Das öffentlich rechtliche Propaganda Instrument

In wieweit unterstützen unsere Medien die Ziele der Terroristen?

Ja, es ist schrecklich, was mit den Redakteuren des französischen Satiremagazin „Charlie Hebdo“ geschehen ist. Sie wurden von Personen ermordet, die behaupteten, dass dieses Magazin ihren „Gott“ beleidigt hätte. Durch diese Tat stellten sie allerdings auch eines unter Beweis – dass sie ihre Ziele sogar mit Hilfe unserer doch so vertrauenswürdigen, mit öffentlichen Geldern finanzierten Medien erreichen. Denn Terroristen werden wohl kaum ihre Hauptaufgabe darin sehen, Menschen zu töten. Sie wollen mit diesen Taten etwas erreichen. Fragt sich nun – was wollen die Terroristen mit diesen Attentaten erreichen und inwiefern unterstützen die Medien, die wir beispielsweise durch die Rundfunkgebühren finanzieren, diese Ziele?

Betrachten wir zuerst die Frage nach den Zielen: Das Töten von Menschen sollte nicht als Ziel des Terrors gesehen werden, sondern eher als eine Art Instrument. Denn was kann man durch das Töten eines Menschen erreichen? In erster Linie den Tod dieses Menschen. Dieser Tod wiederum hat dann mehrere Folgen. Zuerst wird Angst erzeugt, denn die Angehörigen, Bekannten oder andere Personen, die eine Ähnlichkeit oder eine Verbindung mit der getöteten Person haben und bzw. oder diese sehen, stellen sich die Frage, warum sollten sie nicht selbst der nächsten beziehungsweise das nächste Opfer sein? Des weiteren können in einigen Fällen auch Widersacher oder Gegner beseitigt werden, so dass die Arbeit des Mordenden oder die seiner Auftraggeber erleichtert wird. Wobei der Auftraggeber selber nicht unbedingt wissen muss, dass er den Auftrag erteilt hat oder gar existiert. Diese Angst kann dann genutzt werden um die verängstigten Personen zu erpressen in dem man ihnen beispielsweise mit Mord droht, wenn sie nicht eine Person im Monat überzeugen in den Krieg zu ziehen oder ähnlichem.

Sehen wir uns nun einmal die Verbreitung der Information, dass das Opfer tot ist, an. Angehörige würden irgendwann sicherlich erfahren, dass die ihnen nahestehende Person tot ist, beispielsweise durch ein Bekenntnis des Mörders oder durch den Fund der Leiche. Darauf würden die Angehörigen sicherlich Bekannte informieren, die wiederum das gleiche tun. Dies erreicht auf kurze Sicht allerdings nur einen kleinen Kreis, vor allem da die Wahrscheinlichkeit, dass die Informationsweitergabe stagniert, sehr hoch ist und Maßnahmen gegen eine Stagnation größere Anstrengungen erfordern. Es sei denn, die Medien werden involviert, denn dann kann eine sehr große Masse angesprochen werden. Der Optimalfall sind die öffentlichen Medienanstalten, da diese bei der Bevölkerung ein höheres Ansehen haben, als die privaten Medienanstalten. Dies gilt zumindest für die Korrektheit der Informationen, denn die privaten Medien sind etwas eingeschränkter im Programm.

Warum private Medien eingeschränkter in ihrem Programm sind, könnte man sich nun fragen. Geld spielt hier eine sehr große Rolle, denn diese Medien werden nicht durch einen verpflichtenden Beitrag finanziert, sondern durch Werbung und Sponsoren. Man sollte den Medien jetzt allerdings nicht den Vorwurf machen, das sie von Terroristen finanziert werden, denn das stimmt eher nicht, schließlich wäre es ein Skandal wenn zum Beispiel bekannt werden würde, dass der Sender „ABC“ von der Terrororganisation „XYZ“ finanziert wird. Die Sponsoren erhalten als Gegenleistung für ihr eingesetztes Kapital einen Werbeplatz. Es bringt aber nichts, wenn diese Werbung niemand sieht, weswegen der Werbung stellende bemüht ist, den Sender oder den Verlag zu erreichen, der ein möglichst großes Publikum erreicht, was dadurch auch die Aufgabe der Sender und Verleger ist. Damit wäre die erste Möglichkeit der Einmischung, also verbreiten durch Werbung stellen ausgeschaltet oder zumindest seine Wahrscheinlichkeit gesenkt, aber wie erreicht man nun die Zuschauer? Die Antwort liegt direkt vor der Nase: Skandal! Ein Skandal macht das breite Publikum erst neugierig. Um es mit anderen Worten zu sagen: Wer interessiert sich schon für einen alten Mann, der im Bett gestorbenen ist, solange keine erschreckende Geschichte dahinter steckt wie: „Mit 112,5 Messern erstochen“ oder ähnlichem.

