phase der „strategischen Geduld“ ist laut US-Präsident Donald Trump zu Ende. Trump ist der erste US-Präsident, der offen mit Militäranschlägen droht. Zudem versuchen die USA Nordkorea politisch und wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Dafür will sie Nordkoreas Nachbarn China und Russland als Verbündete gewinnen. Des weiteren macht die Regierung um Trump Druck auf Länder, die Gastarbeiter aus Nordkorea einstellen.
China hatte im Koreakrieg eine Waffenbruderschaft mit Nordkorea gegen Südkorea und die USA. Diese ist aber längst Vergangenheit. China will, Nordkorea und die USA zu Verhandlungen bewegen. Handels Nordkoreas geht über China, welches Sanktionen mitträgt. Den Schmuggel hat China aber nicht vollständig im Griff und vor einem Kollaps des Nachbarstaates fürchtet die Regierung in China. Breche ein Krieg aus, könnten Millionen Flüchtlinge über die chinesische Grenze kommen. Sollte allerdings ein Zusammenbruch Nordkoreas zur Wiedervereinigung der Nord- und Südhälfte Koreas führen, könnten indessen Truppen aus den USA an Chinas Grenze stehen. Somit ist der Stand vor Ausbruch eines möglichen Krieges angenehmer für China.
Für Japan ist Nordkorea eine Bedrohung. Das Land ist wie Südkorea mit den USA militärisch verbündet. Nordkoreanische Raketen flogen bereits mehrmals bei Tests bis in japanische Gewässer oder über Japan hinweg. Mit Raketenabwehrsystemen will Japan sich schützen. Zudem nimmt der Ministerpräsident Shinzo Abe Nordkorea zum Anlass, um sich von dem rein defensiven militärischen Gesamtkonzept des Landes zu distanzieren.
Russland, ein weiterer Nachbar Nordkoreas bleibt in diesem Konflikt ebenfalls nicht unbeteiligt. Moskau verurteilt die nukleare Aufrüstung des Nachbarn und trägt Maßnahmen der UN mit. Dennoch ist Russland gegen Gewalt zur Lösung des Konfliktes. Stattdessen fordert die russische Regierung Gespräche der USA mit Nordkorea. Das US-Militär in Südkorea baut seine Raketenabwehr gegen Nordkorea aus und schwächt damit die militärische Position Russlands. Einwirkungen auf die schonungslose, nordkoreanische Diktatur hat Russland aber nicht.

Nordkorea testet Atomwaffe
Nordkorea hat unterirdisch erstmals eine Atomwaffe getestet. Diese Aktion löste weltweit Empörung und Entsetzen aus. Man wartet auf eine Reaktion der internationalen Staatengemeinschaft, denen es kurz gesagt um die Liberalisierung und Demokratisierung von Rohstoffen geht.
Der Test den Nordkorea durchgeführt hat, war nicht ohne. Russische Nuklearkontrollsysteme registrierten eine unterirdische Atomexplosion im Nachbarland. Eingeschätzt wurde eine mögliche Stärke der Explosion vom russischen Verteidigungsministerium mit 5000 bis 15000 Tonnen TNT (Trinitrotoluol). Dies käme der Stärke der Bombe gleich, welche die USA im zweiten Weltkrieg über Hiroshima abgeworfen hatten.
Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA erklärte, der unterirdische Test sei sicher und erfolgreich verlaufen. Nordkorea ist mit diesem Test einer der „Atomstaaten“ der Welt.

Deutschland antwortete mit entschiedener Ablehnung auf diese Atomwaffentests, will den nordkoreanischen Botschafter nach Deutschland bestellen.
Als Provokation bezeichneten Japan sowie Südkorea den Test. Er ist für die Staaten nicht hinnehmbar. Südkorea reagierte mit einem Stopp der Hilfelieferung nach Nordkorea und alarmierte seine militärischen Truppen.
China wurde 20 Minuten vor dem Test von der nordkoreanischen Regierung informiert, verurteilt diesen Test , da er die Stabilität im Nordosten Asiens bedrohe. Das Außenministerium in Peking möchte nun verhandeln.
Die USA fordern Maßnahmen im Handel, -Reise und Finanzen.
Der Weltsicherheitsrat traf sich zu einer Sitzung über mögliche Reaktionen auf den Atombombentest.

