11. September. 2001: Al-Qaida

Al-Qaida („die Basis/das Fundament“) ist ein weltweit agierendes Terrornetzwerk, welches hauptsächlich aus sunnitisch-islamistischen Organisationen besteht.Seit 1993 verüben diese Organisationen zahlreiche Terroranschläge an vermeintlich antiislamisch eingestellten Ländern, Religions- und Bevölkerungsgruppen.Al-Qaida steht mit zahlreichen weltpolitischen Ereignissen im Zusammenhang und seit dem 11. September. 2001 bestimmt sie als permanente islamistische Bedrohung das Weltgeschehen mit.

Am 11.September wurden vier Flugzeuge entführt und anschließend in wichtige zivile und militärische Gebäude in den Vereinigten Staaten von Amerika gesteuert. Zwei von ihnen trafen in das World Trade Center (WTC) in New York City und eines in das Pentagon in Arlington (Virginia) ein. Das vierte Flugzug, welches vermutlich ein Regierungsgebäude in Washington D.C. treffen sollte, wurde vom Piloten der Entführer bei Shanksville (Pennsylvania) zum Absturz gebracht. Diese Anschläge gelten als terroristischer Massenmord, da sie etwa 3.000 Menschen den Tod brachten.

Mit dem Krieg in Afghanistan seit 2001 reagierte die USA unter anderem auf die Anschläge des Terrornetzwerkes Al-Qaida. Auch den Irakkrieg 2003 begründeten sie mit diesen Anschlägen.

Der Konflikt besteht hier also zischen Al-Qaida und der USA, beziehungsweise auch anderen Staaten, die von Anschlägen des Terrornetzwerkes betroffen sind/waren. Den Konflikt kann man als eine ernste Krise einstufen, da ein permanenter Spannungszustand besteht und beide Parteien Gewalt anwenden. Die Ursachen dieser Krise sind im Grunde die Ziele von Al-Qaida. Das ideologische Zentrum ist eine radikale Idee des Dschihads. Wie bereits erwähnt will Al-Qaida die vermeintlich antiislamischen Länder, Religions- und Bevölkerungsgruppen bekämpfen und eine Einigung aller Muslime in einem gemeinsamen Kalifat erreichen. Zudem will sie speziell durch die Anschläge am 11.September die USA zum Rückzug aus der arabischen Welt drängen. Mit der Urform des Islams, die der Interpretation zufolge Kriege gegen Ungläubige duldet, rechtfertigen sich die Anhänger von Al-Qaida.

Außer, dass sich die USA verteidigen muss und gegen den Terror vorgehen muss, hat sie keine direkten Interessen in dieser Krise. Beide Parteien gehen hier gewaltsam vor. Die USA wird hierbei von der NATO unterstützt, die nach den Anschlägen am 11.September zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Bündnisfall ausrief. „Ein bewaffneter Angriff gegen einen Bündnispartner wird als Angriff gegen alle angesehen“, so Generalsekretär George Robertson. Auch der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder versprach dem Präsident George W. Bush die uneingeschränkte Solidarität Deutschlands.

Wie sich der Konflikt in Zukunft weiterentwickeln wird, ist eine interessante Frage. Durch die weltweite Bekämpfung von Al-Qaida, verlor diese ab 2002 immer mehr den Kontakt zu ihren Anhängern und wurde dann nach und nach zu einer ideologischen Leitstelle für Dschihadisten weltweit. Osama Bin Laden und andere Anhänger profitierten allerdings davon, dass die dschihadistische Szene in Europa immer stärker wuchs und dort die Ideologie von Al-Qaida heute sehr viel weiter verbreitet ist, als noch 2001.

Seit 2008 verlor Al-Qaida durch amerikanische Drohnenangriffe mehr als zwei Dutzend wichtiger Führungspositionen und auch der Gründer und Anführer Osama Bin Laden wurde 2011 von US-Soldaten getötet. Nun stellt sich die Frage, ob das Terrornetzwerk gegen diese Verluste und Niederlagen standhalten kann. Regionale Gruppierungen in der arabischen Welt schlossen sich ihr an und benannten sich nach Al-Qaida. Diese bekamen nach und nach immer mehr eigenständige Bedeutung und profitierten so aus der immer schwächer werdenden Al-Qaida.

Bin Laden verbreitete seit Oktober 2001 vermehrt Audio- und Videobotschaften über das arabische Fernsehen und das Internet und versuchte so seine Anhänger weltweit anzuleiten. Neben Propaganda verbreiteten sie auch ideologische, strategische und taktische Informationen und Al-Qaida wurde immer mehr zu einer ideologisch-strategischen Leitstelle. Vor allem bei jungen Muslimen in Europa zeigte dieser Einfluss große Wirkung.

Man kann also klar sehen, dass das Terrornetzwerk Al-Qaida im Laufe der Zeit immer wieder mit Problemen und Rückschlägen kämpfen musste, sie aber auch durch bestimme Ereignisse profitieren kann. Es ist und bleibt also ein ständiger Kampf um das Überleben des Netzwerkes und der Anhänger.

Frieden kann aber nur dann wieder zwischen der USA und Al-Qaida herrschen, wenn sich die Terrororganisation zurückzieht oder auflöst. So lange sie existiert, werden sie weiterhin nach ihren Ideologien und Interessen handeln. Dagegen würde die USA beziehungsweise alle betroffenen Staaten vermutlich ebenfalls gewaltsam vorgehen.

Frieden herrscht also zwischen Al-Qaida und der USA noch lange nicht. 2004 schlossen sich allerdings immer mehr Muslime der Terrororganisation IS (Islamischer Staat) an , die seit mehreren Jahren durch etliche Terroranschläge große Bedeutung im Weltbild erlangt hat. Der IS wird nun als primäre islamistische und terroristische Bedrohung gesehen und Al-Qaida rückt so immer mehr in den Hintergrund.

https://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschläge_am_11._September_2001

https://www.globalisierung-fakten.de/globalisierung-informationen/gruppierungen/al-qaida/

http://www.bpb.de/politik/extremismus/islamismus/36374/al-qaida

http://www.faz.net/aktuell/politik/zehn-jahre-nach-9-11/die-vorgeschichte-der-11-september-2001-11134441.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

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