Also produzieren die Terroristen einen Skandal, um Aufmerksamkeit zu erregen. Das ist zu vergleichen mit einem kleinen Kind, das schreit, wenn es etwas haben will. Die Eltern geben dem Kind dann das, was es möchte, damit es still ist. Die Terroristen erhalten für ihren Mord somit eine große Portion Aufmerksamkeit. Allerdings sollte man meinen, dass diese Aufmerksamkeit hauptsächlich von den privaten Medien ausgeht, allerdings stimmt das nur begrenzt. Die öffentlich rechtlichen Medien haben mit zunehmender Intensität auch einen nicht zu verachtenden Beitrag dazu geleistet. Sieht man sich einmal eine bekannte Nachrichtensendung auf einem der öffentlich rechtlichen Sender kurz nach dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ an, so fällt auf, dass diese eine Nachricht fast die Hälfte der Zeit in Anspruch nahm. Das ist jetzt aber nicht verwerflich, da es der normalen Berichterstattung entspricht. Trotzdem wird so die Nachricht der Terroristen verbreitet, dass diese Terroristen da sind und das diese Terroristen Menschen töten, die nicht ihre Ansichten teilen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Medien, die wir gezwungenermaßen finanzieren, unterstützen indirekt den Terror. Denn sie verbreiten die Angst stiftenden und Hass säenden Nachrichten der Terroristen. Allerdings sollten wir den Medien nicht vorwerfen dieses mit voller Absicht zu tun noch sollten wir in erster Linie die Medien beschuldigen, denn im Endeffekt sind wir es, die die Medien nutzen und diese erst durch unser Interesse an Skandalen, Mord und Totschlag dazu gebracht haben, solche Dinge in großer Ausführlichkeit zu verbreiten. Tatsache bleibt allerdings, der Terror will Angst verbreiten und tut dieses mit Hilfe der Medien. Man wird immer wieder medienwirksame Ziele auswählen, um das breite Publikum zu erreichen.


Quellen

 

Über Günther Höarsch

Es ist selten nur ein Einziger schuld!
Dieser Beitrag wurde unter Terror, Terrorbekämpfung abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten auf Das öffentlich rechtliche Propaganda Instrument

  1. inesceline sagt:

    Hallo Günther Höarsch!

    Mit dem Erwähnen des Aufmerksamkeitswillen im Bezug auf Terroristen hast du einen interessanten Aspekt angesprochen. Sicherlich ist die Verbreitung einer Schock-Nachricht und die Reaktion der westlichen Medien ein Nährmittel des Terrorismus.
    Dennoch ist nicht zu vergessen, dass das Beseitigen von Gegnern ihrer radikalen Einstellung nicht nur Instrument, sondern ein fundamentaler Grundgedanke der Terroristen ist. Natürlich spielt die Verbreitung von Angst eine große Rolle, jedoch kommt dem tatsächlichen Auftrag des Mordens schon eine größere Rolle zu, da ja jeder, der sich ihnen in den Weg stellt für die radikalen Terroristen ein reales Hassobjekt darstellt. Beispielsweise der Fall des „Charlie Hebdo“: Selbstverständlich setzten die Djihadisten ein Zeichen von Angst in der Öffentlichkeit, aber der noch viel fundamentalere Beweggrund ist hier meiner Meinung nach der pure Hass auf eine andere religiöse Einstellung. Demnach kommt den Medien hier die Verantwortung der Verbreitung von Schock und Panik zu, jedoch denke ich nicht, dass sie den Terror maßgebend unterstützen. Der Hass der Radikalen würde sich auch durch eine weniger aufmerksamkeitserweckende Berichterstattung kaum vermindern, Morde würden weiterhin in großen Maßen geschehen. Wir würden nur nicht hinreichend darüber informiert werden, was im Kampf gegen den Terror keinesfalls ein Vorteil wäre.
    Der einzig offenliegende Aspekt beim Terrorismus ist ein psychologischer; auf den unsere „hochgepushten“ Medienberichte keinen großen Einfluss verüben können.