Nun versucht Nordkorea regelmäßig mit massiven Drohungen, sein Nachbarland Südkorea und die USA einzuschüchtern. In den vergangenen Wochen verstärken die USA ihre Militärische Anwesenheit in der Region, zum Beispiel durch Kampfflugzeuge oder Kriegsschiffe.
Die USA rechnet aber nicht mit einem direkten Angriff des kommunistischen Staates. Es gäbe laut Aussage Jay Carneys keine Hinweise darauf, dass Nordkorea Truppen für den Kriegseinsatz bereitstelle
Trump hat Kim Jong-un Sicherheiten zugesichert, wenn dieser sich auf ein Abkommen mit den USA einlasse, dass die nukleare Abrüstung beinhalte. Trump sagte, in Washington, über Nordkoreas Machthaber: „Er wäre dort. Er wäre in seinem Land an der Macht. Sein Land würde sehr reich werden.“

Aktuelle Eskalation
Die Diktatur Nordkorea will ihr Atom- und Raketenprogramm nicht aufgeben, obwohl es massiven internationalen Druck gibt.
Der UN-Sicherheitsrat macht deutlich, der Atomwaffentest stellt eine Bedrohung des Friedens und der internationalen Sicherheit dar. Sogar Nordkoreas Verbündete China und Russland hatten bis mehrfach versucht, Pjöngjang von den Tests abzubringen.
Anfang März wurden im UN. Sicherheitsrat die Sanktionen gegen Nordkorea erhöht. Seither droht Nordkorea wieder mit Angriffen auf die USA und auf Südkorea, brachte bereits Raketen in Bereitschaft. Nordkorea drohte zudem eine atomaren Anschlag auf die USA an.

Ein Ansatz zur Lösung des Konfliktes wäre, die Kalkulation von Kim Jong UN zu ändern. Würde man Nordkoreas Diktatur stürzen wollen, könnte man den Konflikt beenden, indem man Kim vor die Wahl stellt. Entweder die Atomwaffen oder das Überleben seines Regimes? Diese Zuspitzung wäre riskant und mit Kriegsgefahr verbunden. Würde Nordkorea aber, rücksichtslos die westlichen Großräume angreifen, ginge es eben für Europa ums Überleben.

Die Forderung der USA ist deutlich: Nordkorea soll sein Atomprogramm vollständig aufgeben.
Kim Jong-un ist möglicherweise zu Kompromissen bereit, will aber nicht alle entscheidenen Mittel auf einmal weggeben, denn das würde Kim tun indem er eine Denuklearisierung vornehmen würde.

Eine vollständige Denuklearisierung wäre nicht über Nacht umzusetzen. Washington könnte zunächst auf ein sogenanntes „Einfrieren“ des Atomprogramms bestehen. Nicht nur die Produktion der Bomben müsste gestoppt werden sondern auch die des nuklearen Materials.
Nordkorea könnte über weitere, bisher geheime Anlagen verfügen. Somit wäre die Forderung schwer zu überprüfen.
Trump muss vor allem aber mit einer Forderung der Gegenleistung von Kim rechnen.
Die Staaten müssten Vertrauen schaffen und stufenweise aufeinander zugehen.

Der Prozess einer Denuklearisierung könnte etwa zehn Jahre dauern. Zunächst müsste das „Einfrieren“ geschehen. Danach müsste eine “Rückkopplung“ erfolgen und erst dann kann laut Wissenschaftlern in dem kalifornischen Center for International Security and Cooperation der letzte Schritt erfolgen. Nämlich die „Eliminierung“ des Atomwaffenarsenals oder einer Wiederherstellung dieses Arsenals auf ein vereinbares Niveau.

Quellenverzeichnis:
https://www.zeit.de/politik/ausland/2017-09/nordkorea-konflikt-akteure-atomtest-wasserstoffbombe
http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/70095/atomwaffentest-09-10-2006
www.tagesspiegel.de/politik/gefahr-eines-begrenzten-atomwaffeneinsatzes-in-asien-usa-warnen-vor-krieg-mit-nordkorea/19571376.html
http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/157467/korea-konflikt-02-04-2013

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/afxline/topthemen/hintergruende/article167609933/Die-wichtigsten-Akteure-im-Nordkorea-Konflikt.html

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Eine Antwort auf Ist Frieden möglich im Konflikt zwischen Nordkorea und den USA?

  1. R. sagt:

    Liebe Fiok,

    Du hast Dir sehr viel Mühe gegeben, die Hintergründe in diesem Konflikt auszuleuchten. Diese Fülle an Informationen ist allerdings schwer zu bändigen, daher hast Du auf eine Strukturierung zurückgegriffen, die zwar sehr sinnvoll, aber aus einer Quelle übernommen ist, die Du nicht angegeben hast:
    https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/afxline/topthemen/hintergruende/article167609933/Die-wichtigsten-Akteure-im-Nordkorea-Konflikt.html

    Ich kann zwar verstehen, dass Du in der Kürze der Zeit lieber auf ein „zusammenkopieren“ der einzelnen Quellenfragmente zu einem Gesamttext greifst, aber erstens kommt es so zu Wiederholungen und es gelingt zweitens nur schwer, die Spreu vom Weizen (der Fakten) zu trennen: Was brauchst Du, um zu Deinem Ergebnis zu gelangen? Die Haltung Europas, Russlands und Japans?

    Hier hätte etwas Mut zur Kürze und dafür etwas mehr Zeit für eine eigenständige Gliederung gut getan.

    Für Deinen Schluss hingegen, dass der Weg zur Lösung ein steiniger langer sein wird, ist die Informationsfülle wiederum sehr wohltuend, denn nur wenn man die von Dir zusammengetragenen Argumente kennt, wird Dein Fazit verständlich. Gut!

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