Der Syrien Konflikt aus der Sicht Syriens

Im folgenden werde ich auf den Syrien Krieg, aus der Sicht Syriens, eingehen. Der Bürgerkrieg in Syrien brach  im Jahre 2011 aus. In der Arabischen Welt protestierten die Bürger gegen ihre Regime, für eine freie Demokratie. Dies war ,unter anderem, der Auslöser für den Bürgerkrieg in Syrien, da die syrische Bevölkerung anfing, sich gegen das Regime Assads, zu stellen.  Durch die Kriege in Syrien sind schon 5 Mio Menschen aus dem Lande geflohen.

Im laufe des Krieges haben sich verschiedene Gruppen und Truppen gebildet, die allerdings alle unterschiedliche Ziele verfolgen. Die meisten Länder und Gruppierungen stellen sich gegen Assad. Gegner Syriens ist einerseits die freie Syrische Armee, die aus Regimegegnern des Landes bestehen. Sie wollen eine demokratische Gesellschaft, wie zum Beispiel Rede und Pressefreiheit. Die freie Syrische Armee wird aktiv vom Westen unterstützt. Andere Gegner, die auch Teile des Landes eingenommen haben, sind die Kurden und der Islamische Staat. Der IS besitzt riesige Gebiete im Norden und Osten Syriens und steht somit als große Bedrohung für Syrien da. Der IS möchte, wie auch in anderen Ländern, einen Gottes Staat errichten. Die Kurden unterstützen die Gebiete im Westen und haben schon große Teile im Norden unter Kontrolle. Sie wollen einen autonomen Staat aufbauen. Der Nachbar Syriens, die Türkei, möchte den Kurden Staat verhindern. Die Türkei sieht diesen als große Bedrohung an, weil sich das Kurdische Gebiet auch in die Türkei ausbreiten wird. Natürlich gibt es auch noch die Regierung Syriens mit Assad als Präsidenten. Assad und seine Regierung haben einen Großteil Syriens wieder eingenommen und kommen somit ihrem Ziel, die Regierung um jeden Preis zu behalten, immer näher.

Russland ist ein großer Unterstützer Syriens und hilft ihm militärisch als auch politisch. Russlands Ziel war anfangs nur die Bekämpfung des Islamischen Staates, doch durch die Militärische Hilfe Russlands für Assad, wurde Russland von mal zu mal ein größerer Unterstützer Assads. Das russische Militär half Assad immer mehr, sein Land zurückzugewinnen und unterstützte so die Syrische Regierung. Russland ist also ein sehr wichtiger Akteur und Unterstützer in dem Syrien Konflikt.

Der Iran ist der einzige konstante Partner von Assad. Beide Länder besitzen eine Allianz mit drei gemeinsamen Zielen: einerseits die Eindämmung des amerikanischen Einflusses im Osten Syriens, außerdem die Schwächung Israels und Einhegung der regionalen Machtansprüche des Iraks. Durch die Hilfe der Unterstützer Iran und Russland, kommt Assad seinen persönlichen Zielen immer ein wenig näher. Ohne die Hilfe, würde er aber sehr wahrscheinlich nicht weit kommen. Dadurch, dass sich die meisten verschiedenen Truppen, auf das bekämpfen des Islamischen Staates konzentrierten, konnte Assad durch die Unterstützung Russlands und Irans viele Gebiete zurück gewinnen. Das Assad-Regime wird weiterhin militärisch vorgehen, um wieder über ganz Syrien herrschen zu können.

Der Giftgas Angriff, der sich im Jahre 2017 ereignete, wird noch immer dem Assad Regime vorgeworfen. Dabei ist man sich nicht sicher, wer wirklich Schuld an dem Angriff hatte. Es liegen bis heute noch keine wirklichen Beweise vor, um Assad zu beschuldigen. Dieser Vorwurf, gegenüber dem Assad Regimes, dient den Amerikanern und den Briten um Assad Macht zu schwächen oder gar zu vernichten. Denn genau dies ist das Ziel der Länder wie USA und Großbritannien, sie wollen Assad die Macht entziehen, in dem sie ein schreckliches vorgehen, wie die Giftgas Attacke, Assad vorwerfen.

