Bekämpfung der Fluchtursachen in Afrika

Afrika, ein großer Kontinent, ist geprägt von totalitären Regimen, von Hungersnöten, von  Terrorismus, von den Folgen der globalen Klimakrise und nicht zu vergessen von den vielen Krankheiten, die auf Grund der schlechten hygienischen Verhältnisse entstehen. Viele Fluchtursachen die sowohl die EU, als auch die Nato seit Jahrzehnten zu bekämpfen versuchen. Hierbei stellt sich die Frage, ob es überhaupt eine realistische und moralisch mögliche Lösung gibt, die die Ungerechtigkeit auf diesem Kontinent beseitigt.

Im Kontinent Afrika herrschen verschiedene Konflikte und/oder Krisen, die bis hin zu Kriegen führen. Diese Konflikte, Krisen oder Kriege sind unterschiedlich einzustufen. Die Hungerskrise, unter der große Teile Afrikas leiden, stellt einen latenten Konflikt dar. Zwei Parteien haben andere Interessen: Lebensmittelverkäufer erhöhen die Preise, um den größt möglichen Gewinn zu machen. Die Käufer hingegen können die höheren Preise  meist nicht bezahlen und leiden unter den steigenden Preisen. Dieser Konflikt ist aber nur unterschwellig vorhanden, aus ihm gehen keine gewaltsamen Handlungen hervor, welches den latenten Konflikt von einem manifesten Konflikt unterscheidet.

Betrachtet man den Terrorismus in Afrika, ist dieser Konflikt als „asymmetrischer“ Krieg zu bezeichnen. Also ein militärisch ausgetragener Konflikt zwischen einer nicht-staatlichen Gruppe und einer staatlichen Gruppe, die mit unterschiedlichen Mitteln und Strategien kämpfen. In solche Kriege mischen sich dann auch International-Gouvermental Organisations (kurz Igos) ein. Zum Beispiel schickte die NATO ihre eigene militärische Einheit „die Blauhelme“ in gewisse Regionen Afrikas. Aber hilft das wirklich, um die Fluchtursachen zu bekämpfen? Im Jahr 2014 gab es, im Nahen Osten und in Nordafrika, 5.580 Terroranschläge, dabei kamen 13.426  Menschen ums Leben und das obwohl es „die Blauhelme“ seit 1947 gibt und sie seit 1972 verschiedene Einsätze in Afrika ausführen. Eine andere Möglichkeit ist es, dem Staat Hilfsgelder zukommen zu lassen, durch andere Staaten oder durch Hilfsorganisationen. Doch das Hilfsgeld fließt seit Jahrzenten und hat noch nicht viel verändert. Oft fließt es in die Taschen korrupter Eliten, die daraufhin nur noch mehr Macht gewinnen.

Ich persönlich denke, dass ein „positiver“ Frieden im Kontinent Afrika in nächster Zeit nicht realistisch ist. Es ist ein Prozess der Jahrhunderte andauern wird und, auch dann wird es immer wieder zu Ungerechtigkeiten kommen. Wir haben die Aufgabe in nächster Zeit weitere Lösungswege zur Bekämpfung der Ungerechtigkeit zu finden. Ich kenne keinen Lösungsweg der realistisch wäre und demgegenüber ich keine moralisch Bedenken hätte. Allerdings glaube ich, dass die EU ihre Kapazitäten in den letzten Jahren primär zur eigenen Abschottung genutzt hat – Zum Beispielandere Staaten finanziell bei dem Aufbau von Auffanglagern unterstützt hat – und die Bekämpfung der Fluchtursachen nicht ausreichend im Fokus hatte. Das Abschotten Europas allein wird die Flüchtlingskrise nicht beheben.

 

 

https://www.boell.de/de/navigation/afrika-6945.html 17. Juni 2009

von Kirsten Maas-Albert

http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/kurzdossiers/265328/flucht-und-vertreibung 28.2.2018 | Von: Hanno Brankamp

http://www.fr.de/politik/terror/boko-haram-und-al-kaida-alarmstufe-rot-fuer-terror-in-afrika-a-357233 23.03.2016

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2018/03/harald-martenstein-fluchtursachen-migranten 10. Januar 2018 Von Harald Martenstein

https://www.giga-hamburg.de/de/system/files/publications/gf_afrika_0808.pdf Gero Erdmann und Christian von Soest

 

http://www.dw.com/de/elfenbeink%C3%BCste-ohne-blauhelme-aus-der-krise/a-39474368Julien Adayé, Fiacre Ndayiragiye

https://www.zeit.de/2005/07/sudan 15.02.2005 Von: Redaktion

https://www.proasyl.de/hintergrund/zahlen-und-fakten-2015/ 18.05.2016

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Eine Antwort auf Bekämpfung der Fluchtursachen in Afrika

  1. JulU19 sagt:

    Liebe ToscM10

    ich habe deinen Kommentar sehr interessiert gelesen und stimme dir in vielen Punkten zu. Du stufst die genannten Konflikte richtig ein und gewichtest diese richtig, doch hätte ich gerne gleich Lösungsansätze gelesen. Auch meiner Meinung nach ist Afrika ein leidender Kontinent, dem Auswirkungen von anderen Ländern zusetzen. Dies ist ein Zustand der so bald wie möglich geändert werden sollte. Auch im Punkt der Hilfsgelder stimme ich dir zu, wir sehen ja wie viel es bisher gebracht hat – die Flüchtlingskrise läuft immernoch. Dass die EU sich mehr auf die Bekämpfung der Fluchtursachen konzentrieren sollte und sich nicht abschotten sollte stimmt meiner Meinung nach auch.
    Ich finde deinen Kommtar sehr gut, doch hättest ein wenig mehr auf die Fluchtursachen eingehen können und wie man diese intensiver bekämpfen könnte.

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