  2. 123 sagt:

    Hallo Günther Höarsch,
    ich finde deinen Artikel zum Thema in wieweit die Medien den Terrorismus unterstützen sehr interessant und ansprechend geschrieben. Allerdings möchte ich einige Sachen anmerken, die in deinem Artikel meiner Meinung nach nicht deutlich genug geworden sind oder teilweise falsch ausgelegt wurden.
    Du sagst, dass die Terroristen ihre Ziele mithilfe unserer Medien erreichen, was mir so allerdings nicht ganz richtig erscheint. Natürlich setzen die Terroristen es darauf an den Menschen Angst zu machen, doch ich denke, dass das nicht deren größtes Ziel ist. Natürlich bereitet die Angst ihnen den Weg ihre Meinung durchzusetzen, aber ich bin der Meinung, dass sie ihre Ziele nicht nur deswegen erreichen.
    Zudem sagst du, dass die Medien ihren Zuschauern einen Skandal bieten, um diese zu erreichen und sich zu verkaufen. Ich stimme dir in dem Punkt zu, dass die Medien die Nachrichten aufbauschen und somit die Angst verbreiten, doch ich denke nicht, dass sie damit den Terror unterstützen. Vielleicht müssten die Medien objektiver über die Geschehnisse berichten, damit nicht zu viel Angst geschürt wird, aber es sollten auch keine Informationen verschwiegen werden, nur um die Menschen vor dem Schock zu schützen. Viele Menschen machen sich auch einfach ein falsches Bild, indem sie sich zu wenig informieren und nur wenige Artikel lesen und dessen Meinungen ohne weiteres zustimmen. Ich würde auch nicht sagen, dass die Medien über die Geschehnisse nur berichten um die Leser anzuziehen, sondern auch um die breite Masse zu informieren.
    Zwar verbreiten die Medien die Nachrichten der Terroristen und schenken ihnen somit viel Aufmerksamkeit, doch ich denke nicht, dass man die Berichterstattungen einschränken sollte, da es die Terroristen nicht behindert oder gar zurückhalten wird. Die Radikalen wollen ihre Meinungen durchsetzen und ob darüber nun groß berichtet wird oder nicht, wird sie mit Sicherheit nicht einschränken oder beeinflussen. Die Bevölkerung allerdings wäre nicht gut informiert und würde sich über ungewisse Vermutungen noch mehr Sorgen machen oder gar mehr Panik verbreiten.
    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Medien die Nachrichten der Terroristen verbreiten und vielleicht infolgedessen auch Angst schüren. Doch die Medien haben keinesfalls einen großen Einfluss auf die Radikalen und man sollte die Berichterstattung nicht unterbinden nur um ihnen keine Aufmerksamkeit zu schenken.

  3. MaPi sagt:

    Hallo Günther Höarsch,

    In deinem Beitrag sagst du, dass die Medien den Terror indirekt unterstützen, da das Ziel der Terroristen die Aufmerksamkeit der Gesellschaft ist. In diesem Punkt kann ich dir nicht vollständig zustimmen, weil ich nicht denke, dass Aufmerksamkeit das wesentliche Ziel der Terroristen ist. In deinem weiteren Argumentationsgang bringst du dann allerdings den Aspekt ein, das die Medien durch die Verbreitung solcher Nachrichten Angst in den Menschen auslösen. Diesen finde ich plausibel, denn dadurch können sie Drohungen aussprechen, die von den Lesern ernstgenommen werden. Terrorgruppen kommen also durch das publizieren von Anschlägen an Macht gegenüber der Gesellschaft. Du erwähnst auch, dass all dies nicht alleine an den Medien liegt, denn diese werden von den Lesern und Zuhörern geprägt. Zuhörer lesen gerne Artikel oder schauen Nachrichten, welche sie interessieren und diese sind meistens spannend oder sogar skandalös. Dieser Aspekt ist mir allerdings zu wenig angeschnitten, denn du gibst hier keinen wirklichen Lösungsansatz. Wie können die Medien dies denn verändern, sie sollten meiner Meinung nach auf keinen Fall Nachrichten verschweigen um die Leser zu „schonen“. Das würde die Situation nicht bessern, denn die Menschen würden sich hintergangen fühlen. Außerdem würden Terrorgruppen andere Wege finden um an Macht zu kommen. Es gibt ja bereits viele andere Wege, denn Angst wird ja nicht nur durch die Medien verbreitet, auch Taten im nahen Umfeld von Kleinorganisationen oder anderen Verbrechern verbreiten Angst ohne über die Medien an den Verängstigten zu gelangen. Die Medien sollten ihre Informationen vllt. etwas objektiver veröffentlichen damit sich jeder eine eigenes Bild über die Ausmaße und somit auch die eigene Reaktion machen kann. Die Denkweise und somit der Interessensschwerpunkt der Menschen müsste verändert werden um dieses Dilemma zu beseitigen, doch dies ist schier unmöglich.