Syrien war unter al-Assad ein Land im Nahen Osten, das sich zwar zu einer Präsidialmonarchie entwickelte, sich aber dennoch als innen- sowie außenpolitisch stabiles Land behaupten konnte. Jahrzehntelang gab es keinerlei ethnische oder religiöse Konflikte im Land, auch die Grenzen waren gut gesichert und sogar auf den von Israel besetzten Golan-Höhen herrschte Frieden. Assad behauptete sich dabei als bewusst handelnder Herrscher für sein Volk im ansonsten unruhigen Nahen Osten und vertrat bildlich seinen Glauben und linksnationalistische Werte im Staat, die dem Vorbild der damaligen Sowjetunion entsprachen und ihm somit die Sympathie Russlands einbrachte. Die spätere Diktatur isolierte sich jedoch zunehmend von der Außenwelt und setzte zunehmend auf ein starkes Militär und einen mächtigen Geheimdienst, wodurch das Volk immer stärker kontrolliert wurde und die Unzufriedenheit sich im Volk breitmachte. Nach seinem Tod kam sein Sohn Baschar al-Assad an die Macht, der zunächst Reformen und Besserungen im Land versprach, vor Allem in Bezug auf Meinungs- und Pressefreiheit, sowie internationale Kooperation. Jedoch fing er schon kurz nach Regierungsantritt an, seine politische Haltung zu radikalisieren, staatliche Unternehmen in Monopolstellung an seine Verwandten zu privatisieren und die zuvor versprochene Meinungs- und Pressefreiheit komplett einzuschränken. Er bezeichnete jegliche Oppositionelle als Terroristen, womit er jegliche politische Gegenbewegung im Land unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung bekämpfte. Zunehmend verstärkte er weiter Geheimdienst und Militär und entwickelte sich so zum definitionsreinen Diktator Syriens. Durch weitere persönliche Auslegungen des Islams, der stark in seine Politik einfloss, machte er sich religiös Feinde und durch die Bekämpfung von Terrorgruppierungen und ethnischen Minderheiten wie den Kurden oder Israelis, bildeten sich militärisch organisierte Oppositionen, die versuchten den Diktator zu stürzen. Assad reagierte darauf immer mit Bombenanschlägen und Verwüstung, die Oppositionen erlangten jedoch immer mehr territorialen Einfluss. Durch gezielte taktische Schläge hat es Assad bis heute zwar geschafft, einen großen Teil seines ehemaligen Staatsgebiets zurückzuerlangen, die Sicherheit und Kontrolle ist jedoch keinesfalls vorausgesetzt. Privat organisierte Militanten herrschen nach wie vor über kleinere Einflussbereiche. Assads höchstes Ziel ist die Erhaltung seines syrischen Staates mit ihm und seinem Familienklan als gesamte Legislative, Exekutive und Judikative. Er findet zwar wenig Zusprechung vom Volk, die zunehmende Angst der Bevölkerung vor seinen extremistischen Oppositionen spielen ihm aber in die Karten, da diese sich teilweise wider Willen der Leute islamisch radikalisieren. Als engsten Verbündeten hat Assad Russland, was ihm eine global unglaublich mächtige Rückendeckung und Nachschub an Waffen bringt. Zudem sanktioniert Russland jegliche Beschlüsse gegen Syrien im UN-Sicherheitsrat mit seinem Veto, was Assad  Sicherheit zumindest vorübergehend gewährleistet. 

 

 

Peter Winkler, Washington 15.4.2018, 19:56Wie ein Bürgerkrieg zum Spielbrett anderer Staaten wurde-https://www.nzz.ch/international/syrien-antworten-zur-lage-im-syrien-konflikt-ld.13777102

Sachstandsbericht des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags-Syrische Regierung und Verbündete- vom 01.06.2017 https://www.bundestag.de/blob/515094/6add202f3f24cc5c6295548c897f0d07/wd-2-043-17-pdf-data.pdf

Stefan Weber im Gespräch mit Korbinian Frenzel-Deutschlandfunk Kultur, 02.07.2018- Das Assad-Regime kurz vor dem Sieg https://www.deutschlandfunkkultur.de/syrien-krieg-das-assad-regime-kurz-vor-dem-sieg.2950.de.html?dram:article_id=421814

Wer will was in Syrien?-Die Zeit, 22.März.2018, 15:30 https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-03/kriegsparteien-syrien-ueberblick

 

 

 

 

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