    Also kann man sagen, dass es wichtig für die Medien ist ein natürliches Mittelmaß zwischen „Todschweigen“ und „künstlich aufbauschen“ zu finden um so keine unnötige Angst aber auch kein Gefühl des Hintergehens auszulösen. Ich finde dir ist dein Beitrag im Ganzen sehr gelungen, die vielen genannten Beispiele veranschaulichen und verdeutlichen den ernsten Zwiespalt. Er war sehr aufschlussreich und anregend, danke!

  4. princess sagt:

    Hallo Günther Höarsch,

    Dein Beitrag war für mich sehr interessant zu lesen und hat neue Perspektiven der Propaganda von Terrorismus aufgeworfen.
    Du sagst in deinem Beitrag, dass die öffentlich rechtlichen sowie die privaten Medien den Terror, ob gewollt oder nicht, unterstützen. Außerdem sagst du, dass wir, indem wir den Medien Beachtung schenken auch den Terror unterstützen bzw. finanzieren.
    Klar, du hast sehr treffende Argumente beigesteuert, doch ich habe einiges einzuleiten.

    Du vergisst, dass die Medien nur ein kleiner Bestandteil des Terrors sind. Die Propaganda entsteht viel öfter durch soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook.
    Nachrichtensendungen berichten Terroranschläge und ähnliches und dadurch wird natürlich auch Angst verbreitet. Aber soll man die Bevölkerung lieber im Unklaren lassen? Insbesondere die westliche Bevölkerung, die in einer „heilen Welt“ lebt nicht über die Zustände informieren?
    Keine Infos mehr durch die Medien an die Bevölkerung lassen, damit die Terroristen keine Aufmerksamkeit bekommen?
    Ich bin der Meinung, dass auch wenn ihnen keine Aufmerksamkeit geschenkt wird, Mittel und Wege gefunden werden, die verlorene Aufmerksamkeit wieder zu erlangen.

    Du hattest auf den Anschlag auf das Pariser Satiremagazin „Charlie Hebdo“ angesprochen. Die Reaktionen auf den Anschlag waren enorm. Der Zusammenhalt der Nationen wurde bekräftigt und trotz der ausführlichen Medienberichte und der Angst die damit verbreitet wurde, ist jeder Mensch dazu in der Lage sich sein eigenes Bild von der Situation zu machen. Manche haben vielleicht sehr Angst, aber das trifft nicht unbedingt auf alle zu und ist psychisch und nicht medial bedingt. Außerdem kann man kann nicht sagen, dass die Angst durch die Medien ausgelöst wurde. Das Attentat an sich war der Auslöser für die Angst. Die Menschen möchten informiert werden über die Geschehnisse der Welt und um den Terrorismus zu bekämpfen ist es meiner Meinung nach ein falscher Ansatz, die Medien als Unterstützer von Terrorismus anzusehen.
    Terrorismus hat viele Ursachen und die modernen Medien sind ohne Frage ein großer Teil davon, doch meiner Meinung nach gäbe es auch ohne die Übermittlung von Tatsachen durch die Medien kein Ende des Terrorismus.

    Deshalb meine ich, dass der Terror durch Menschen- und Drogenhandel sowie anderen kriminellen Machenschaften finanziert und unterstützt wird. Die Medien spielen in diesem Zusammenhang die kleinste Rolle. Außerdem kann man auch nicht sagen, dass man durch das eigene Informieren über den Terror mithilfe der Medien den Terrorismus unterstützt.

    Liebe Grüße.

  5. Lisa sagt:

    Hallo Günther Höarsch,

    in Deinem Artikel verdeutlichst du, den Nutzen der Medien von Terroristen und weist auf die Ziele der Terrorgruppen auf.
    Hierbei möchte ich in meinem folgenden Artikel meine Ansicht deiner Dargestellten Thesen teilen.

    Zu Beginn des Artikels sagst du, dass Terrorgruppen ihre Ziele durch die Medien durchsetzten können und dafür mit Morden Aufmerksamkeit erlangen wollen.
    Diesen Aspekt möchte ich zum Teil Kritisieren.
    Die Medien sind, wie du bereits erwähnt hast, die effektivste Möglichkeit in der Öffentlichkeit aufmerksam zu werden. Doch ist die Absicht einer Terrorgruppe nicht ausschließlich Aufmerksamkeit zu erlangen, sondern ein bestimmten Ziel, wie die Religion Durchsetzung, weltweit zu erreichen.
    Hierfür müssten die Terrorgruppen beispielsweise mit ihren Absichten in den Medien werben um somit viele Menschen auf ihre Seite zu ziehen.
    Ihre Absichten bestehen teilweise darin sich Respekt zu verschaffen, was durch Morden erzielt werden kann. Jedoch können somit nicht alle Absichten einer Terrorgruppe gedeckt werden.
    Ein wichtiger Aspekt ist ebenfalls, dass auch wenn die Medien, den Terror ungewollt unterstützen, jedoch die Informationsweitergabe nicht unterlassen werden kann, da diese notwendig ist.
    Außerdem werden durch diese Nachrichten nicht ausschließlich Angst und Respekt geschaffen, sondern ebenfalls Hass und Wut.
    Dies führt dazu, dass sich Gruppen gegen die Terroristen bilden und helfen, diese zu bekämpfen, was einen positiven Aspekt aufweist. Außerdem trägt die Aufklärung über Terrorgruppen und deren Taten dazu bei, vielleicht heranwachsende Terroristen von ihren Taten abzuhalten und auf die schlimmen Folgen aufzuweisen.

    Wie schon richtig gesagt, führt ein Skandal zur aufmerksamkeits Gewinnung. Doch benötigen Terrorgruppen keine Art von Kooperationen mit Medien, da Skandale sofort ausgestrahlt werden, um die neusten Fakten mit den Zuschauern zu teilen und somit im Gesprächsthema zu bleiben und gute Quoten beizubehalten.
    Somit profitieren Medien sowie Terrorgruppen von einem Anschlag, da Medien diese veröffentlichen und Terrorgruppen somit bekannt sind.

    Zusammenfassend möchte ich darauf aufweisen ,dass die Absicht einer Terrorgruppe nicht ausschließlich, pressend in der Öffentlichkeit zu stehen ist , sondern meist ein tiefgründigerer Hintergrund für Anschläge der Auslöser ist.

  6. Freddy Coleman sagt:

    Lieber Günther Höarsch,

    zunächst ein großes Danke für diesen spannenden Blogartikel, die sehr interessante Themenwahl und eine These zum Thema Terror die mir vor dem Lesen deines Blogs fremd war.

    In deinem Artikel beschäftigst Du dich mit der Fragestellung, ob Terror durch öffentliche Medien indirekt gefördert oder gar ausgelöst wird und inwiefern wir als Bevölkerung durch bspw. Rundfunkgebühren -ob gewollt oder nicht- „gezwungenermaßen“ mitverantwortlich an diesem Geschehen ist. Zunächst nennst Du das aktuelle Beispiel des terroristischen Anschlags auf das Satiremagazin Charlie Hebdo. Du beschreibst Motive für terroristische Attentate und differenzierst dabei zwischen Menschen, welche bloße Lust am Töten haben, und Terroristen, welche Angst und Medienaufmerksamkeit oder andere Ziele beim Morden verfolgen. Gleichzeitig spielst Du auf die Medien an, Du wirfst ihnen vor, das genannte Ziel der Aufmerksamkeit der Medien durch eine ausführliche Berichterstattung und öffentliche Analyse sowie die Frage nach dem „Warum?“ zu erfüllen und wirfst ihnen vor, eine Art Unterstützung für terroristische Machenschaften darzustellen. Du beschreibst das Töten von Menschen dabei als nichts anderes als ein „Instrument“, leider vergisst du dabei, dass für terroristische Vereinigungen wie den Islamischen Staat die Vernichtung aller Ungläubigen oder anders Denkenden ein fundamentales Ziel darstellt, auch ohne mediale Aufmerksamkeit wäre dieser Hass und dieser Drang zum Töten gegenüber anderen religiösen Strömungen und nicht-Anhängern ihrer Philosophie ohne Frage vorhanden und lässt sich nicht einzig und allein darauf zurückführen. Weiterhin lässt Du außer Acht, dass die hinreichende Information und Berichterstattung zu Themen wie dem Terror ein entscheidender Punkt im War on Terror darstellt, Aufklärung stellt einen klaren Bestandteil von Prävention dar.

    Eine objektivere Art über terroristische Geschehnisse zu berichten wäre außerdem eine Art die Angst in der Bevölkerung zu vermeiden, auch darauf gehst du leider in deinem Blog nicht ein. Keinesfalls dürfen Informationen über Kriegsgeschehen in den Medien verschwiegen werden, einzig und allein um den Terroristen nicht zum Erreichen ihres „Ziels“ zu verhelfen und somit den Leser zu „schonen“. Zeitungen wie „Die Bild“ haben seit jeher eine große Zielgruppe und wird von einer Menge Menschen regelmäßig gelesen. Diese Zeitung sieht sich beispielsweise oft mit den Vorwürfen der einseitigen und Angst schürenden Berichterstattung konfrontiert. Durch Beispiele wie diese kommt es dazu, dass viele Menschen sich ein falsches Bild zum aktuellen Geschehen machen und anschließend falsch über Dinge urteilen. Jedoch kann man keinesfalls behaupten, dass Beispiele wie dieses den Regelfall darstellen, die internationale Vernetzung durch das Internet beispielsweise stellt eine nie da gewesene Möglichkeit dar, fundiert und unvoreingenommen das Geschehen an jedem Ort der Welt einzufangen und anschließend mit dieser zu teilen. Abgesehen davon muss ich dir leider in dem Punkt zustimmen, dass Terroristen durch die oft fragwürdige Art der Publizierung von Anschlägen an eine gewisse Art von Macht und Kontrolle gegenüber der westlichen Gesellschaft gelangen. Im Allgemeinen kann man weiterhin sagen, dass der generelle Interessenkonsens im Westen bezüglich der Meldungen in den Medien so ausgerichtet ist, dass ein generelles Interesse an Gewalt, Verbrechen mit möglichst genauen Details besteht, dies bestätigen die Verkaufszahlen von den zahlreichen „Skandal-Blättern“. Damit spiele ich nicht zwingend auf terroristische Aktivitäten an, auch jegliche andere Art von gewaltvollem Geschehen stellt eine potentielle Schlagzeile dar. Um an der Art der Berichterstattung etwas zu ändern, wäre es also vonnöten, die Denkweise der Konsumenten bezüglich ihrer Ansprüche an den Inhalt ihrer Medien zu ändern, dies würde auch zur Einschränkung der geschürten Angst durch Terror verhelfen. Alles in allem lässt sich sagen, dass die Absichten von Terroranschlägen oder die Aktivitäten terroristischer Gruppierungen nicht zwingend die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ist sondern oft weit tiefgründige Hintergründe und Auslöser aufweist.

    Abschließend bleibt zu sagen, dass die Medien durch eine fundierte und differenzierte Berichterstattung ihrem Auftrag der Aufklärung und der Information über jedwedes terroristisches Geschehen und jede potentielle Gefahr der Öffentlichkeit nachkommen sollte und muss, Pressefreiheit ist ein wichtiges Gut über welches wir uns glücklich schätzen sollten. Jedoch liegt dabei die Betonung auf dem Aufklärungs- und Informationsauftrag, mit plumpen Sensations-Schlagzeilen und einer voreingenommenen Art der Berichterstattung kommt es schnell zum Schüren von Angst in der Bevölkerung, was nicht das Motiv der Medien sein darf und ohne Zweifel ein Ziel vom Terror darstellt.
    Schlussendlich bleibt zu sagen, dass eine gesunde Mitte angestrebt werden sollte, weder ein Todschweigen von Informationen noch eine unnötige „Überzogenheit“ in der Berichterstattung ist zielführend. Deinen Blog finde ich insgesamt sehr aufschlussreich und informativ, deine Beispiele unterstreichen deine Meinung und veranschaulichen deine Argumente. Man merkt, dass Du die Materie durchdrungen und Du dir eigene Lösungsansätze überlegt hast. Ich hoffe du fasst meine Kritik an deiner Argumentation als konstruktiv auf und baust deine Ideen zum Thema weiter aus.

    Abschließend ein Zitat des amerikanischen Journalisten Stewart Alsop: „Die Presse muss die Freiheit haben, alles zu sagen, damit gewisse Leute nicht die Freiheit haben, alles zu tun.“.

    Liebe Grüße und bis bald,
    Freddy Coleman

  7. lennox sagt:

    Hallo Günther Höarsch,
    ich finde dein Thema, mit dem sich dein Blogeintrag beschäftigt, sehr interessant und du nennst auch einige Punkte in denen ich mit dir übereinstimme. Dennoch bin ich der Meinung, dass man in manchen Argumente noch mehr differenzieren muss und z.B. die Ziele der Terroristen klarer herausstellen sollte.
    In deinem Blogeintrag nennst du die Ziele, die die Terroristen deiner Meinung nach verfolgen und legst vorrangig verschiedene Argumente dar, die auf eine indirekte Unterstützung von dem Deutschen Steuerzahler, der die Öffentlich-rechtlichen Medien durch die Rundfunkgebühren teilweise finanziert, abzielt.
    Direkt am Anfang deines Eintrags bist du der Meinung, dass die Terroristen nicht ihre „Hauptaufgabe“(A.1;Z.5) darin sehen zu töten, doch ich würde behaupten, dass das Töten von „Ungläubigen“ auf jeden Fall ein Hauptaspekt in den Zielen der Islamisten ist, da dieser Punkt eng in der Verbindung mit der Errichtung eines eigenen „Gottesstaates“ steht, außerdem würde ich hierfür auch den Genozid an den Kurden als Beispiel heranführen.
    Des Weiteren sprichst du von der Verbreitung der Informationen und explizit davon, dass die „Informationsweitergabe“(A.3;Z.6) mit hoher Wahrscheinlichkeit stagniert und erst spät die Medien eingeschaltet werden. Ich würde jedoch sagen, dass die Medien bei einer Hinrichtung eines deutschen Staatsbürgers oder eines anderen OECD-Staates, ohnehin an Informationen durch eine Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes kommen würden. Zu dem teile ich nicht die Behauptung, dass die privaten Sender „eingeschränkter im Programm“(A.3;Z.11f) sind, denn wenn ich dich richtig verstehe bist du der Meinung, dass die privaten Sender, im Vergleich zu den Öffentlich-rechtlichen, eine nicht so ausgeprägte Verlässlichkeit in ihren Informationen besitzen. Ich bin aber dagegen der Meinung, dass wir in Deutschland eine sehr gute Berichterstattung auf allen Kanälen erwarten können, da diese auch die Mittel haben an vielversprechende Informationen zu gelangen und gleichzeitig eine möglichst objektive Berichterstattung anstreben.
    In deinem Fazit ziehst du die Bilanz aus deinem vorangegangen Geschriebenen und sagst, dass die Medien erst durch unser Interesse die Gräueltaten der Islamisten „verbreiten“(A.6;Z.2). Mir kommt es so vor als wenn deine Meinung ist, dass dem Leser und Zuhörer die Schuld daran zu geteilt werden kann, dass die Medien die Angst durch ihre Berichterstattung schüren. Ich bin aber eher Meinung, dass niemand schuldig oder nicht schuldig ist, weil eine informative Berichterstattung sehr wertvoll ist und auch notwendig, da der Krieg im Nahen Osten uns alle betrifft, wenn auch manchmal nur indirekt. Außerdem halte ich es für eine gute Prävention, denn durch eine objektive Berichterstattung kann z.B. auch eine Distanzierung von jungen Menschen gegenüber den Islamisten bewirken und sie so sehen was wirklich in den Krisengebieten vor sich geht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.